Sahyadria denisonii
Beschreibung
Die Rotstrichbarbe (Sahyadria denisonii) ist ein stromlinienförmiger, torpedoartiger Cyprinide mit einer Gesamtlänge von bis zu 15 cm. Ein leuchtend roter Längsstreifen zieht sich von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzwurzel. Darunter verläuft ein schwarzer Lateralstreifen. Die Rückenflosse zeigt eine gelb-schwarze Zeichnung an der Spitze.
Im Aquarium zeigt die Art friedliches Schwarmverhalten und lässt sich gut in sorgfältig zusammengestellte Gesellschaftsbecken integrieren. Die Art ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in Gruppen deutlich aktiver und entspannter auftritt. Hoher Sauerstoffbedarf und hohe Sprungneigung erfordern starke Strömung und einen dicht schließenden Deckel.
HINWEIS: IUCN-Status Gefährdet (EN) – bevorzugt Nachzuchten kaufen. Verwechslungsgefahr mit S. chalakkudiensis (aggressiver).
Besonderheiten
- Schwarmfisch – mindestens 6 Tiere, optimal 8–10
- Hoher Sauerstoffbedarf – starke Strömung ist Pflicht
- Hohes Sprungrisiko – nur mit dicht schließendem Deckel halten
- IUCN Gefährdet (EN) – bevorzugt Nachzuchten kaufen
- Verwechslungsgefahr mit S. chalakkudiensis (aggressiver)
- Erhöhte Aktivität bei Morgen- und Abenddämmerung
Vergesellschaftungshinweise
Sahyadria denisonii ist ein klassischer Schwarmfisch und wird in Gruppen von mindestens 6–10 Tieren gehalten. In größeren Gruppen zeigt die Art das aktivste und sozial stabilste Verhalten. Friedlich, Männchen zeigen gelegentliche harmlose Rangkämpfe.
Garnelen: Adulte meist toleriert, Junggarnelen können gefressen werden. Schnecken: Weitgehend sicher.
Zur Vergesellschaftung eignen sich mittelgroße, friedliche Barben, Danio-Arten und bodenbewohnende Loaches aus Südasien mit vergleichbaren Strömungsansprüchen. Territoriale oder großräuberische Arten sind ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen neigen zu einem volleren, rundlicheren Bauchprofil. Männchen sind oft schlanker und zeigen intensivere Rottönung im Lateralstreifen. Zuverlässige Unterscheidung erst bei ausgewachsenen Tieren.
Haltungstipps / Pflege
Sahyadria denisonii benötigt ein Becken ab 150 cm Kantenlänge (ca. 350 Liter) mit Temperaturen von 20–25 °C, einem pH-Wert von 6,5–7,8 und einer Gesamthärte von 5–20 °dGH.
Langes Becken mit viel Horizontalraum. Feinkörniger Kies oder Sand. Dichte Randbepflanzung mit robusten Pflanzen. Offene Schwimmzonen als Hauptteil des Beckens. Größere Steine und Wurzeln als Strukturelemente.
Leistungsstarke Filterung mit 4–5-fachem Beckeninhalt pro Stunde. Zusätzliche Strömungspumpen empfehlenswert. Wöchentliche Wasserwechsel von 30–50 %. Dicht schließender Deckel (hohes Sprungrisiko).
Zucht und Fortpflanzung
Freilaicher. Die Nachzucht im Aquarium gilt als sehr schwierig und wird in der Hobbypraxis kaum erfolgreich umgesetzt. Kommerzielle Nachzuchten stammen überwiegend aus Südostasien, vermutlich mit Hormonstimulation. Angesichts des Gefährdungsstatus sollten Nachzuchten bevorzugt werden.
Ernährung/Futterbedarf
Sahyadria denisonii ist ein Allesfresser. Hochwertiges Trockenfutter (Flocken/Granulat) als Basis. Frostfutter: Artemia, Mückenlarven, Daphnien, Cyclops. Sinkendes Futter bevorzugt. Pflanzliche Anteile (Spirulina, Algenwafer, blanchiertes Gemüse) als Ergänzung.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Sahyadria denisonii stammt aus den Westghats in Kerala und Karnataka, Indien. Die Art bewohnt klare, sauerstoffreiche Bergbäche mit ausgeprägter Strömung, felsigen Beckenabschnitten und dichter Ufervegetation.
Nachdem ich meinen Bestand von 8 Tieren auf 15 aufgestockt habe sind die Denisonii ruhiger gegenüber davor. Auch mögen sie offensichtlich nicht das helle Licht der T5 Leuchten. Nach dem Wechsel auf LED mit Tageslichtsimulator haben sie ihr Verhalten geändert. Sie sind bei weitem nicht mehr so scheu.
Als Beifische habe ich nur 6 Störwelse (Sturisoma) und einige Panzerwelse und 2 Pärchen friedliche Zwergbuntbarsche und Amanogarnelen.
Becken 150 x 60 x 60. Preis für die Nachkäufe lag bei € 10 je Stück bei ca 6 cm.
Sind jetzt 1 1/2 und 1/2 Jahr alt bei mir.
Der korrekte Name ist nicht Rotstrichhaibare sonder einfach deutsch
Rotstrichbarbe oder auch Denisonbarbe. Dieser wunderschöne Fisch hat mit einem Hai absolut nichts zu tun. Er frisst vornehmlich pflanzliche Nahrung darunter auch Algen jeder Art. Die Rotstrichbarben sind als Gruppentiere (mid. 8 Stück wie Neons ständig in Bewegung und brauchen daher genügend Schwimmraum. Mindestbeckengrösse für ausgewachsene Fische ist 500 Liter bei einer Länge von 150 cm. Sehr friedliche Art.
Hallo Bernhard, danke für deinen Hinweis. Der wissenschaftliche Name hat sich auch geändert. Wir haben hierzu auch einen Eintrag in der Fishothek. Den deutschen Namen ändern wir in diesem Zuge auch. Der Rest steht bereits im Beitrag von uns. Danke für deine Anmerkungen.