Macrognathus aculeatus red fin Augenfleckstachelaal

Deutscher Name: Augenfleck-Stachelaal

Quelle: EFS
Herkunft:
Asien, Bangladesch, Borneo, Indien, Indonesien, Nepal, Ostasien, Südostasien, Thailand, USA, Vietnam
Farben:
orange, rot, schwarz
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Macrognathus aculeatus
Gattung: Macrognathus
Familie: Bagridae

Beschreibung

Macrognathus aculeatus ist ein markant gebauter, langgestreckter Stachelaal mit schlangenartiger Silhouette. Der Körper ist seitlich abgeflacht; die Rücken- und Afterflosse bestehen aus einer Reihe isolierter Stacheln, auf die ein langer, kontinuierlicher Weichstrahlenabschnitt folgt – beide Flossen reichen bis zur Schwanzflosse, ohne mit ihr zu verschmelzen. Bauchflossen fehlen vollständig; die Schwanzflosse ist abgerundet. Kopf und Maul sind vorn zugespitzt, die Schnauze etwas verlängert und mit sensorischen Tastorganen versehen, die dem Fisch beim Absuchen des Bodens helfen. Der Körper zeigt eine Reihe schräg verlaufender Bänder; die Art ist zudem bekannt für einen deutlichen Augenfleck (Ocellus), der je nach Individuum unterschiedlich ausgeprägt sein kann und dem deutschen Trivialnamen „Augenfleck-Stachelaal“ seinen Ursprung gibt. Im Aquarium zeigt Macrognathus aculeatus ein überwiegend bodenorientiertes Verhalten. Tagsüber ziehen sich viele Exemplare in Verstecke zurück und werden aktiver in den Dämmerungs- und Nachtstunden, wenn sie auf Nahrungssuche gehen. Aufgrund des langgestreckten Körpers und der kräftigen Muskulatur ist die Art in der Lage, sowohl entlang des Bodens zu schlängeln als auch in feinem Substrat zu graben oder sich zwischen Pflanzenwurzeln und Höhlen zu schieben. Die Tiere sind gegenüber schnellen Bewegungen zunächst scheu, gewöhnen sich aber an regelmäßige Fütterungszeiten und eine ruhige Aquarienumgebung. Besonders auffällig ist das Verhalten beim Aufsuchen von Verstecken: Macrognathus aculeatus nutzt dichte Bepflanzung, Wurzelwerk und überhängende Strukturen, um sich zu tarnen und in Ufernähe auf Beute zu lauern. Die Art verfügt über eine robuste Anatomie, die sie gegenüber raueren Substraten und gelegentlichem Graben unempfindlich macht.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: aggressiv
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Ausgeprägte Sprungneigung: Deckel unbedingt dicht verschließen.
  • Bodenbewohner mit grabendem Verhalten; nutzt Substrat zum Verstecken.
  • Nacht- bis dämmerungsaktive Nahrungssuche.
  • Langes, aalähnliches Körperprofil mit sensorischen Tastorganen an der Schnauze; Bauchflossen fehlen.
  • Eierlegend; Klebeeier werden an wurzeligen Substraten (z. B. Wurzeln von Wasserhyazinthen) abgelegt.
  • Keine elterliche Fürsorge nach dem Ablaichen.
  • Für Garnelen ungeeignet; kleine Schnecken können gefährdet sein.

