Metynnis fasciatus
Beschreibung
Der Gestreifte Scheibensalmler (Metynnis fasciatus) gehört zur Familie der Serrasalmidae und erreicht eine Größe von bis zu 10 cm. Der Körper ist seitlich stark abgeflacht und scheibenförmig. Das namensgebende Muster besteht aus einem silbrigen Grundton mit deutlichen vertikalen schwarzen Streifen, die besonders bei Jungtieren ausgeprägt sind und bei adulten Tieren individuell variieren können.
Im Aquarium zeigt Metynnis fasciatus ein typisches Schwarmverhalten und ist tagsüber aktiv. Die Fische sind anfangs recht scheu, zeigen bei Ruhe jedoch schnelle, synchrone Schwarmbewegungen. Als Allesfresser mit deutlicher Neigung zur pflanzlichen Kost kann die Art empfindliche Bepflanzungen schnell dezimieren. Innerhalb der Artgruppe verhalten sie sich friedlich und zeigen gegenüber gleichgroßen Beifischen keine aggressive Dominanz.
Die Art stammt aus dem Amazonasbecken in Südamerika und bevorzugt weiches, leicht saures Wasser.
Besonderheiten
- Stark seitlich abgeflachter, scheibenförmiger Körperbau
- Namensgebende vertikale schwarze Streifen auf silbrigem Grund
- Schwarmfisch – Gruppenhaltung ab mindestens 6 Tieren
- Ausgeprägte Pflanzenfresser-Neigung – robuste Bepflanzung nötig
- Anfangs scheu, gewöhnt sich aber an die Umgebung
- Bevorzugt mittlere bis obere Wasserschichten
Vergesellschaftungshinweise
Metynnis fasciatus ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 6 Tieren gehalten werden. Das Temperament ist friedlich; die Tiere zeigen synchrone Schwarmbewegungen und wenig Aggressivität gegenüber Artgenossen und Beifischen.
Schnecken werden toleriert. Junggarnelen können gefährdet sein, adulte Garnelen sind meist sicher.
Geeignete Beifische sind andere südamerikanische Salmler ähnlicher Größe, Panzerwelse und friedliche Bodenbewohner. Malawi- und Tanganjika-Buntbarsche sind nicht geeignet. Sehr kleine Fische meiden.
Geschlechtsdimorphismus
Die Geschlechtsunterschiede sind bei Metynnis fasciatus nicht stark ausgeprägt. Männchen können eine etwas verlängerte Afterflosse zeigen. Weibchen sind bei Laichreife fülliger in der Bauchpartie. Detaillierte artspezifische Angaben sind in der Fachliteratur spärlich.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 23–27 °C, pH 5,5–6,5, GH 3–10 °dGH.
Für eine Gruppe wird ein Becken von mindestens 300 Liter empfohlen. Großer freier Schwimmraum in den mittleren und oberen Zonen ist wichtig. Da die Art Pflanzen frisst, robuste Pflanzen wie Anubias und Javafarn wählen oder Fresspflanzen wie Wasserpest einplanen.
Feiner bis mittlerer Bodengrund, ergänzt durch Wurzeln und Hölzer für Schattenbereiche. Moderate Filterung mit gleichmäßiger Strömung. Weiches, leicht saures Wasser bevorzugt.
Metynnis fasciatus ist eine pflegeleichte Art für Aquarianer, die einen friedlichen Schwarmfisch mit pflanzenfresserischer Neigung suchen.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Freilaicher
Zuchtschwierigkeit: schwer
Die Zucht von Metynnis fasciatus ist anspruchsvoll. Die Art ist ein Freilaicher ohne elterliche Brutpflege. Weiches, leicht saures Wasser und eine leichte Temperaturerhöhung können als Zuchtauslöser dienen. Detaillierte artspezifische Zuchtberichte sind in der Fachliteratur spärlich; die Grundprinzipien der Serrasalmidae-Zucht gelten analog.
Ernährung/Futterbedarf
Metynnis fasciatus ist ein Allesfresser mit deutlich pflanzenfresserischer Neigung. Hochwertige pflanzliche Futtermittel bilden die Basis: Spirulina-Flocken, blanchiertes Gemüse wie Zucchini, Gurke und Spinat sowie Algentabs. Ergänzend gelegentlich proteinreiches Frostfutter wie Artemia oder Daphnien. Mehrere kleine Portionen täglich. Robuste Bepflanzung im Becken empfohlen.
Natürlicher Lebensraum
Metynnis fasciatus stammt aus dem Amazonasbecken in Südamerika. Die Art bewohnt Flussabschnitte und Nebenwasserläufe mit weichem, leicht saurem Wasser. In der Natur hält sie sich vorwiegend in den mittleren bis oberen Wasserschichten auf und nutzt Pflanzenbewuchs als Nahrung und Deckung.