Epiplatys zenkeri
Beschreibung
Der Zenkeri-Hechtling (Epiplatys zenkeri) wird bis zu 7 cm groß und ist ein schlanker, oberflächenorientierter Killifisch aus der Familie Nothobranchiidae. Männchen zeigen eine intensivere Färbung und ausgeprägtere Flossen als Weibchen. Die Art ermöglicht schnelle, wendige Bewegungen in der Nähe der Wasseroberfläche.
Im Aquarium ist die Art aktiv in den oberen Wasserschichten, patrouilliert die Oberfläche und sucht nach Nahrung. Männchen können untereinander Dominanzkämpfe austragen. Die Art besitzt eine ausgeprägte Sprungfähigkeit – eine dichte Abdeckung ist Pflicht.
Besonderheiten
- Oberflächenorientierter Jäger mit schneller, wendiger Schwimmweise
- Ausgeprägte Sprungfähigkeit – Aquarienabdeckung dringend notwendig!
- Männchen farbintensiver und mit größeren Flossen
- Bevorzugt freie Wasserflächen im oberen Beckendrittel
Vergesellschaftungshinweise
Epiplatys zenkeri wird in Gruppen von 5–6 Tieren gehalten (Weibchenüberschuss). Ruhig bis mittelaktiv. Gegenüber ähnlich großen Arten friedlich, gegenüber sehr kleinen Fischen räuberisch. Männchen können territoriales Dominanzverhalten zeigen.
Schnecken verträglich. Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen meist sicher.
Geeignete Partner: friedliche westafrikanische Arten ähnlicher Größe, ruhige Schwarmfische und kleine Welse aus Westafrika.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen sind größer mit intensiverer Färbung und längeren, dekorativeren Flossen. Weibchen kleiner und weniger farbenprächtig.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 23–28 °C, pH 6,0–7,5, GH 3–10 dGH.
Beckengröße: Ab 80–100 cm Kantenlänge (100–120 Liter). Schwimmende und randständige Pflanzen schaffen Schutzräume. Offene Schwimmbereiche in der Beckenmitte. Moderate bis schwache Strömung. Mäßige Beleuchtung.
Springer! Stabile, dichte Abdeckung ist Pflicht.
Epiplatys zenkeri gilt in Fachkreisen als schwieriger im Aquarium als viele andere Hechtlinge. Bei Beachtung der Anforderungen lässt sich die Art erfolgreich pflegen.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Eierlegend, nicht-saisonal. Eier an feinen Pflanzenteilen oder Schwimmpflanzen. Zuchtschwierigkeit: Mittel bis schwer.
Zuchtwasser: pH 6,0–6,5, GH 2–5 dGH. Starker Schneckenbefall kann Gelege beeinträchtigen – Schneckenkontrolle sinnvoll.
Ernährung/Futterbedarf
Epiplatys zenkeri ist ein oberflächenorientierter Jäger mit Präferenz für lebende und gefrorene Nahrung: Mückenlarven, Artemia-Nauplien, Daphnien, kleine Fruchtfliegen. Ergänzend schwimmende Flocken. Kleine Portionen mehrmals täglich.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Epiplatys zenkeri stammt aus Westafrika und bewohnt flache, langsam fließende oder stehende Gewässer wie kleine Bäche und Teiche in Küstenwaldgebieten. Warme tropische Temperaturen, weiches Wasser, reichlich organisches Material und Schwimmpflanzen.