Vergesellschaftungshinweise

Macrognathus aculeatus wird in der Aquaristik in der Regel in Gruppen gehalten. Die verfügbaren Quellen geben keine einheitliche Empfehlung für eine feste Gruppengröße; in der Praxis wird von einer sozialen, aber nicht eng schwarmorientierten Haltung berichtet. Die Tiere tolerieren Artgenossen und zeigen oft koexistierendes Zusammenleben ohne ausgeprägte Revierkämpfe, sofern ausreichend Platz und Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Das Temperament ist überwiegend friedlich: im Normalzustand reagieren die Fische ruhig und zurückhaltend. Während der Futteraufnahme oder bei Störungen können sie lebhafter agieren, insbesondere gegenüber sehr kleinen Fischen oder Wirbellosen, die als Nahrung wahrgenommen werden. Gegenüber Artgenossen beschränkt sich Aggressivität meist auf kurze Drohgesten und Ausweichbewegungen. Verträglichkeit mit Wirbellosen: Macrognathus aculeatus ist für Garnelen ungeeignet – adulte Garnelen werden in den meisten Fällen als Beute angesehen. Bei Schnecken besteht ein Risiko: sehr kleine Schnecken oder Jungtiere können gefressen werden, bei adulten, größeren Exemplaren ist eine Toleranz möglich, aber nicht garantiert. Bei der Zusammenstellung des Gesellschaftsbeckens sollte primär auf Fische aus der gleichen Bioregion Südostasiens geachtet werden. Geeignet sind ruhige bis mäßig aktive, mittelgroße bis große Arten, die keiner direkten Konkurrenz am Boden ausgesetzt sind. Vermieden werden sollten sehr kleine Beifische, die als potenzielle Beute wahrgenommen werden könnten. Garnelen sind als Mitbewohner ungeeignet; bei Schnecken ist Vorsicht geboten.

Geschlechtsdimorphismus

Die visuelle Unterscheidung der Geschlechter bei Macrognathus aculeatus ist schwierig. Weibchen erreichen tendenziell größere und fülligere Körpermaße als Männchen; Männchen erscheinen schlanker und zierlicher, besonders zur Laichzeit. Konsistente Unterschiede in Färbung oder Flossenform sind nicht dokumentiert.
Größe: Männchen: bis zu 23 cm, Weibchen: 20-23 cm

Haltungstipps / Pflege

– Temperatur: 23-28 °C. – pH-Wert: 6,5-7,5. – Gesamthärte (GH): 8-15 °dGH. Einrichtung: Verwenden Sie eine strukturierte Anlage mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten wie Wurzelholz, Steinaufbauten, dicht bewachsenen Bereichen und Höhlen. Schwache bis mitteldichte Bepflanzung in Kombination mit Strukturen, die überhängende Schatten erzeugen, schafft notwendige Rückzugsmöglichkeiten. Weiches, feines Substrat ermöglicht grabendes Verhalten; scharfkantige Dekorationen sollten vermieden werden, um Verletzungen zu verhindern. Offene Schwimmbereiche entlang des Bodens sollten ebenfalls vorhanden sein. Filterung und Strömung: Eine stabile Filterung ist wichtig; die Tiere bevorzugen jedoch keine starken Oberflächenströmungen. Gleichmäßiger Wasserumschlag bei guter mechanischer und biologischer Filterleistung ist ideal. Wasserwechsel und Wasserqualität: Regelmäßige Wasserwechsel und eine konsequente Kontrolle von Nitrit, Nitrat und Ammonium sind für eine dauerhafte, gesunde Haltung essenziell. Macrognathus aculeatus ist gegenüber kurzzeitigen Schwankungen relativ robust, benötigt aber insgesamt saubere Bedingungen. Fütterung: Macrognathus aculeatus ist ein Allesfresser mit deutlich fleischbetonter Neigung. Siehe ausführliche Beschreibung im Abschnitt Ernährung. Wichtiger Hinweis zur Sicherheit: Diese Art ist ein bekannter Springer! Eine lückenlose Abdeckung des Aquariums ist ZWINGEND erforderlich. Ungefilterte Öffnungen oder lockere Abdeckungen stellen ein hohes Flucht- und Verletzungsrisiko dar.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
PH-wert
6,5-7,5
Temperatur:
26-28 °C
Beckengröße:
60 cm Breite und 180 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Eierlegend. Zuchtschwierigkeit: Mittel. Zucht-Status: dokumentiert. Macrognathus aculeatus legt klebende, runde, grünliche Eier (ca. 1,25 mm Durchmesser) an wurzelähnlichen Substraten ab – bevorzugt an den Wurzeln von Wasserhyazinthen. Männchen geben Milt ab, während die Eier abgelegt werden; anschließend erfolgt keine elterliche Fürsorge. In der Aquaristik sind Zuchterfolge dokumentiert, natürliche Ablaiche ohne Induktion sind jedoch selten. Erfahrene Züchter setzen gelegentlich Hormonbehandlungen ein (z. B. Ovaprim, ca. 0,025-0,05 ml pro Tier), um das Ablaichen zu erzielen. Spezifische Zucht-Wasserwerte sind nicht konsistent dokumentiert und werden in den verfügbaren Quellen nicht verlässlich genannt; bei Zuchtversuchen sollten spezifische Erfahrungsberichte konsultiert werden. Zusammenfassung (Schnellübersicht) – Fortpflanzungstyp: Eierlegend. – Zuchtschwierigkeit: Mittel. – Dokumentierte Besonderheiten: Klebeeier an Wurzelsubstraten, kein Brutpflegeverhalten. Natürliche, uninduzierte Ablaiche in Gefangenschaft selten.

