Hyphessobrycon copelandi

Deutscher Name: Federsalmler

Weibchen - Foto: Aquarium Glaser
Herkunft:
Brasilien, Südamerika
Farben:
rot, schwarz, silber
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Hyphessobrycon copelandi
Gattung: Hyphessobrycon
Familie: Characidae

Beschreibung

Der Federsalmler (Hyphessobrycon copelandi), auch als Megalamphodus copelandi bekannt, ist ein schlanker Salmler aus der Familie Characidae und erreicht etwa 5 cm Gesamtlänge. Die Art gehört zur „Rosy Tetra“-Gruppe und gilt als deren grazilste Vertreterin. Ein markantes Erkennungsmerkmal ist der schwarze Schulterfleck hinter dem Kiemendeckel. Der Körper schimmert silbrig mit rötlichen bis rosafarbenen Tönen im Bauchbereich. Im Aquarium ist der Federsalmler ein lebhafter, aber friedlicher Schwarmfisch, der die mittlere Schwimmzone bevorzugt. Die Tiere patrouillieren in Gruppen durch das Becken und nutzen offene Schwimmräume ebenso wie strukturierte Randbereiche. Während der Fortpflanzungszeit intensivieren die Männchen ihre Färbung sichtbar. Die Art gilt als etwas sauerstoffanspruchsvoller als verwandte Rosy-Tetra-Arten und benötigt stabile, saubere Wasserverhältnisse. Im Handel ist der Federsalmler selten und unregelmäßig erhältlich, häufig als Beifang in Kardinalsalmler-Importen.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Grazilste Art der „Rosy Tetra“-Gruppe
  • Charakteristisches weiß-schwarz-weißes Muster in der Rückenflosse bei Weibchen
  • Freilaicher ohne Brutpflege, Zucht mittelschwer
  • Männchen intensivieren die Färbung während der Balz
  • Im Handel selten, häufig als Beifang in Kardinalsalmler-Importen
  • Erhöhter Sauerstoffbedarf – gute Filterung und Oberflächenbewegung wichtig
  • Lebenserwartung ca. 3 Jahre

Vergesellschaftungshinweise

Hyphessobrycon copelandi ist ein ausgeprägter Schwarmfisch. Die Mindestgruppengröße liegt bei 10 Tieren, eine Gruppe von 12 oder mehr fördert das natürliche Sozialverhalten. Intensive Aggressionen sind nicht typisch, gelegentliches Flossenzupfen kann vorkommen. Für die Vergesellschaftung eignen sich andere kleine, friedliche südamerikanische Salmler, Zwergbuntbarsche (Apistogramma), Panzerwelse (Corydoras) und kleine Harnischwelse. Beilbauchsalmler passen ebenfalls gut. Weiches, leicht saures Wasser ist Voraussetzung. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen können gefährdet sein.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen entwickeln verlängerte, zugespitzte Rücken- und Afterflossen und zeigen eine intensivere Körperfärbung. Weibchen sind runder und fülliger, besonders vor dem Ablaichen. Die Rückenflosse der Weibchen trägt ein charakteristisches weiß-schwarz-weißes Muster, das eine sichere Geschlechtsbestimmung ermöglicht.
Größe: ca. 5 cm (TL), Aquarium typisch 4 cm

Haltungstipps / Pflege

Der Federsalmler benötigt tropisches Wasser mit 22 bis 26 °C, einem pH-Wert von 6,0 bis 7,0 und einer Gesamthärte von 3 bis 8 °dGH. Ein Becken ab 80 cm Kantenlänge und mindestens 112 Litern bietet ausreichend Platz für einen Schwarm von 10 Tieren. Ein naturnah gestaltetes Aquarium mit dichter Randbepflanzung, Schwimmpflanzen, offenen Schwimmbereichen in der Mitte und dunklem Substrat fördert das natürliche Verhalten. Treibholz und Laubstreu (Mandelblätter) verleihen dem Wasser eine leichte Gerbsäurefärbung. Ruhige bis mäßige Strömung ist geeignet, starke Strömung wird nicht toleriert. Moderate bis gedämpfte Beleuchtung ist empfehlenswert. Gute Filterung und ausreichende Oberflächenbewegung sind wichtig, da die Art einen erhöhten Sauerstoffbedarf hat. Regelmäßige Wasserwechsel halten die Wasserqualität stabil. Hyphessobrycon copelandi ist ein reizvoller Schwarmfisch für Aquarianer, die Wert auf naturnahe Einrichtung mit weichem, leicht saurem Wasser legen. Die Art belohnt artgerechte Gruppenhaltung mit aktivem Schwarmverhalten und sichtbarem Geschlechtsdimorphismus.
Wasserhärte:
weich
pH-Wert
6,0-7,0
Temperatur:
22-26 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Der Federsalmler ist ein Freilaicher ohne elterliche Fürsorge. Eier werden über feinblättrige Pflanzen, Javamoos oder Laichmops verteilt. Da Adulttiere die Eier fressen, werden separate Zuchtbecken mit Schutzgitter empfohlen. Für die Zucht werden weichere Bedingungen empfohlen: pH 5,5 bis 6,5, GH 1 bis 5 °dGH, Temperatur 25 bis 27 °C. Eine gezielte Konditionierung mit proteinreichem Futter fördert die Laichbereitschaft. Das Ablaichen erfolgt oft in den frühen Morgenstunden. Die Eier schlüpfen innerhalb weniger Tage. Als Erstfutter eignen sich Infusorien, gefolgt von Artemia-Nauplien und Mikrowürmern.

Ernährung/Futterbedarf

Der Federsalmler ist ein Allesfresser. Im Aquarium eignet sich hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter als Basis (etwa 70 bis 80 % der Ration), ergänzt durch gefrorene oder lebende Nahrung: Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und fein gehackte Mückenlarven. Pflanzliche Komponenten wie Spirulina-Flocken runden das Nahrungsspektrum ab. Kleine, fein portionierte Nahrung ist aufgrund der geringen Körpergröße zu bevorzugen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 3 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Der Federsalmler stammt aus Südamerika und ist im Amazonas- und Orinoco-Becken sowie in Suriname und Französisch-Guayana verbreitet. Die Art besiedelt ruhige, flache Gewässerbereiche von Flüssen, Seen und langsam fließenden Nebenläufen, häufig in schattigen, bewaldeten Bereichen mit dichter Ufervegetation. Typisch sind weiche, humusreiche Böden mit Laubfall und dichter Wasserpflanzenbewachsung bei geringer bis mäßiger Strömung.

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