Parasphaerichthys ocellatus

Deutscher Name: Augenfleck-Prachtgurami

Parasphaerichthys ocellatus
Parasphaerichthys ocellatus
Herkunft:
Myanmar
Farben:
braun, gelb, schwarz
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Parasphaerichthys ocellatus
Gattung: Parasphaerichthys
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Der Augenfleck-Prachtgurami (Parasphaerichthys ocellatus) ist mit einer Maximalgröße von nur 3,2 cm einer der kleinsten Labyrinthfische überhaupt und gehört zur Familie der Osphronemidae. Der Körper ist gedrungen und seitlich abgeflacht, die Grundfärbung ist bräunlich-beige mit einer Reihe dunkler Flecken entlang der Flanke. Namengebend ist ein dunkler Augenfleck (Ocellus) an der Schwanzflossenbasis. Im Aquarium zeigt Parasphaerichthys ocellatus ein sehr zurückhaltendes, scheues Verhalten. Die Art ist überwiegend in Bodennähe und in der unteren Wasserschicht anzutreffen, wo sie zwischen Pflanzen, Laub und Wurzeln nach Kleinstlebewesen sucht. Wie alle Labyrinthfische besitzt diese Art ein Labyrinthorgan und atmet zusätzlich atmosphärische Luft. Das Becken muss daher abgedeckt sein, damit die Luftschicht über dem Wasser warm bleibt, da kalte Zugluft das Labyrinthorgan schädigen kann.
Sozialverhalten: Paarweise
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Einer der kleinsten Labyrinthfische: nur 3,2 cm Maximalgröße
  • Labyrinthorgan: atmet zusätzlich Luft, warme Abdeckung notwendig, kalte Zugluft kann tödlich sein
  • Empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten
  • Schaumnestbauer: Männchen baut Schaumnest unter Blättern oder in Höhlen
  • Scheuer Bodenbewohner: benötigt dichtes Versteckgeflecht und ruhige Beckenpartner
  • Nicht Schwarzwasser: stammt aus klarem, leicht saurem Klarwasser
  • Sehr selten im Handel verfügbar

Vergesellschaftungshinweise

Parasphaerichthys ocellatus ist ein scheuer, zurückhaltender Fisch, der paarweise oder in kleinen Gruppen gehalten werden kann. Mindestens ein Paar sollte gepflegt werden, wobei mehrere Tiere in einem strukturreichen Becken natürlicheres Verhalten zeigen. Das Temperament ist friedlich. Gegenüber anderen Arten verhält sich die Art scheu und zurückhaltend. Männchen können untereinander leichte Rivalität zeigen, die sich in kurzen Drohgebärden äußert, aber selten zu echten Auseinandersetzungen führt. Für die Vergesellschaftung eignen sich nur sehr ruhige, kleine südostasiatische Arten, die die scheuen Guramis nicht bedrängen. Kleine Rasboren wie Boraras-Arten sind geeignete Partner. Lebhafte oder größere Fische stressen Parasphaerichthys und sollten gemieden werden. Ostafrikanische Buntbarsche sind ungeeignet. Garnelen werden in der Regel toleriert, sehr kleine Junggarnelen können jedoch gefressen werden. Schnecken werden toleriert.

Geschlechtsdimorphismus

Bei Parasphaerichthys ocellatus zeigen Männchen eine intensivere Färbung und markantere Flossenmuster, besonders während der Balz. Weibchen sind etwas blasser gefärbt und können im laichbereiten Zustand eine deutlich rundere Körperform zeigen. Die Unterschiede sind bei adulten Tieren erkennbar, bei juvenilen Exemplaren aber kaum feststellbar.
Größe: ca. 3,2 cm

Haltungstipps / Pflege

Parasphaerichthys ocellatus benötigt eine Wassertemperatur von 15-25 °C, einen pH-Wert von 6,5-7,5 und eine Gesamthärte von 5-10 dGH. Das Aquarium sollte mindestens 60 cm Kantenlänge und 54 Liter fassen. Die Temperaturspanne von 15-25 °C ist für diese Art tatsächlich natürlich und spiegelt extreme Tagesschwankungen in den Herkunftsgewässern wider. Im Aquarium sollte die Temperatur stabil zwischen 20 und 24 °C gehalten werden. Die Einrichtung sollte dicht strukturiert sein mit vielen Versteckmöglichkeiten. Feiner Sand, Wurzelholz, Seemandelbaumblätter und dichte Bepflanzung mit niedrigen Pflanzen schaffen ein passendes Umfeld. Schwimmpflanzen dämpfen das Licht und geben den scheuen Tieren Sicherheit. Die Strömung muss gering gehalten werden. Als Labyrinthfisch benötigt Parasphaerichthys ocellatus eine warme Luftschicht über der Wasseroberfläche. Das Becken muss abgedeckt sein, damit keine kalte Zugluft an die Wasseroberfläche gelangt. Kalte Luft kann das Labyrinthorgan dauerhaft schädigen. Wichtig: Osphronemidae sind empfindlich gegenüber kupferhaltigen Medikamenten. Bei Erkrankungen im Becken kupferfreie Alternativen verwenden. Der Augenfleck-Prachtgurami ist ein anspruchsvoller Pflegling für erfahrene Aquarianer, die ein ruhiges, gut strukturiertes Artenbecken oder Nano-Gemeinschaftsbecken mit sehr kleinen, friedlichen Bewohnern pflegen möchten.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,5-7,5
Temperatur:
15-25 °C
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Parasphaerichthys ocellatus ist ein Schaumnestbauer. Das Männchen baut ein Schaumnest unter Blättern, in kleinen Höhlen oder unter überhängenden Strukturen. Nach der Paarung treibt das Männchen die Eier ins Nest und bewacht es bis zum Schlupf. Die Zucht ist anspruchsvoll, aber bei stabilen Bedingungen möglich. Weiches, leicht saures Wasser und eine ruhige Umgebung fördern die Laichbereitschaft. Das Weibchen sollte nach dem Ablaichen entfernt werden, da das Männchen die Brutpflege allein übernimmt. Die Jungfische sind nach dem Freischwimmen auf Infusorien und feinste Artemia-Nauplien angewiesen.

Ernährung/Futterbedarf

Parasphaerichthys ocellatus ist ein Fleischfresser, der in der Natur kleine Insektenlarven, Mikrokrebse und Würmer erbeutet. Die Art hat ein kleines Maul und benötigt entsprechend feines Futter. Im Aquarium werden Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Mikrowürmer, Grindal-Würmer und Cyclops bevorzugt. Frostfutter wird nach Eingewöhnung akzeptiert. Trockenfutter wird oft nur widerwillig oder gar nicht angenommen, daher ist eine regelmäßige Versorgung mit Lebend- oder Frostfutter wichtig. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Parasphaerichthys ocellatus stammt aus Myanmar (Birma) in Südostasien und bewohnt dort Klarwasserbäche und kleine Stillgewässer in den Tiefland- und Hügelregionen. Die Art stammt nicht aus Schwarzwasser, sondern aus klaren, leicht sauren Gewässern. Das natürliche Habitat ist geprägt von dichter Ufervegetation, langsamer bis stehender Strömung und reichlich Falllaub am Boden. Die Wassertemperaturen schwanken in diesen Gebieten teils erheblich zwischen Tag und Nacht, was die breite Temperaturtoleranz der Art erklärt. Wilde Wasserwerte können lokal variieren und weichen von optimalen Aquarienwerten ab.

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