
Salmler
Schrägsteher
Nannostomus unifasciatus
- Endgröße: bis 5 cm
- Aquarium: ab 112 l
- Temperatur: 23-28 °C
- pH-Wert: pH 4-7
- Wasserhärte: weich bis mittelhart
- Schwierigkeit: Mittel
Schwarmfisch, friedlich
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Zierfische, Familie Lebiasinidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Längsband-Ziersalmler (Nannostomus beckfordi) wird etwa 6,5 cm (SL) groß und gehört zu den beliebtesten Vertretern der Ziersalmler in der Aquaristik. Charakteristisch ist ein kräftiger, dunkler Horizontalstreifen, begleitet von einem schmaleren goldenen Streifen, die sich von der Schnauze bis zur Schwanzflosse ziehen.

bis 6,5 cmEndgröße
3 – 5 JahreLebenserwartung
21-27 °CTemperatur
5-8pH-Wert
1-15 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Der Rücken zeigt bräunlich-graue Töne, der Bauch ist silbrig-weiß und Männchen entwickeln zusätzlich leuchtend rote Färbungen an Afterflosse und der unteren Körperhälfte sowie helle Spitzen an den Bauchflossen. Im Aquarium zeigt der Längsband-Ziersalmler ein aktives, schwarmorientiertes Verhalten; die Tiere schwimmen vorzugsweise in Bodennähe bis in mittlere Wasserschichten und sind ständig in Bewegung, wobei sie in Gruppen besonders sicher und farbintensiv wirken. Männchen neigen dazu, kleine Reviere auszubilden und imponieren durch Parallelschwimmen, Flossenspreizen und leichtes Maulzerren, ohne jedoch ernsthafte Aggressionen zu zeigen. Bei Dämmerung oder reduzierter Beleuchtung verändert sich die Zeichnung und es erscheinen deutliche diagonale Querbänder, die der Art eine markante Nachtfärbung verleihen.
Wasserwerte: Temperatur 21–27 °C, pH 5,0–8,0, GH 1–15 °dGH. Im Aquarium bevorzugt die Art jedoch die weichere, leicht saure Seite des Bereichs; wild gefangene Exemplare sind besonders empfindlich gegenüber hartem, alkalischem Wasser. Das Aquarium sollte eine Kantenlänge von mindestens 80 cm haben bei einem Volumen von etwa 112 Litern für eine Gruppe von 10–12 Tieren. Das Becken sollte dicht bepflanzt sein, besonders am Randbereich, um die bevorzugten dichten Uferzonen zu simulieren. Feinfiedrige Pflanzen oder Javamoos eignen sich als Struktur und bieten gleichzeitig Versteck- und Keimbereich für Jungfische. Schwimmpflanzen sorgen für Abschattung und reduzieren die Lichtintensität, was die Färbung der Tiere positiv beeinflusst. Dunkler Bodengrund ist zu empfehlen, ergänzt durch eine Schicht aus Falllaub (zum Beispiel Seemandelbaumblätter). Die Strömung sollte ruhig bis moderat sein. Ein feinporiger Schwammfilter oder ein weicher Innenfilter mit geringer Strömung ist ideal. Das Sprungrisiko gilt als gering, dennoch ist eine gut schließende Abdeckung empfohlen. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel unterstützen die Wasserqualität; die Zugabe von huminreichem Wasser durch Torf- oder Laubgaben kann die natürlichen Lebensbedingungen nachahmen. Nannostomus beckfordi ist eine sehr beliebte Art für südamerikanisch orientierte Gesellschaftsaquarien. Die Kombination aus dicht bepflanzter Einrichtung, weichem bis mäßig hartem Wasser und einer ausreichend großen Gruppe sorgt dafür, dass die Tiere ihr natürliches Verhalten zeigen und ihre Farben optimal entwickeln.
Kupfer: Kleine Blackwater-Salmler wie Nannostomus beckfordi reagieren sehr empfindlich auf Kupfer. In weichem, saurem Wasser sind Kupferionen hoch bioverfügbar und bereits in geringen Dosen letal. Kupferbasierte Medikamente strikt vermeiden. Alternativen: Malachitgrün (nach Herstellerangabe), botanische Behandlung mit Seemandelbaumblättern, Temperaturerhöhung.
