Geophagus surinamensis
Beschreibung
Geophagus surinamensis, der Surinam-Erdfresser, ist ein mittelgroßer bis großer Buntbarsch aus der Familie Cichlidae, der bis zu 25 cm Gesamtlänge erreicht. Der kompakt gebaute Körper folgt dem typischen, leicht hochrückigen Cichlidenbau mit kräftigem Vorderkörper und gut ausgebildeten Flossen.
Im Aquarium zeigt die Art das typische Eartheater-Verhalten: dauerhaftes Absaugen und Sieben des sandigen Bodengrunds nach Nahrung. Außerhalb der Fortpflanzung meist friedlich, während der Brutzeit territorial. Geophagus surinamensis ist ein larvophiler Maulbrüter – die Eier werden auf Substrat abgelegt, nach dem Schlüpfen nehmen die Eltern die Larven ins Maul.
Hinweis: Im Handel häufig Verwechslung mit G. altifrons.
Besonderheiten
- Typisches Eartheater-Verhalten: ständiges Absaugen und Sieben des Bodengrundes
- Larvophiler Maulbrüter: Eier auf Substrat, Larven nach dem Schlüpfen ins Maul (biparentale Fürsorge)
- Intensives Grabverhalten; Pflanzen mit tieferen Wurzeln können gestört werden
- Im Handel häufig Verwechslung mit G. altifrons
Vergesellschaftungshinweise
Sozialer Schwarmfisch. Mindestens 5, empfohlen 6–8 Tiere. Überwiegend friedlich bis semi-aggressiv. Während der Brutzeit deutlich erhöhte Territorialität.
Adulte Garnelen und Schnecken weitgehend sicher. Junggarnelen gefährdet. Geeignete Beifische: südamerikanische Salmler, Panzerwelse, kleine Buntbarsche. Ostafrikanische Hartwasserbuntbarsche strikt ausschließen.
Geschlechtsdimorphismus
Gesicherte äußerliche Unterscheidungsmerkmale liegen nicht vor. Männchen werden in der Regel etwas größer.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 6,0–7,0, GH 1–15 dGH.
Beckengröße: Mindestens 150 cm Kantenlänge, ca. 500 L.
Einrichtung: Feiner Sand als Substrat (grobes Kies ungeeignet). Wurzeln, größere Hölzer, vereinzelte robuste Pflanzen (z.B. Anubias auf Wurzeln, Vallisnerien am Rand). Steine und Höhlen standsicher positionieren.
Filterung: Leistungsstarke Filterung, moderate bis mäßig schwache Strömung. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Larvophiler Maulbrüter mit biparentaler Brutpflege. Laich auf flachem Stein oder selbst gegrabener Sandmulde. Eier schlüpfen nach ca. 3 Tagen, danach Larven ins Maul. Junge suchen bei Gefahr Schutz im Maul der Mutter.
Zuchtschwierigkeit: Anspruchsvoll. Paarbildung führt zu klarer Revierbildung.
Ernährung/Futterbedarf
Allesfresser mit carnivorer Tendenz. Lebend- und Frostfutter: Artemia, Cyclops, Mysis. Hochwertige Cichliden-Granulate/-Pellets. Pflanzliche Ergänzungen: Spirulina-Tabs, blanchierter Spinat. Mehrere kleine Portionen pro Tag.
Natürlicher Lebensraum
Geophagus surinamensis kommt im nördlichen Südamerika vor, besonders in Suriname und Französisch-Guayana. Flüsse: Saramacca, Suriname, Marowijne. Ruhige bis mäßig fließende Gewässer mit sandigem oder schlammigem Untergrund.