Spatuloricaria
Beschreibung
HINWEIS: Dieser Gattungs-Steckbrief ist unvollständig. Eine konkrete Art-Zuordnung ist erforderlich.
Der Spatellenwels (Spatuloricaria) wird je nach Art 28-37 cm groß und ist ein langgestreckter Peitschenwels aus der Familie Loricariidae, Unterfamilie Loricariinae. Die Grundfärbung ist kryptisch braun bis graubraun mit dunklen Querbändern. Manche Formen zeigen eine schwarz-weiße Kontrastfärbung. Die Schwanzlappen laufen in lange fadenförmige Verlängerungen aus.
Spatellenwelse sind bodenorientierte Fische, die aktiv im Sand wühlen. Männchen entwickeln während der Laichzeit ausgeprägte Odontoden an Wangen und Brustflossenstacheln. Die Gattung umfasst rund 19 beschriebene Arten aus dem nördlichen und westlichen Südamerika.
Besonderheiten
- Langgestreckte Peitschenwelse mit fadenförmigen Schwanzlappen
- Männchen mit saisonalen Odontoden an Wangen und Brustflossen
- Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege
- Im Freiland Schneckenjäger (nach oben gebogene Fangzähne)
- Keine Algenfresser! Nicht als Algenbekämpfer einsetzen
- Kupferhaltige Medikamente sind giftig!
Vergesellschaftungshinweise
Spatellenwelse sind gegenüber anderen Arten friedlich. Unter sich können sie jedoch territorial werden, besonders Männchen untereinander. Haltung als Paar oder Trio (1 Männchen, 2 Weibchen) bei ausreichender Beckengröße möglich. Bodenorientiert, nicht ausgeprägt schwimmfreudig. Schnecken werden toleriert (im Freiland sogar aktiv bejagt). Garnelen und kleine Wirbellose können gefressen werden.
Vergesellschaftung mit ruhigen Mittelwasser- und Oberflächenfischen: große Salmler, friedliche Buntbarsche, andere Loricariiden (Rineloricaria, Sturisoma). Aggressive Großfische ungeeignet.
Kupferhaltige Medikamente sind für Welse giftig und dürfen nicht eingesetzt werden!
Geschlechtsdimorphismus
Männchen haben von oben betrachtet einen spitz zulaufenden Kopf, Weibchen einen gleichseitiger geformten. Geschlechtsreife Männchen entwickeln ausgeprägte Odontoden an Wangen und Brustflossenstacheln während der Laichzeit, die sich danach zurückbilden.
Haltungstipps / Pflege
Spatuloricaria benötigt ein geräumiges Becken mit viel Bodenfläche und feinem Sand als Substrat. Die Wasserwerte sollten bei 22-28 °C, pH 6-7,5 und GH 2-15 °dGH liegen. Als Mindestbeckengröße gelten 160 cm Kantenlänge und 600 Liter.
Feiner Sand als Substrat (die Tiere wühlen aktiv), flache Steine und Wurzeln als Ruheplätze. Gute Filterung und moderate bis starke Strömung. Sauerstoffreiches Wasser. Abdeckung empfohlen. Kupferhaltige Medikamente sind giftig!
Der Spatellenwels ist eine Art für erfahrene Aquarianer mit Großaquarien. Die Lebenserwartung ist nicht dokumentiert.
Zucht und Fortpflanzung
Fortpflanzungstyp: Substratlaicher mit väterlicher Brutpflege
Zuchtschwierigkeit: Sehr schwer
Das Männchen säubert eine glatte Steinfläche (bevorzugt Unterseite flacher Steine) und lockt ein Weibchen zur Ablage. Die großen Eier werden an der Steinoberfläche befestigt und vom Männchen bewacht. Nachzucht im Aquarium gelingt nur selten. Genaue Brutpflegeparameter sind kaum dokumentiert.
Ernährung/Futterbedarf
Spatuloricaria ist ein Allesfresser mit Präferenz für tierische Kost. Im Freiland: Schnecken (nach oben gebogene Fangzähne). Im Aquarium: Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Cyclops, Krill), sinkende Tabletten und Granulat. Ergänzend: blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke). Keine Algenfresser!
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Die Gattung Spatuloricaria stammt aus dem nördlichen und westlichen Südamerika: Kolumbien (Rio Caqueta, Orinoco-Einzugsgebiet), Peru und Brasilien. Die Tiere besiedeln strömungsreiche, sauerstoffreiche Gewässer mit sandigem oder kiesigem Substrat.