Geophagus brasiliensis

Deutscher Name: Perlmuttbuntbarsch

Bild: Daniel Konn-Vetterlein
Herkunft:
Brasilien, Südamerika
Farben:
braun, gelb, silber
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Geophagus brasiliensis
Gattung: Geophagus
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Geophagus brasiliensis, der Perlmuttbuntbarsch, ist ein kräftig gebauter Buntbarsch der Familie Cichlidae mit robuster Erscheinung. Männchen erreichen bis zu 28 cm TL, Weibchen bleiben mit ca. 13–15 cm deutlich kleiner. Der relativ hohe, seitlich abgeflachte Körperbau zeigt erdige Töne mit teils metallischem Schimmer. Typisch ist das Erdfresser-Verhalten: Substrat aufnehmen, Nahrungspartikel herausfiltern und Sand ausspucken. Im Aquarium zeigt die Art ein aktives, bodenorientiertes Verhalten. Außerhalb von Brutphasen sind die Tiere meist vergleichsweise ausgeglichen. Während der Fortpflanzung werden Paare territorial und verteidigen ihre Brutstätte. Geophagus brasiliensis ist ein biparentaler Substratlaicher (Offenbrüter) – KEIN Maulbrüter. Die Art kann in Brack- und Süßwasser auftreten.
Sozialverhalten: Paarweise
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Erdfresser: nimmt Sediment auf, filtert Nahrungspartikel heraus und spuckt Sand aus
  • Biparentaler Substratlaicher (Offenbrüter) – KEIN Maulbrüter
  • Toleranz für Brackwasserbereiche
  • Starker Sexualdimorphismus: Männchen 28 cm, Weibchen ca. 13–15 cm
  • Semi-aggressives Territorialverhalten in Brutzeiten
  • Geringes Sprungrisiko

Vergesellschaftungshinweise

Geophagus brasiliensis wird primär als Paar gehalten; eine Gruppe von mindestens 5 Tieren erleichtert die natürliche Paarbildung. Semi-aggressiv: im Normalzustand ruhig bis lebhaft, während der Brutpflege deutlich aggressiver. Garnelen ungeeignet (werden gefressen). Schnecken riskant (kleine Schnecken gefährdet). Geeignete Beifische: südamerikanische Salmler, Panzerwelse, kleine Buntbarsche derselben Region. Ostafrikanische Hartwasserbuntbarsche strikt vermeiden.

Geschlechtsdimorphismus

Starker Sexualdimorphismus. Männchen erreichen 25–28 cm TL, Weibchen nur 13–15 cm. Männchen sind insgesamt massiger und kräftiger gefärbt.
Größe: M: bis 28 cm TL, W: ca. 13–15 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 18–28 °C, pH 6,0–8,0, GH 5–15 dGH. Robuste, subtropische Art, die auch härteres, alkalischeres Wasser toleriert. Beckengröße: Mindestens 150 cm Kantenlänge (ca. 400 L). Einrichtung: Sandiges Substrat mittlerer Körnung, scharfkantige Substrate vermeiden. Größere Steine, Wurzelholz und stabile Pflanzenbereiche. Ausreichend freie Sandflächen für das Grabverhalten. Filterung: Leistungsfähige Filterung, moderate Strömung. Regelmäßige Wasserwechsel.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,0–8,0
Temperatur:
18–28 °C
Beckengröße:
ab 150 cm, ca. 400 L

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Biparentaler Substratlaicher (Offenbrüter). Die Eier werden auf einem gereinigten Stein, einer Wurzel oder einer Bodenfläche abgelegt. Beide Elternteile bewachen das Gelege und später die Jungfische gemeinsam. KEIN Maulbrüter. Zuchtschwierigkeit: Einfach bis Mittel. Typische Gelege umfassen mehrere hundert Eier. Separates Zuchtbecken oder geräumiges Hauptbecken empfohlen.

Ernährung/Futterbedarf

Allesfresser. Hochwertige Sinkfutter-Pellets oder Granulat als Basis. Ergänzend: Artemia, Daphnien, Cyclops, Mysis. Pflanzliche Anteile: Spirulina-Flocken, blanchierte Erbsen, Zucchini. Sinkende Futterpartikel bevorzugen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 8–12 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Geophagus brasiliensis kommt in den küstennahen Entwässerungssystemen Ost- und Südbrasiliens sowie in Teilen Uruguays vor. Flusssysteme wie Doce, Paraná, Río Uruguay und das Einzugsgebiet des Río de la Plata. Habitatgeneralist: Süßwasser und Brackwasser. Sandige oder feine Sedimente.

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