Der Verwandte Wasserkelch Cryptocoryne affinis stammt von der Malaiischen Halbinsel und gehört zu den klassischen Aquarienpflanzen, die schon seit Jahrzehnten in der Aquaristik gepflegt werden. Auffällig ist der starke Kontrast zwischen der dunkelgrünen Blattoberseite und der weinroten Unterseite, der je nach Beleuchtung unterschiedlich intensiv ausfällt. In der Natur wächst die Pflanze an Flussufern in West-Malaysia, teils emers und teils submers.
Im Aquarium eignet sich Cryptocoryne affinis prima als Mittelgrundpflanze. Sie wird etwa 15 bis 30 cm hoch und bildet mit der Zeit dichte Bestände, die dem Becken einen natürlichen, verwachsenen Look verleihen. Man pflanzt sie in nährstoffreiches Substrat ein und gibt ihr etwas Zeit zum Eingewöhnen. Wie bei allen Wasserkelchen kann es nach dem Einsetzen zur sogenannten Cryptocoryne-Fäule kommen, bei der die Blätter sich auflösen. Das sieht dramatisch aus, ist aber meistens kein Grund zur Sorge. Die Pflanze treibt aus dem Rhizom wieder neu aus, und Geduld ist angezeigt.
An die Wasserparameter stellt Cryptocoryne affinis keine besonderen Ansprüche. Ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und Temperaturen von 22 bis 28 °C passen gut. CO2-Zugabe ist nicht zwingend nötig, kann das Wachstum aber sichtbar fördern. Starkes Licht braucht die Pflanze nicht, sie kommt auch mit wenig bis mittlerem Licht gut zurecht. Vermehrt wird der Verwandte Wasserkelch über Ausläufer, die sich am Rhizom bilden. Man kann diese vorsichtig abtrennen und an anderer Stelle im Becken einpflanzen. Auch eine Teilung des Rhizoms mit einer scharfen Pflanzenschere ist möglich.
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