Nannostomus marilynae

Deutscher Name: Marilynae-Ziersalmler

Quelle: Aquarium Glaser
Herkunft:
Brasilien, Kolumbien, Südamerika
Farben:
braun, schwarz, silber
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Nannostomus marylinae
Gattung: Nannostomus
Familie: Lebiasinidae

Beschreibung

Nannostomus marilynae wird etwa 3,5 cm (SL) groß und ist ein zierlicher, schlanker Salmler mit sehr ausgeprägter Längsstreifung. Der Körper zeigt drei dunkle Längsstreifen, wobei Primär- und Sekundärstreifen klar voneinander abgesetzt sind; die Grundfärbung reicht von silbrig bis leicht bräunlich. Bei Störung oder Dämmerung zeigt die Art eine deutliche, vertikal gebänderte Nachtfärbung, die sich bei zunehmendem Licht rasch wieder in die charakteristische Längsstreifung zurückwandelt. Eine Fettflosse ist stets vorhanden. Der untere Schwanzflossenlappen ist leicht größer als der obere. Im Aquarium präsentiert sich N. marilynae als ruhiger Schwarmfisch, der bevorzugt die mittleren bis oberen Zonen besetzt und dabei oft schräg oder leicht geneigt schwimmt, wie es für Nannostomus-Arten typisch ist. Die Art ist scheu gegenüber hektischem Treiben am Beckenrand, bei ruhiger Beckeneinrichtung und geeigneter Vegetation wirkt sie sehr natürlich. Aufgrund der geringen Mundöffnung sind die Tiere an sehr feine Nahrung angepasst.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Ausgeprägte Längsstreifenzeichnung, verwandlungsfähige Nachtfärbung
  • Fettflosse stets vorhanden
  • Schwarmbildendes Sozialverhalten; benötigt Gruppenhaltung ab 8 Tieren
  • Laichräuberisches Verhalten der Eltern: Elterntiere fressen Eier und Brut
  • Empfindlich gegenüber hartem Wasser; präferiert weiches, stark saures Milieu
  • Junggarnelen können gefressen werden; adulte Garnelen meist toleriert
  • Geringes Springrisiko, aber Aquarienabdeckung empfohlen

Vergesellschaftungshinweise

Nannostomus marilynae ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8, besser 10–12 Tieren gehalten werden. In einer solchen Gruppengröße entwickeln die Tiere das charakteristische Schwarmbild und zeigen selbstsichere Bewegungen. Das Temperament ist insgesamt sehr friedlich und zurückhaltend. Während der Fortpflanzungszeit imponieren Männchen einander, ohne in ausgeprägte Aggressionen zu verfallen. Schnecken werden toleriert, adulte Garnelen sind in der Regel ungefährdet, sehr kleine Garnelenjuvenile können jedoch gefressen werden. Geeignete Beifische sind kleinere südamerikanische Salmler, Panzerwelse und kleine Buntbarsche der gleichen Region. Ostafrikanische Hartwasserarten sind ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen sind tendenziell schlanker und wirken etwas länglicher; die vorderen 5–6 Strahlen der Afterflosse sind bei Männchen leicht verlängert und verdickt – ein verlässliches Unterscheidungsmerkmal. Außerdem weisen Männchen oft eine intensivere Musterung auf. Weibchen sind in der Laichzeit deutlich fülliger durch die Eiansammlung.
Größe: ca. 3,5 cm (SL), bis 5 cm TL

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 21–28 °C, pH 4,0–6,5, GH 1–10 °dGH. Das weiche, saure bis stark saure Milieu ist für diese südamerikanische Schwarzwasserart besonders wichtig. Optimale Temperatur liegt um 24–26 °C. Das Aquarium sollte eine Kantenlänge von mindestens 80 cm haben bei einem Volumen von etwa 112 Litern für eine Gruppe von 8–10 Tieren. Dunkles Sandsubstrat, submerse Vegetation wie Javamoos, feingliedrige Schwimmpflanzen und dichter Randbewuchs sowie versunkene Hölzer und Laub schaffen die natürlichen Verhältnisse. Ausreichend freie Schwimmflächen in mittleren und oberen Bereichen sind wichtig. Eine leise Filterung mit milder bis moderater Strömung ist ideal. Ein luftbetriebener Schwammfilter ist oft die beste Wahl. Regelmäßige, moderate Wasserwechsel und stabile Wasserqualität sind wichtig; gegebenenfalls Torf- oder Laubfiltration zur Erzeugung leichter Tanninanteile. Nannostomus marilynae ist eine lohnende Wahl für Aquarianer, die feine südamerikanische Salmler lieben und bereit sind, etwas Aufwand in Wasseraufbereitung und Pflanzendichte zu investieren.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
4,0-6,5
Temperatur:
21-28 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Nannostomus marilynae ist ein Freilaicher. Die Zucht gilt als schwierig, ist jedoch möglich. Zuchtwasserwerte: Temperatur 26–27 °C, pH 5,0–6,0, GH maximal 5 °dGH. Kleinere, abgedunkelte Aufzuchtbecken mit feinen Wollmopps, Javamoos oder feinblättrigen Wasserpflanzen sind als Laichsubstrat geeignet. Zur Konditionierung eignen sich reichlich Lebendfutter wie weiße Mückenlarven, Artemia und Grindalwürmer. Elterntiere sind starke Laichräuber und müssen nach 2–3 Tagen entfernt werden. Die Erstnahrung der Larven muss extrem fein sein: Infusorien, Rädertierchen oder fein gemahlenes Aufzuchtfutter. Nach wenigen Tagen können Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen angeboten werden.

Ernährung/Futterbedarf

Nannostomus marilynae ist ein Mikroprädator mit deutlicher Präferenz für lebende und gefrorene Feinpartikelnahrung. Ideal sind Artemia-Nauplien, Moina, Cyclops, Grindalwürmer und weiße Mückenlarven. Hochwertiges, sehr fein zerkleinertes Trockenfutter wird ebenfalls akzeptiert, sofern die Partikel klein genug sind. Häufige, kleine Portionen sind empfehlenswert.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 4 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Nannostomus marilynae stammt aus Südamerika, vor allem aus den oberen Einzugsgebieten des Rio Negro in Brasilien und des Rio Vichada in Kolumbien. Die natürlichen Lebensräume sind langsam fließende Nebenflüsse, Sümpfe und Überflutungsgebiete. Typisch sind dichte Ufer- und Unterwasservegetation, versunkene Äste und Wurzeln sowie eine dicke Schicht aus Falllaub. Die Gewässer sind häufig teefarben durch gelöste Huminsäuren und Tannine und zeichnen sich durch sehr weiches, saures Wasser aus. Substrattyp ist zumeist dunkler Sand, bedeckt von Laub und organischem Detritus. Die Strömung ist typischerweise still bis sehr langsam.

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