Parosphromenus phoenicurus
Beschreibung
Parosphromenus phoenicurus Schindler & Linke, 2012, Osphronemidae, bis 2,9 cm SL; Sungai-Kampar-System in Sumatra; fakultative Luftatmung; IUCN CR. Farb-, Verhaltens-, Luftschicht- und Zugluftdetails nur mit Direktbelegen ergänzen.
Besonderheiten
CR-Status, Sumatra-Endemismus und fakultative Luftatmung sind belegt. Kupferempfindlichkeit, warme-Abdeckung-Notwendigkeit, Höhlenschaumnest sowie exakte pH-Pflicht OFFEN.
Vergesellschaftungshinweise
Parosphromenus phoenicurus wird am besten paarweise oder in kleinen Gruppen mit Weibchenüberschuss gehalten. Männchen verteidigen während der Balz ihr Revier um die Laichhöhle und zeigen dann ihre leuchtende Pracht. Das Temperament ist friedlich bis scheu. Gegenüber anderen Arten verhält sich die Art zurückhaltend. Innerartlich rivalisieren Männchen um Höhlen, wobei die Konflikte bei ausreichend Verstecken milde bleiben. Für die Vergesellschaftung eignen sich nur sehr kleine, ruhige Arten aus derselben Bioregion. Boraras-Rasboren oder andere Schwarzwasser-Kleinfische sind mögliche Partner. Aufgrund der geringen Größe und Scheuheit wird häufig ein Artenbecken empfohlen. Ostafrikanische Buntbarsche sind ungeeignet. Garnelen werden toleriert, Junggarnelen können gefressen werden. Schnecken werden toleriert.
Geschlechtsdimorphismus
Die Geschlechter sind bei Parosphromenus phoenicurus gut unterscheidbar. Männchen zeigen während der Balz eine leuchtend rote Schwanzflosse und kontrastreichere Flossenfärbung. Weibchen bleiben insgesamt blasser und sind etwas kleiner. Außerhalb der Balz sind die Unterschiede weniger deutlich, Männchen wirken aber tendenziell etwas farbiger.
Haltungstipps / Pflege
Schwarzwasserfund pH 5,25, 7 µS/cm und 26,8 °C als Naturbeobachtung getrennt führen. Aquariumwerte, Grundfläche, Besatz, Abdeckung, Strömung, Licht, Torf/Osmose und Leitwertziel OFFEN.
Zucht und Fortpflanzung
Parosphromenus phoenicurus ist ein Höhlenschaumnestbauer. Das Männchen baut ein Schaumnest an der Decke einer kleinen Höhle und lockt das Weibchen durch intensive Balzfärbung und Flossenentfaltung an. Nach dem Ablaichen bewacht das Männchen das Gelege und fächelt den Eiern frisches Wasser zu. Die Zucht ist anspruchsvoll, aber in gut eingefahrenen Artenbecken möglich. Optimale Bedingungen sind extrem weiches Wasser mit GH 1-2, pH 4-5 und einer Temperatur von 24-26 °C. Die Jungfische sind nach dem Freischwimmen auf Infusorien und Mikrowürmer als Erstfutter angewiesen. Die Nachzucht dieser kritisch bedrohten Art ist aus Artenschutzperspektive sehr wünschenswert.
Ernährung/Futterbedarf
Parosphromenus phoenicurus ist ein Fleischfresser mit sehr kleinem Maul. In der Natur erbeutet die Art winzige Insektenlarven, Mikrokrebse und Zooplankton. Im Aquarium werden bevorzugt Lebendfutter wie frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien, Mikrowürmer, Grindal-Würmer und Cyclops angenommen. Frostfutter wird nach Eingewöhnung akzeptiert. Trockenfutter wird häufig verweigert, daher ist Lebend- oder Frostfutter als Hauptnahrung notwendig.
Natürlicher Lebensraum
Parosphromenus phoenicurus stammt aus Sumatra (Indonesien) in Südostasien. Die Art bewohnt dort Torfmoor-Gewässer und Schwarzwasserbäche im tropischen Tieflandregenwald. Das natürliche Habitat ist geprägt von extrem weichem, saurem Wasser mit pH-Werten um 4-5, dunkelbrauner Tanninfärbung und sehr niedriger Leitfähigkeit. Der Boden ist mit Falllaub und Torf bedeckt, die Gewässer sind langsam fließend bis stehend und stark beschattet. Diese Torfmoor-Habitate sind durch Abholzung und Ölpalmenplantagen akut bedroht. Wilde Wasserwerte können lokal variieren und weichen von optimalen Aquarienwerten ab.
Hallo Matthias,
da bin ich auch gerne dabei!
Ist das möglich ohne erneutes Ausfüllen des Formulars?
Liebe Grüße, Conni
Hallo Cornelia,
für ein neues Projekt muss auch das neue Formular ausgefüllt werden. Nur so können wir den „Fall“ bearbeiten. Tut mir leid.