Pethia padamya
Beschreibung
Die Rubinbarbe (Pethia padamya) ist eine kompakt gebaute, etwa 4,5 cm große Barbe aus Myanmar mit lebhafter Zeichnung. Männchen tragen ein intensives, leuchtend rotoranges Längsband entlang der Flanken sowie gelblich-grüne Flossen mit schwarzen Punkten. Weibchen sind silbrig-grau bis beige gefärbt; ihr rotes Band ist schwächer oder fehlt ganz. Beide Geschlechter zeigen einen schwarzen Fleck am Schwanzstiel und einen weiteren dunkleren Punkt hinter dem Kiemendeckel.
Im Aquarium zeigt sich Pethia padamya als lebhafter Schwarmfisch, der bevorzugt in der mittleren Wasserschicht aktiv ist. Die Art ist friedlich, zeigt aber reges Balzverhalten der Männchen. Ein dunkler Bodengrund und ausreichende Beleuchtung fördern die Farbintensität. Die Rubinbarbe ist robust, verträgt kühlere Temperaturen bis 16 °C und eignet sich gut für bepflanzte Gesellschaftsbecken.
Besonderheiten
- Leuchtendes rotoranges Längsband entlang der Flanken bei Männchen
- Schwarzer Fleck am Schwanzstiel und hinter dem Kiemendeckel bei beiden Geschlechtern
- Subtropische Art; verträgt kühlere Temperaturen bis 16 °C
- Freilaicher ohne Brutpflege; Elterntiere fressen Eier und müssen entfernt werden
- Mögliches Flossenzupfen bei langschwänzigen oder schleierflossigen Beifischen
- Endemisch in Zentral-Myanmar (Ayeyarwady-Becken)
- Geringes Sprungrisiko
Vergesellschaftungshinweise
Pethia padamya ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8-10 Tieren gehalten werden. Ein leicht erhöhter Weibchenanteil (etwa 2:1) ist empfehlenswert, da Männchen zur Balzzeit Weibchen intensiv verfolgen können.
Das Temperament ist friedlich. Balzende Männchen können kurzzeitig territorial werden, ernsthafte Aggressionen gegenüber friedlichen Beifischen sind jedoch nicht zu erwarten. Vorsicht bei langschwänzigen oder schleierflossigen Beifischen: Flossenzupfen ist möglich.
Schnecken und adulte Garnelen (Amanogarnelen) werden toleriert. Zwerggarnelen und deren Jungtiere können als Beute gefressen werden.
Geeignete Beifische sind südostasiatische Schwarmfische: Pethia- und Puntius-Arten, Danio- und Devario-Arten sowie friedliche, regionstypische Grundbewohner.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen sind schlanker und zeigen das intensive rotorange Längsband entlang der Flanken sowie schwarz gepunktete Rücken-, After- und Bauchflossen. Weibchen sind fülliger, besonders im Bauchbereich; ihre Grundfärbung ist silbrig-grau bis beige, das rote Band ist blass oder fehlt, und die Flossen sind zumeist transparent. Beide Geschlechter erreichen eine Standardlänge von etwa 4,5 cm.
Haltungstipps / Pflege
Pethia padamya benötigt Wasser mit 16-25 °C, pH 6,5-7,5 und GH 5-18 °dGH. Das Becken sollte mindestens 80 cm Kantenlänge und 112 Liter fassen.
Als Bodengrund eignet sich feiner Sand oder Kies; ein dunkler Bodengrund hebt die Farben der Männchen hervor. Dichte Randbepflanzung bietet Verstecke und Rückzugsbereiche, während offene Schwimmzonen in der Mitte des Beckens den lebhaften Tieren Bewegungsraum geben. Feinblättrige Pflanzen und Javamoos dienen als Laichsubstrat. Die Strömung sollte mäßig sein.
Kurzfristige saisonale Temperaturabsenkungen auf 18-20 °C können natürliches Verhalten und Laichbereitschaft fördern.
Zucht und Fortpflanzung
Pethia padamya ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als einfach.
Zuchtwasserwerte: Temperatur 24-26 °C, pH 6,5-7,0, GH maximal 10 °dGH. Zur Konditionierung werden die Zuchttiere reichlich mit Lebendfutter (Artemia, Daphnien, Mückenlarven) gefüttert. Das Zuchtbecken sollte schwach beleuchtet sein und einen Laichrost oder dichte Moospolster als Laichschutz bieten.
Das Ablaichen erfolgt meist in den Morgenstunden. Elterntiere fressen die Eier und müssen danach entfernt werden. Die Gelegegröße beträgt 100-200 Eier. Die Eier schlüpfen nach 24-48 Stunden. Jungfische werden nach etwa 24 Stunden freischwimmend. Als Erstfutter eignen sich Infusorien; danach Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.
Ernährung/Futterbedarf
Pethia padamya ist ein Allesfresser. Hochwertiges Flocken- und Granulatfutter bildet die Basis, ergänzt durch Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Mückenlarven, Daphnien und Tubifex. Pflanzliche Komponenten wie Spirulina und gelegentlich blanchiertes Gemüse fördern Farben und Verdauung. Eine abwechslungsreiche Fütterung steigert Kondition und Laichbereitschaft.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Pethia padamya stammt aus Zentral-Myanmar, insbesondere dem Ayeyarwady-Becken und dem Chindwin-Fluss sowie aus Teichen bei Toe Gyi. Die Art besiedelt klare Gewässer mit mäßiger Strömung. Das natürliche Habitat ist vergleichsweise vegetationsarm mit Substrat aus Kies, Schlamm und Kalkstein. Die Strömung ist moderat.