Der Längsband-Ziersalmler ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8, besser 10–12 Tieren gehalten werden. In größeren Schwärmen entfaltet sich das natürliche Sozialverhalten am besten und scheue Tiere gewinnen Sicherheit. Innerhalb der Gruppe sind Rangordnungen und kurze Revierabgrenzungen der Männchen üblich, vor allem während der Balz. Temperamentmäßig gilt Nannostomus beckfordi als sehr friedlich gegenüber anderen Arten; Konflikte bleiben meist auf Drohgebärden ohne ernsthafte Verletzungen beschränkt. Während der Brutzeit zeigen Männchen ein erhöhtes Territorialverhalten. Schnecken gelten als unproblematisch, größere Garnelen wie Amano oder ausgewachsene Neocaridina werden in der Regel toleriert, während sehr kleine Zwerggarnelen-Jungtiere gefressen werden können. Für eine harmonische Gesellschaft empfiehlt sich die Vergesellschaftung mit anderen südamerikanischen Arten, die ähnliche Ansprüche an weiches bis mäßig hartes Wasser und leicht saures bis neutrales pH haben. Besonders geeignet sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche aus der gleichen Region.
Nannostomus beckfordi ist ein Mikroprädator, der in der Natur kleine Wirbellose und Zooplankton erbeutet. Grundfutter im Aquarium können hochwertige, fein granulierte Trockenfutterprodukte sein, etwa Mikro-Pellets und fein vermahlene Flocken. Regelmäßige Zugaben von kleinem Lebend- oder Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven fördern Vitalität und Kondition. Aufgrund der geringen Maulgröße empfehlen sich mehrere kleine Futtergaben über den Tag verteilt.
Nannostomus beckfordi ist ein Freilaicher ohne elterliche Fürsorge. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als einfach durchführbar. Nachzuchten bis zur fünften Generation (F5+) sind bekannt. Zuchtwasserwerte: Temperatur 27–28 °C, pH 5,0–6,5, GH maximal 5 °dGH. Ein abgedunkeltes Zuchtbecken mit sehr weichem, leicht saurem Wasser und feinfiedrigen Pflanzen wie Javamoos oder einem Laichrost ist ideal. Der Bodengrund sollte so gestaltet sein, dass die Eier durch ein feines Netz fallen können, damit erwachsene Tiere nicht an sie gelangen. Zur Konditionierung empfiehlt sich reichliche Fütterung mit hochwertigem Lebend- und Frostfutter wie Artemia, Cyclops und schwarzen Mückenlarven. Da Eltern intensiv laichräuberisch sind, sollten sie nach 2–3 Tagen entfernt werden. Die Eier inkubieren in 24–40 Stunden bei etwa 26–27 °C. Nach dem Schlupf fressen die Larven zunächst Infusorien; später wird auf Artemia-Nauplien umgestellt.
Zuchtwasser: 27 bis 28 °C, pH 5 bis 6,5, bis 5 °dGH
Der Längsband-Ziersalmler stammt aus Südamerika und ist in Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Brasilien und Venezuela verbreitet, insbesondere in Bereichen der Amazonas- und Orinoco-Einzugsgebiete sowie dem Guayana-Schild. In der Natur besiedelt die Art dicht bewachsene Uferzonen mit reichlich Unterwasservegetation und Überschwemmungsbereiche, wo Schwimmpflanzen für Abschattung sorgen und Wurzelholz sowie Falllaub den Boden bedecken. Die Strömungsverhältnisse reichen von nahezu stillen bis zu mäßig strömenden Gewässern; bevorzugt werden flache Randbereiche mit ruhigem Wasser und dichter Vegetation. Ein dunkler Bodengrund, oft bedeckt mit einer Lage von Laub oder organischem Material, ist charakteristisch.
Die Geschlechter lassen sich gut unterscheiden. Männchen sind schlanker gebaut und farbenprächtiger; sie zeigen intensives Rot an Afterflosse und Bauchregion sowie weiße bis hellblaue Spitzen an den Bauchflossen. Der hintere Rand der Afterflosse ist bei Männchen gebogen auslaufend. Weibchen sind insgesamt fülliger im Rumpf und erscheinen blasser in der Zeichnung; ihre Afterflosse endet eher gerade.
Nannostomus beckfordi fühlt sich bei 21–27 °C, einem pH von 5,0–8,0 und einer Gesamthärte von 1–15 °dGH wohl. In der Praxis bevorzugt die Art die weichere, leicht saure Seite des Bereichs.
Geeignet sind andere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine, friedliche Buntbarsche aus der gleichen Region.
Die Zucht gilt als einfach. Ein separates Zuchtbecken mit weichem, leicht saurem Wasser (pH 5,0–6,5, GH max. 5 °dGH, 27–28 °C) und einem Laichrost oder Javamoos ist ideal. Die Eltern müssen nach dem Ablaichen entfernt werden, da sie Laichräuber sind.
Als Mikroprädator bevorzugt er feines Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops und Daphnien. Hochwertiges Mikro-Granulat und Flocken werden ebenfalls akzeptiert. Mehrere kleine Futtergaben über den Tag verteilt sind empfehlenswert.
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