Hyphessobrycon vilmae

Deutscher Name: Schokoladen-Neon

Quelle: Aquarium Glaser
Herkunft:
Brasilien
Farben:
braun, silber
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Hyphessobrycon vilmae
Gattung: Hyphessobrycon
Familie: Characidae

Beschreibung

Der Schokoladen-Neon (Hyphessobrycon vilmae) ist ein zierlicher Salmler mit gedrungener, seitlich leicht abgeflachter Körperform. Die Standardlänge beträgt bis zu 2,9 cm, im Aquarium werden Gesamtlängen von bis zu 4 cm erreicht. Das namensgebende Merkmal ist ein schokoladenbraunes Körpermuster mit einem irisierenden Längsstreifen. Männliche Tiere zeigen intensivere Färbung und weißliche Zeichnungen in den Flossen, die Weibchen fehlen. Gelegentlich erscheinen „Goldene Tetras“ im Handel, eine goldgelbe Färbvariante, die durch einen harmlosen, nicht vererbbaren Hautparasiten verursacht wird und nur bei Wildfängen auftritt. Die Art ist nach Vilma Schultz benannt, der Ehefrau des Ethnographen und Fischsammlers Harald Schultz (Géry, 1966). H. vilmae ist eine Schwarzwasserart und benötigt weiches, leicht saures Wasser. Im Aquarium zeigt der Schokoladen-Neon aktives, aber ruhiges Schwarmverhalten in der mittleren Wasserschicht.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Schwarzwasserart: benötigt weiches, leicht saures Wasser
  • Schokoladenbraunes Körpermuster mit irisierendem Längsstreifen
  • Männchen mit weißlichen Flossenzeichnungen, die Weibchen fehlen
  • „Goldene Tetras“ sind Wildfänge mit harmlosem Hautparasiten
  • Stark ausgeprägtes Schwarmverhalten
  • Geringes Springrisiko; Abdeckung empfohlen

Vergesellschaftungshinweise

H. vilmae ist ein Schwarmfisch. Mindestgruppe: 8 Tiere, empfohlen werden 10 bis 12 Exemplare. Im Schwarm zeigen die Fische ein ruhiges bis lebhaftes Temperament: friedlich, harmonisch und kaum aggressiv gegenüber Nachbarn. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen können als Beute angesehen werden; adulte Garnelen werden meist toleriert. Bodenbewohner wie Corydoras sind verträglich. Geeignete Beifische: andere südamerikanische Schwarzwasser-Salmler, Panzerwelse, kleine Buntbarsche aus derselben Region. Ostafrikanische Hartwasserarten sind ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Männliche Tiere zeigen intensivere Gesamtfärbung sowie weißliche Zeichnungen in den Flossen, die Weibchen fehlen. Weibchen werden etwas größer und erscheinen rundlicher im Körperbau, vor allem bei Laichreife.
Größe: ca. 2,9 cm SL (bis 4 cm TL)

Haltungstipps / Pflege

Empfohlene Wasserwerte: 20–26 °C, pH 5,0–7,0, GH 1–12 °dGH. Mindestbeckengröße: 60 cm Kantenlänge (ca. 54 Liter). Als Schwarzwasserart fühlt sich H. vilmae in einem naturnahen Aufbau besonders wohl: dunkles Sandsubstrat, Wurzelholz, Laubschicht und gedämpfte Beleuchtung. Feinfiedrige Pflanzen, schwimmblattbildende Arten als Lichtdämpfer und dichte Randbepflanzung. Offene Schwimmzonen ermöglichen natürliches Gruppenschwimmen. Strömung: sanft bis mäßig. Dunkle Substrate betonen die charakteristische Schokoladenzeichnung der Fische.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
5,0-7,0
Temperatur:
20-26 °C
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

H. vilmae ist ein Freilaicher ohne elterliche Fürsorge. Zuchtschwierigkeit: mittel. Die Tiere verteilen ihre Eier in der Pflanzenmatrix oder auf feinen Pflanzenblättern. Separates Zuchtbecken mit dichter Bepflanzung oder feinem Laichgitter, Eltern nach dem Ablaichen entfernen. Erstfutter: Infusorien, dann Artemia-Nauplien.

Ernährung/Futterbedarf

H. vilmae ist ein Allesfresser, der in der Natur aquatische Wirbellose und herabfallende Früchte aufnimmt. Im Aquarium: kleinteiliges Trockenfutter, Artemia-Nauplien, Daphnia, Cyclops, Mückenlarven und Spirulina-Anteile. Kleinere Portionen mehrmals täglich. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
keine gesicherten Angaben

Natürlicher Lebensraum

Hyphessobrycon vilmae stammt aus dem oberen Tapajós-Becken in Brasilien, genauer aus dem oberen Arinos-Juruena-System. Die Art bewohnt Schwarzwassergewässer mit strukturierten Uferzonen, Pflanzenbewuchs und Wurzelwerken.

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