Mastacembelus armatus

Deutscher Name: Reifenstachelaal

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Indien, Myanmar, Thailand
Farben:
braun, gelb
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Mastacembelus armatus
Gattung: Mastacembelus
Familie: Mastacembelidae

Beschreibung

Der Marmorstachelaal (Mastacembelus armatus) ist ein großer Stachelaal aus der Familie Mastacembelidae und erreicht bis zu 90 cm Gesamtlänge, im Aquarium typischerweise 50 bis 75 cm. Der Körper ist gestreckt, aalähnlich und seitlich leicht abgeflacht mit kräftiger Muskulatur. Die Rückenflosse trägt zahlreiche Stacheln. Die Schnauze ist zugespitzt mit einem rüsselartigen Fortsatz. Die Grundfärbung ist gelblich-braun bis graubraun mit 1 bis 3 dunkleren Zick-Zack-Linien entlang der Flanken und einem netzartigen Muster auf dem oberen Körperdrittel, das dem deutschen Namen ‚Marmorstachelaal‘ zugrunde liegt. Im Aquarium zeigt M. armatus ein zurückhaltendes, teils nachtaktives Verhalten. Tagsüber sucht er Verstecke zwischen Wurzeln und Höhlen, gräbt sich gerne teilweise in weiches Substrat ein. Beim Jagen kann er schnell und zielgerichtet beschleunigen. Gegenüber sehr kleinen Beifischen und Wirbellosen verhält sich die Art als opportunistischer Beutegreifer. Die Art ist in Süd- und Südostasien verbreitet, von Pakistan über Indien, Myanmar und Thailand bis nach Sumatra.
Sozialverhalten: Einzelgänger
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Hohe Sprungneigung: lückenlose Abdeckung des Aquariums ist Pflicht
  • Sehr große Endgröße bis 90 cm TL, benötigt sehr großes Becken
  • Nacht- und dämmerungsaktiv, gräbt sich teilweise in Substrat ein
  • Netzartiges Muster (‚Reifenspur‘) auf den Flanken
  • Opportunistischer Räuber: kleine Fische und Wirbellose sind Beute
  • Zucht im Aquarium bisher nicht dokumentiert
  • Lebenserwartung bis 18 Jahre (Richtwert)

Vergesellschaftungshinweise

Mastacembelus armatus wird am häufigsten einzeln gehalten. In sehr großen Becken ist die Haltung von Gruppen ab 5 Tieren möglich. Das Temperament ist gegenüber gleichgroßen Fischen relativ verträglich, gegenüber kleinen Arten jedoch räuberisch. Geeignete Beifische sind robuste, mittelgroße bis große Arten aus Süd- oder Südostasien, die deutlich zu groß sind, um als Beute zu dienen. Kleine Schwarmfische, Garnelen und Jungfische sind ungeeignet. Die Haltung eines einzelnen Exemplars in einem ausreichend großen Becken ist oft die sinnvollste Option. Schnecken werden in der Regel toleriert.

Geschlechtsdimorphismus

Der deutlichste Geschlechtsunterschied betrifft das Körpervolumen der Weibchen während der Fortpflanzungsphase: Weibchen werden im Laichzustand deutlich fülliger als Männchen. Konkrete, gesicherte Angaben zu Unterschieden in Körperlänge, Färbung oder Flossenform liegen nicht vor.
Größe: ca. 90 cm (TL), Aquarium typisch 50-75 cm

Haltungstipps / Pflege

Der Reifenstachelaal benötigt ein Aquarium ab 250 cm Kantenlänge (ab 800 Liter) für adulte Tiere. Jüngere Tiere können vorübergehend in kleineren Becken (ab 150 cm) gepflegt werden. Empfohlene Wasserwerte: 22-28 °C, pH 6,5-7,5, GH 5-15 °dGH. Als Substrat ist ausschließlich feiner, weicher Sand geeignet, da sich die Tiere regelmäßig eingraben und an scharfkantigem Kies Hautverletzungen erleiden können. Zahlreiche Verstecke aus Wurzeln, Steinaufbauten, Tonröhren und PVC-Rohren bieten. Bepflanzung nur mit robusten Arten wie Javafarn möglich. AUSBRUCHSICHER: Stachelaale finden selbst durch kleinste Spalten einen Weg aus dem Becken. Eine lückenlos schließende Abdeckung ist notwendig. Sämtliche Öffnungen müssen abgedichtet werden. Eine starke biologische und mechanische Filterung ist unerlässlich. Wöchentliche Wasserwechsel von 25-30 %.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0-7,5
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
ab 250 cm, 800 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Mastacembelus armatus wurde bislang im Aquarium nicht erfolgreich gezüchtet. Verlässliche Berichte über Hobbyzuchterfolge liegen nicht vor. Als eierlegende Art wird eine externe Befruchtung angenommen. Konkrete Details zu Laichplätzen, Gelegegröße, Brutpflege oder Inkubationsdauer sind aus dem Hobby nicht bekannt.

Ernährung/Futterbedarf

Der Reifenstachelaal ist ein ausgeprägter Karnivor und benötigt ausschließlich fleischhaltige Kost. Bevorzugt werden Regenwürmer, Mückenlarven, Tubifex, Krill, Garnelen, Muschelfleisch, Stinte und gelegentlich kleine Fische. Trockenfutter wird in der Regel verschmäht. Die Fütterung sollte abends oder nachts erfolgen, da die Tiere tagsüber oft nicht fressen. Jungtiere benötigen kleinere Futtertiere wie Artemia und fein gehackten Regenwurm. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 8-18 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Mastacembelus armatus ist in Süd- und Südostasien verbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht von Pakistan über Indien, Bangladesch, Myanmar und Thailand bis nach Vietnam und Sumatra. Die Art lebt in Fließgewässern, Altarmen und langsam fließenden Gewässern mit komplexer Struktur aus Wurzeln, Totholz und sandigem oder kiesigem Substrat. Gelegentlich kommt die Art auch in leicht brackigen Gewässern vor. Die Naturhabitate bieten variable Wasserstandsverhältnisse und saisonale Überflutungen.

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfältig zu sammeln und aktuell zu halten, können wir keine Garantie für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren Beiträgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um Verständnis. Wir freuen uns über Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge von der Community, um die Qualität unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus öffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhängt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.

Buntbarsche
Fünfstreifen-Tanganjikaseebuntbarsch
Buntbarsche
Teufelswels
Karpfenfische
Ozola-Bärbling
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Newsletter

Was beschäftigt die Aquaristik-Community? Der my-fish-Newsletter informiert dich über spannende Inhalte aus der Unterwasserwelt.

my-fish Podcast

Wir haben bei Zierfischgroßhändlern, Aquascapern, Züchtern und Liebhabern nachgefragt:

my-fish TV

Wir haben Ende 2018 dieses neue Format gestartet und werden in Zukunft auf diesem Kanal alles abdecken…

Auf my-fish.org Anmelden
Sicherheitsabfrage: Bitte geben Sie die korrekte Nummer für die Anmeldung ein.
Beweisen Sie, das Sie ein Mensch sind: 4   +   1   =  
my-fish logo 2021
0
Lass uns doch ein Kommentar da!x