Pseudorinelepis sp. (L095)

Deutscher Name: Tannenzapfenwels

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Südamerika
Farben:
braun, grau, orange, schwarz
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Pseudorinelepis sp.
Gattung: Pseudorinelepis
Familie: Loricariidae

Beschreibung

Der Tannenzapfenwels (Pseudorinelepis sp., L095) ist ein massiv gepanzerter, groß werdender Harnischwels mit einer Endgröße von etwa 40 cm und einem breit abgeflachten Kopf. Die Grundfärbung variiert stark zwischen Lokalformen und reicht von hellgrau-braun mit schwarzen Punkten bis dunkelbraun bis fast schwarz. Bei manchen Formen treten orangefarbene Odontoden an den Wangen auf („Orange Cheek Pinecone Pleco“). Der Körper wirkt schwer und robust, kräftig entwickelte Knochenplatten verleihen ihm ein zapfenartiges Aussehen. Eine Besonderheit der Gattung ist die Fähigkeit, Luft zu schlucken und in einem ösophagealen Divertikel zu speichern, wodurch das Tier im Freiwasser schweben kann. Gelegentliches Auf-dem-Rücken-Schwimmen ist bei dieser Art normal und kein Zeichen einer Erkrankung.
Sozialverhalten: Einzelgänger
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Kupferempfindlich wie alle Loricariidae
  • Kann Luft schlucken und im Freiwasser schweben
  • Auf-dem-Rücken-Schwimmen ist normal, kein Krankheitszeichen
  • Orangefarbene Wangen-Odontoden bei manchen Lokalformen
  • Grundsätzlich friedlich, im Alter territorial
  • Passt Färbung manchmal dem Untergrund an

Vergesellschaftungshinweise

Pseudorinelepis sp. ist grundsätzlich friedlich und verträgt sich im Gegensatz zu vielen großen Harnischwelsen oft gut mit Artgenossen. Im Alter können die Tiere jedoch territorial werden. Haltung einzeln, paarweise oder in kleiner Gruppe. Die Art lässt sich mit ruhigen, nicht-bodenbewohnenden Fischen und größeren Wirbellosen vergesellschaften. Amano-Garnelen und Macrobrachium-Arten sind in der Regel unproblematisch, sehr kleine Garnelen wie junge Neocaridina können gefährdet sein. Andere große, bodenbewohnende Welse, die um dieselben Plätze konkurrieren, sollten vermieden werden.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen zeigen längere Köpfe, dichtere und längere Odontoden an den Wangen sowie eine ausgeprägtere, wulstig hervortretende Genitalpapille. Weibchen wirken insgesamt fülliger im Rumpfbereich und zeigen eine kurze, eingezogene Genitalpapille.
Größe: ca. 40 cm

Haltungstipps / Pflege

Pseudorinelepis sp. benötigt ein großes, gut strukturiertes Becken ab 200 cm Kantenlänge und mindestens 600 Litern. Wasserwerte: 24-29 °C, pH 5,5-7,5, GH 2-12 °dGH. Als Substrat eignen sich Sand oder Feinkies mit Laub- und Detritusschicht. Die Strömung sollte langsam bis mäßig sein, dabei aber ausreichend Sauerstoffeintrag bieten. Leistungsfähige Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sind wegen der Größe und des Appetits der Tiere nötig. Eine geschlossene Abdeckung ist empfehlenswert. Viele Verstecke aus Wurzelholz und Steinen sind wichtig. Wie alle Loricariidae reagiert diese Art empfindlich auf kupferhaltige Medikamente.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
5,5-7,5
Temperatur:
24-29 °C
Beckengröße:
ab 200 cm, 600 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Über die Zucht von Pseudorinelepis sp. im Aquarium liegen keine gesicherten Berichte vor.

Ernährung/Futterbedarf

Pseudorinelepis sp. ist omnivor mit Schwerpunkt auf pflanzlicher Kost. Sinkende Futtertabletten, Algenwafern und Spirulina bilden die Basis, ergänzt durch Gemüse wie Zucchini oder Gurke. Gelegentlich proteinreiches Frostfutter (Mückenlarven, Muschelfleisch) anbieten. Totholz im Becken wird gern angenommen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
nicht dokumentiert

Natürlicher Lebensraum

Pseudorinelepis sp. besiedelt sedimentreiche Weißwasserflüsse, träge Nebenflüsse, Überschwemmungsseen und größere Flussläufe im Amazonas- und Orinoco-Einzugsgebiet mit vielen versunkenen Baumstämmen und Totholzansammlungen. Das Substrat besteht überwiegend aus Sand oder feinem Kies mit Laub- und Schlammschichten. Das Wasser ist typischerweise sehr weich.

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