Hyphessobrycon sp.

Deutscher Name: Blau-Roter Peruaner (H. margitae)

Quelle: G. Höner - Zierfischgroßhandel
Herkunft:
Peru
Farben:
blau, rot, silber
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Hyphessobrycon sp.
Gattung: Hyphessobrycon
Familie: Characidae

Beschreibung

Der Blau-Rote Peruaner (Hyphessobrycon sp., formal beschrieben als H. margitae) wird bis zu 5 cm groß und ist ein kleiner Salmler mit ausgeprägter blau-irisierender Körperfärbung aus Peru. Die Körperseiten schimmern je nach Lichteinfall in lebhaften Blau-, Indigo- und Violetttönen; die Flossen sowie der Bauchbereich sind kräftig rot gefärbt. Der Körper ist gedrungen und leicht seitlich abgeflacht. Männchen zeigen bei guter Konditionierung intensivere Färbung und besitzen charakteristische kleine Häkchen an der Afterflosse. Die Farbintensität ist stark abhängig von Ernährung, Bodengrund und Wasserqualität.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Blau-irisierende Körperseiten mit kräftig roten Flossen
  • Formal als Hyphessobrycon margitae beschrieben (Zarske, 2014)
  • Aus dem Rio Nanay (Peru), typisches Schwarzwasser-Biotop
  • Farbintensität stark abhängig von dunklem Bodengrund und Futter
  • Männchen mit Afterflossen-Häkchen (gattungstypisch)
  • Karotinoidhaltiges Futter fördert die rote Färbung

Vergesellschaftungshinweise

Der Blau-Rote Peruaner ist ein starker Schwarmfisch und sollte in Gruppen ab 8 Tieren (empfohlen 10-12) gehalten werden. Die Art ist friedlich und gesellig. Der Blau-Rote Peruaner ist gut vergesellschaftbar mit ruhigen, nicht-aggressiven Mitbewohnern wie Corydoras-Arten, ruhigen Salmlern und größeren Garnelenarten (Amano, adulte Neocaridina). Dominante oder stark territoriale Beifische sollten vermieden werden. Sehr kleine Garnelen-Jungtiere können gefressen werden, erwachsene Garnelen und Schnecken werden meist toleriert.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen sind schlanker, intensiver gefärbt und besitzen kleine Häkchen an der Afterflosse (typisch für die Gattung). Weibchen sind fülliger, besonders bei Laichansatz, und etwas blasser in der Färbung.
Größe: ca. 5 cm

Haltungstipps / Pflege

Der Blau-Rote Peruaner benötigt ein Aquarium ab 60 cm Kantenlänge. Empfohlene Wasserwerte: 22-28 °C, pH 5,5-7,0, GH 2-8 °dGH. Dunkler Sand- oder feinkiesiger Bodengrund, Totholz, Falllaub und abgeschwächte Beleuchtung fördern Farbintensität und Wohlbefinden. Als Schwarzwasserbewohner bevorzugt die Art weiches, leicht saures Wasser. Gute mechanische und biologische Filterung sowie regelmäßige Wasserwertkontrollen sind wichtig, da die Art empfindlich auf schlechte Wasserqualität reagiert. Die Strömung sollte gering bis mäßig sein.
Wasserhärte:
weich
pH-Wert
5,5-7,0
Temperatur:
22-28 °C
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Der Blau-Rote Peruaner ist ein Freilaicher und die Zucht gilt als anspruchsvoll. Zuchtwasser: pH 5,5-6,5, GH bis 5 °dGH, 26-28 °C. Die Zucht erfolgt durch Separierung eines gut konditionierten Paares oder kleinen Schwarms in ein Zuchtbecken mit weichem, saurem Wasser. Fütterung mit reichlich Lebendfutter, gefolgt von einem Wasserwechsel mit etwas kühlerem Wasser, kann als Laichauslöser wirken. Laichrost oder dichtes Moos verwenden, da die Tiere starke Laichräuber sind.

Ernährung/Futterbedarf

Der Blau-Rote Peruaner ist ein Allesfresser (Mikro-Prädator) und frisst vielseitig. Feine Granulate und Flocken bilden die Grundlage, ergänzt durch regelmäßiges Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Mückenlarven und Daphnien. Farbfuttermittel mit natürlichen Carotinoiden und Astaxanthin fördern die rote Färbung. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Der Blau-Rote Peruaner stammt aus Peru, Region Loreto, und wurde aus dem Rio Nanay (einem Nebenfluss des Amazonas) gemeldet. Er bewohnt ufernahe Bereiche mit dichter Vegetation, Totholz und fallendem Laub. Das Habitat ist meist humin- und tanninhaltig, mit dunklem Sandboden und langsamer bis ruhiger Strömung.

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