
Buntbarsche
Firefish / Dragon Blood Peacock
Aulonocara sp. "Firefish"
- Endgröße: 15 cm
- Aquarium: ab 300 l
- Temperatur: 24-28 °C
- pH-Wert: pH 7,5-8,5
- Wasserhärte: mittel bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
Haremshaltung, territorial
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Zierfische, Familie Cichlidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Der Blaue Fadenmaulbrüter (Ophthalmotilapia ventralis) erreicht ca. 15 cm Gesamtlänge (Männchen) und ist ein markanter Buntbarsch aus dem Tanganjikasee. Namensgebend sind die großen Augen (griech. ophthalmos = Auge) und die stark verlängerten Bauchflossen der Männchen, die in fadenartige Fortsätze mit leuchtend gelben oder orangefarbenen Quasten auslaufen. Diese Quasten fungieren als Ei-Attrappen bei der Balz.
bis 15 cmEndgröße
5-8 JahreLebenserwartung
23-27 °CTemperatur
7,5-9pH-Wert
8-25 °dGHGesamthärte
ab 230 lAquariengröße
Männchen zeigen ein intensives Blau, je nach Standortvariante ergänzt durch gelbe, goldene oder violette Anteile. Weibchen sind dezent silbrig-grau bis bräunlich gefärbt.
Über 20 Lokalformen sind aus verschiedenen Küstenabschnitten des Tanganjikasees dokumentiert (u.a. Chaitika, Chimba, Kafungi, Kigoma, Kapampa). Verschiedene Lokalformen hybridisieren problemlos und sollten niemals im selben Aquarium gehalten werden.
Im Aquarium nutzen die Tiere gerne mittlere bis obere Wasserschichten. Männchen legen auf Sandflächen Laichkrater an und werden während der Brutzeit sehr territorial.
Wasserwerte: 23-27 °C, pH 7,5-9,0, GH 8-25 dGH. O. ventralis benötigt hartes, alkalisches Wasser; weiches oder saures Wasser ist nicht tolerierbar.
Mindestens 135 cm Kantenlänge (ab 230 Liter) für einen Harem. Steinaufbauten und Felsstrukturen als Sichtschutz, gleichzeitig großzügige freie Sandflächen belassen. Feiner Sand (Korallensand oder Aragonitsand) ist Pflicht für den Nestbau. Leistungsfähige Filterung, moderate Strömung mit ruhigeren Zonen.
Fütterung: pflanzenbetonte Flocken (Spirulina), ergänzt durch Artemia, Cyclops, Mysis, Daphnien. Gelegentlich Nori oder blanchierter Spinat. Rote Mückenlarven und Säugetierfleisch vermeiden.
Geringes Sprungrisiko, sichere Abdeckung dennoch empfohlen.
Ophthalmotilapia ventralis wird als Harem gehalten: ein dominantes Männchen mit 3-4 Weibchen. Innerhalb der Gruppe etablieren sich klare Hierarchien. Außerhalb der Fortpflanzungszeit friedlich gegenüber ruhigen Beifischen. Während der Brutzeit werden Männchen sehr territorial, besonders rund um den Laichkrater.
Junggarnelen werden als Futter betrachtet; adulte Garnelen sind nicht uneingeschränkt sicher. Robuste Schneckenarten werden toleriert.
Geeignete Partner: andere friedlichere Tanganjikasee-Buntbarsche wie Cyprichromis-Arten, Altolamprologus, Julidochromis, Schneckenbuntbarsche. Zu vermeiden: aggressive Felsbewohner und Arten, die um Sandflächen konkurrieren. Niemals verschiedene Lokalformen mischen!
Allesfresser mit pflanzlicher und planktonischer Neigung. In der Natur: Aufwuchs und planktonische Mikroorganismen. Im Aquarium: Spirulina-basierte Flocken/Tabletten, Artemia, Cyclops, Mysis, Daphnien, gelegentlich Nori oder blanchierter Spinat. Mehrere kleine Portionen am Tag. Rote Mückenlarven und zu proteinreiche Kost (Säugetierfleisch) vermeiden.
Fortpflanzungstyp: Maternaler Maulbrüter. Schwierigkeit: mittel.
Zuchtwasserwerte: 25-27 °C, pH 8,0-9,0, GH max. 25 dGH. Konditionierung mit proteinreichem Lebend- und Frostfutter sowie Spirulina.
Das Männchen bereitet einen Sandkrater vor. Nach der Eiablage nimmt das Weibchen die Eier ins Maul. Gelegegröße: 15-60 Eier. Inkubation bei ca. 26 °C rund 21-28 Tage. Jungfische werden voll entwickelt entlassen.
Erstfutter: Artemia-Nauplien, feines Staubfutter, Cyclops. Gute Wasserqualität und ruhige Umgebung während der Aufzucht.
Zuchtwasser: 25 bis 27 °C, pH 8 bis 9, bis 25 °dGH
Ophthalmotilapia ventralis ist endemisch für den Tanganjikasee in Ostafrika und besiedelt felsige Küstenregionen im flachen Wasser. Typische Fundbereiche sind Flachwasserzonen mit felsigen Strukturen und klaren Sandflächen, häufig weniger als 5 m tief. Feinsand neben Felsbändern bestimmt die Revier- und Laichplatzwahl. Mäßige Strömungsverhältnisse.
Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren. Die Angabe gilt für die blaue Form; die gelbe Form stammt aus dem kongolesischen Teil des Sees.
Männchen erreichen ca. 15 cm SL und sind farbenprächtig mit intensiven Blau-, Gold- oder Violettanteilen (je nach Lokalform) sowie den stark verlängerten Bauchflossen mit farbigen Quasten. Weibchen bleiben kleiner (ca. 10-12 cm), sind silbrig-grau bis bräunlich gefärbt mit kürzeren, weniger markanten Flossen.
Empfohlen werden 23-27 °C, pH 7,5-9,0 und GH 8-25 dGH. Die Art stammt aus dem Tanganjikasee und benötigt hartes, alkalisches Wasser.
Ja, mit anderen friedlichen Tanganjikasee-Buntbarschen wie Cyprichromis, Altolamprologus, Julidochromis oder Schneckenbuntbarschen. Niemals verschiedene Lokalformen mischen, da freie Hybridisierung droht.
Ja, als maternaler Maulbrüter mit Gelegen von 15-60 Eiern. Inkubation 21-28 Tage im Maul des Weibchens. Zuchtwerte: 25-27 °C, pH 8,0-9,0. Harem-Haltung (1 Männchen, 3-4 Weibchen) und Sandflächen für Nestbau sind nötig.
Mindestens 135 cm Kantenlänge und 230 Liter für einen Harem. Steinaufbauten als Sichtschutz und großzügige freie Sandflächen (Korallensand) für den Nestbau sind nötig.
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