Rasbora amplistriga

Deutscher Name: Breitstreifen-Bärbling

Bild: Ingo Seidel
Herkunft:
Indonesien
Farben:
rot, schwarz
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Rasbora amplistriga
Gattung: Rasbora
Familie: Cyprinidae

Beschreibung

Der Breitstreifen-Bärbling (Rasbora amplistriga) ist ein zierlicher, schlanker Bärbling aus der Familie Danionidae mit einer Endgröße von etwa 3,4 cm SL. Das charakteristische Merkmal ist ein kräftiges, dunkles Längsband von 1,5 bis 2 Schuppenreihen Breite, das vom Kiemendeckel bis zur Schwanzflossenbasis verläuft. Im Aquarium zeigt Rasbora amplistriga ausgeprägtes Schwarmverhalten in der mittleren Wasserschicht. Die Art ist eher scheu und reagiert empfindlich auf hektische Störungen.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Charakteristisches breites Dunkelband (1,5-2 Schuppenreihen) von Kiemendeckel bis Schwanzansatz
  • Ausgeprägtes Schwarmverhalten in der mittleren Wasserschicht
  • Freilaicher ohne Brutpflege
  • Geringes Sprungrisiko
  • Einer der kleinsten Vertreter der Gattung mit nur 3,4 cm SL

Vergesellschaftungshinweise

Rasbora amplistriga ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in der Natur in größeren Gruppen lebt und daher im Aquarium unbedingt in einer Gruppe von mindestens 8–10 Exemplaren gehalten werden sollte, um sein natürliches Sozialverhalten und Wohlbefinden zu gewährleisten. Der als Goldstreifenbärbling bekannte Zierfisch zeigt sich in der Gruppe friedlich und lebhaft, wobei er innerartlich kaum Aggressionen zeigt. Als Beckenpartner eignen sich ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie andere Rasboras, kleine Barben oder Salmler sowie sanfte Bodenbewohner wie Corydoras oder kleine Schmerlenarten. Zu vermeiden sind sehr kleine Beutefische, die als Nahrung angesehen werden könnten, sowie aggressive oder sehr lebhafte Arten, die den Goldstreifenbärbling stressen oder verdrängen könnten. Auch langflossige Fische wie Guppys oder Kampffische sind ungeeignet, da Rasbora amplistriga gelegentlich zu Flossenzupfen neigt und Konkurrenzsituationen entstehen können.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen weisen einen rundlicheren Körperbau mit einem ausgeprägteren Bauchbereich auf – besonders während der Laichzeit –, während Männchen schlanker wirken und teilweise eine intensivere Farbgebung entlang des Seitenbandes zeigen.
Größe: Männchen: bis zu 3 cm, Weibchen: 3-4 cm

Haltungstipps / Pflege

Im Aquarium zeigt Rasbora amplistriga ausgeprägtes Schwarmverhalten in der mittleren Wasserschicht. Die Art ist eher scheu und reagiert empfindlich auf hektische Störungen. Die Haltung erfolgt in Gruppen von mindestens 8 Tieren bei 23-28 °C, pH 6-7,5 und GH 2-12 °dGH in einem Becken ab 54 Litern.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0-7,5
Temperatur:
tropisch
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rasbora amplistriga ist ein Freilaicher ohne elterliche Brutpflege. Die Eier werden in feinfiedrige Pflanzenteile gestreut. Die Zucht wird als anspruchsvoll eingestuft. Bewährte Methoden verwandter Rasbora-Arten lassen sich anwenden: spezielle Ablaichbecken mit dichter Bepflanzung, Konditionierung mit eiweißreichem Lebendfutter, weiches und leicht saures Wasser. Eltern nach dem Ablaichen entfernen.

Ernährung/Futterbedarf

Rasbora amplistriga ist ein Allesfresser mit Tendenz zu tierischer Kost. Im Aquarium eignen sich hochwertige feine Flocken und Mikrogranulat als Basis. Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven werden gerne angenommen. Pflanzliche Komponenten runden die Ernährung ab. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rasbora amplistriga stammt aus dem Mekong-Becken in Südostasien (Laos, Kambodscha) sowie aus Küstengewässern Südostthailands. Die Art bewohnt ruhige, strukturierte Flachlandgewässer mit dichter Unterwasservegetation und feinem Substrat. Das Wasser ist typischerweise weich und leicht sauer.

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