Cyclopsetta querna
Beschreibung
Die Raub-Großzahnflunder (Cyclopsetta querna) wird bis zu 44 cm groß und ist ein mariner Plattfisch, der KEIN Süßwasseraquarium-Fisch ist. Die Art lebt im östlichen Pazifik und toleriert gelegentlich Brackwasserzonen in Ästuaren, ist jedoch primär ein Meeresfisch. Die Haltung erfordert Salzwasser oder zumindest leicht brackiges Wasser.
Der Körperbau ist typisch für Bodenflundern: stark abgeflacht und asymmetrisch, beide Augen auf der linken Körperseite. Die Grundfärbung reicht von Grau bis Braun mit variabler dunkelbrauner Fleckung, die eine hervorragende Tarnung ermöglicht. Im Aquarium liegt die Art meist am Boden, gräbt sich teilweise in den Sand ein und schießt explosionsartig los, um Beute zu fangen.
Weibchen werden deutlich größer als Männchen und erreichen bis zu 44 cm Gesamtlänge, Männchen bleiben mit ca. 39 cm etwas kleiner.
Besonderheiten
- MEERESFISCH: Benötigt Salzwasser oder Brackwasser, kein Süßwasserfisch
- Benthischer Lauerjäger: gräbt sich im Substrat ein zur Tarnung
- Beide Augen auf der linken Körperseite (Familie Cyclopsettidae)
- Explosive Jagdbewegung: blitzartiger Angriff vom Boden
- Frisst kleine Fische, Krebstiere, Garnelen und benthische Wirbellose
- Saisonale Nutzung von Brackwasser-Ästuaren in Küstennähe
- Selten im Aquarienhandel
Vergesellschaftungshinweise
Cyclopsetta querna ist ein Einzelgänger und sollte einzeln gehalten werden, da Revierkonflikte und Kannibalismus auftreten können.
Das Temperament ist ruhig (Lauerjäger), gegenüber zu großen Fischen zeigt die Art wenig Aggression. Während der Futtersuche kann das Verhalten explosionsartig schnell sein. Garnelen, Krebse und benthische Wirbellose werden aktiv als Beute genommen.
Ausschließlich für Brackwasser- oder Meerwasseraquarien. Begleitfische müssen robust und deutlich zu groß zum Fressen sein. Kleine bis mittelgroße Wirbellose sind ungeeignet. Bioregional passen Arten aus dem östlichen Pazifik (Golf von Kalifornien bis Peru).
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen werden größer und massiger als Männchen. Weibchen erreichen bis zu 44 cm Gesamtlänge, Männchen bleiben mit ca. 39 cm etwas kleiner. Verlässliche äußere Merkmale zur Unterscheidung im Lebendtier sind nicht detailliert dokumentiert.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte (Meerwasser/Brackwasser): Temperatur 22–29 °C, pH 7,8–8,4, Salzgehalt mindestens 2,5 g/L (brackig) bis Vollmeerwasser (35 g/L). GH-Werte für Süßwasser sind für diese Art nicht relevant.
Beckengröße: Mindestens 200 cm Kantenlänge (ca. 500 Liter). Ein flaches, breites Becken mit großzügiger Bodenfläche ist besser als ein hohes, schmales Aquarium.
Einrichtung: Feines Sandsubstrat ist Pflicht. Riff- oder scharfkantige Substrate sind ungeeignet. Die freie, sandige Bodenfläche sollte dominieren. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung.
Strömung: Moderat. Starke Strömung in Bodennähe kann Stress verursachen.
Cyclopsetta querna ist ein mariner Spezialist, der ausschließlich von erfahrenen Meerwasser- oder Brackwasserhaltern gehalten werden sollte. Garnelen sind ungeeignet, Schnecken gelten als riskant.
Zucht und Fortpflanzung
Für Cyclopsetta querna sind keine Zuchterfolge im Aquarium dokumentiert. In der Natur sind Cyclopsetta-Arten Freilaicher mit pelagischen Eiern und Larvenstadien. Ohne institutionelle Infrastruktur ist Nachzucht praktisch unmöglich.
Ernährung/Futterbedarf
Cyclopsetta querna ist ein ausgeprägter Fleischfresser. Die Ernährung sollte aus hochwertigem, proteinreichem Futter bestehen: lebende oder gefrorene kleine Fische, Garnelen, Mysis, Krill, Muschelfleisch. Lebendfutter kann bei der Eingewöhnung helfen.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Cyclopsetta querna kommt im östlichen Pazifik vor, vom Golf von Kalifornien (Mexiko) bis nach Peru. Die Art besiedelt küstennahe Bereiche, Flussmündungen und Mangrovengebiete und nutzt sowohl marine als auch brackige Küstengewässer. Typische Habitate sind sandige und schlammige Weichböden in Tiefen bis etwa 90 m. Saisonal wechselt die Art zwischen Brackwasser-Ästuarbereichen und offener Küstenzone.