Ernährung/Futterbedarf

Als Allesfresser mit stark fleischlicher Neigung nimmt Macrognathus aculeatus vorwiegend proteinreiche Nahrung an. Bewährt haben sich lebende oder tiefgefrorene Würmer (z. B. Blutwürmer), gehackte Naturkost wie Regenwürmer, kleine Krebstiere und Muschelfleisch sowie hochwertige, sinkende Flocken oder Pellets. Eingewöhnte Exemplare nehmen auch Granulat-Trockenfutter an. Ergänzend können gelegentlich gefriergetrocknete Produkte gereicht werden. Der Hauptanteil der Ernährung sollte aus tierischen Proteinen bestehen. Fütterungsrhythmus: Adulte Fische werden ein- bis zweimal täglich in angemessener Menge versorgt. Überfütterung vermeiden, da Futterreste im Substrat zu Wasserqualitätsproblemen führen können.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
Zurzeit haben wir keine weiteren Informationen zur Lebenserwartung dieses Tiers.

Natürlicher Lebensraum

Macrognathus aculeatus ist in Südostasien verbreitet, mit gesicherten Vorkommen in Indonesien (insbesondere Borneo) sowie Thailand und der malaiischen Halbinsel. Weitere Fundortmeldungen liegen aus Vietnam, Bangladesch, Nepal und Indien vor, wobei Populationen aus dem bengalischen Raum (Indien/Bangladesch) nach aktuellem taxonomischen Verständnis möglicherweise der Schwesterart Macrognathus aral zuzuordnen sind. Die Art kommt in verschiedenen Süßwasserhabitaten vor: mittelgroße bis große Flüsse, Tiefland-Feuchtgebiete, Torfmoore und schlammige Bäche. Gelegentliche Vorkommen in Brackwasserbereichen sind dokumentiert. Die Art zeigt eine hohe ökologische Toleranz gegenüber unterschiedlichen Gewässertypen. Substrat und Einrichtungen: In freier Natur bevorzugt Macrognathus aculeatus weiche, schlammige oder sandige Substrate mit reichlich organischem Material. Dichte Ufervegetation, Wurzelzonen und überhängende Pflanzen bieten wichtige Verstecke sowie Strukturen für die Ablage der klebenden Eier. Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab. Zusammenfassung (Schnellübersicht) | Eigenschaft | Wert | |————-|——| | Familie | Mastacembelidae | | Max. Größe | 38 cm TL | | Temperatur | 23-28 °C | | pH | 6,5-7,5 | | GH | 8-15 °dGH | | Beckengröße | 120 cm Kantenlänge (ca. 400 L) | | Lebenserwartung | bis 12 Jahre | | Schwierigkeit | Experte | | Zucht | Eierlegend, Mittel |

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