Poecilia parae
Beschreibung
Der Para-Kärpfling (Poecilia parae, syn. Micropoecilia parae) ist ein kleiner, lebendgebärender Kärpfling aus der Familie Poeciliidae. Männchen erreichen etwa 3 cm TL, Weibchen werden mit bis zu 5 cm TL deutlich größer. Die Art zeigt einen stark ausgeprägten Pentamorphismus bei Männchen: Es existieren mindestens fünf klar unterscheidbare Farbmorphen (parae, immaculata sowie melanzona in drei Farbvarianten: rot, gelb, blau). Weibchen sind unauffälliger grau-oliv gefärbt mit einem deutlichen Trächtigkeitsfleck.
Im Aquarium zeigen sich Poecilia parae als sehr aktive Schwimmer der oberen Wasserschicht. Männchen balzen häufig und ausdauernd um Weibchen, wobei ihr Farbenspiel für lebendige Szenen sorgt. Die Art toleriert leicht brackiges Wasser, lebt aber bevorzugt im Süßwasser.
Der stark ausgeprägte Polymorphismus der Männchen macht diese Art zu einem interessanten Objekt für Verhaltensbiologie und gezielte Zuchtauswahl.
Besonderheiten
- Pentamorphismus: mindestens fünf Farbmorphen bei Männchen (parae, immaculata, melanzona rot/gelb/blau)
- Lebendgebärend mit Gonopodium bei Männchen
- Toleriert leicht brackiges Wasser, lebt bevorzugt im Süßwasser
- Eltern fressen gelegentlich Jungfische; Schutzmaßnahmen nötig
- Gelegentliche Springneigung; Abdeckung empfohlen
- Gezielte Morphen-Selektion in Züchterkreisen verbreitet
- Aktiv in der oberen Schwimmzone
Vergesellschaftungshinweise
Poecilia parae ist ein Gruppenfisch und sollte in Gruppen von mindestens 5 Tieren gehalten werden, mit deutlichem Weibchenüberhang (1M:2-3W). In der Praxis hat sich ein Harem-System bewährt, um Stress durch ständiges Balzverhalten zu reduzieren.
Das Temperament ist friedlich. Während der Fortpflanzungszeit nehmen Männchen ein aufdringlicheres Verhalten an und verfolgen Weibchen aktiv.
Verträglichkeit mit Wirbellosen: Schnecken werden toleriert. Bei Garnelen besteht ein gewisses Risiko für Jungtiere.
Geeignete Beifische: kleine, friedliche südamerikanische Arten (ruhige Salmler, kleine Zwergbuntbarsche, friedliche Welse). Ostafrikanische und mittelamerikanische Cichliden sind ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen werden mit bis zu 5 cm TL deutlich größer und sind fülliger gebaut mit unauffälliger grau-olivfarbener Färbung und einem deutlichen Trächtigkeitsfleck. Männchen bleiben mit ca. 3 cm TL kleiner und schlanker, besitzen ein Gonopodium und zeigen je nach Morph sehr unterschiedliche Muster und Farben (Streifen, einfarbig, kontrastierende Längsstreifen in Rot, Gelb oder Blau).
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 24-28 °C, pH 7,0-7,5, GH 5-10 °dGH. Ein Becken mit mindestens 60 cm Kantenlänge (ca. 54 Liter) ist die Mindestgröße für eine Gruppe ab 5 Tieren.
Dunkler, feiner Sand als Substrat bringt die Färbung der Tiere zur Geltung. Dichte Randbepflanzung, überhängende oder schwimmende Pflanzen als Rückzugsräume. Moos- und feinblättrige Pflanzen bieten Schutz für Jungfische. Moderate bis leichte Strömung.
Abdeckung empfohlen, da die Art gelegentlich springt.
Zucht und Fortpflanzung
Die Zucht ist mittelschwer und gut dokumentiert. Poecilia parae ist lebendgebärend. Tragzeit ca. 24-28 Tage, Wurfgrößen 5-15 Jungfische. Geschlechtsreife nach ca. 6 Monaten.
Zuchtwasserwerte: Temperatur 26-28 °C, pH 7,0-7,5. Stabile Süßwasserbedingungen genügen.
Eltern fressen Jungfische; Trennung oder dichte Moosbepflanzung als Rückzugsmöglichkeit nötig. Erstfutter: Staubfutter, Artemia-Nauplien und Mikrowürmer. Gezielte Selektion für spezielle Farbmorphen ist möglich.
Ernährung/Futterbedarf
Poecilia parae ist ein Allesfresser. Kleine Lebend- und Frostfuttermittel (Artemia-Nauplien, Cyclops, Mückenlarven) sowie pflanzliche Komponenten. Spirulina-Tabs, Algenwafer und hochwertiges Flocken-/Granulatfutter. Pflanzliche Kost fördert Farbentwicklung und Gesundheit. Mehrere kleine Portionen täglich.
Natürlicher Lebensraum
Poecilia parae kommt in Südamerika vor: Guyana, Suriname, Französisch-Guayana bis zum Amazonasdelta in Brasilien. Die Art bewohnt klare, langsam fließende Gewässer mit sandig-schlammigem Boden und dichter aquatischer Vegetation. Die Schwimmaktivität konzentriert sich auf die obere Wasserschicht. Toleriert auch leicht brackige Gewässer.
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