Synodontis nigrita
Beschreibung
Der Schwarze Fiederbartwels (Synodontis nigrita) erreicht eine Endgröße von etwa 20 cm (SL) bzw. bis zu 25 cm Gesamtlänge und gehört damit zu den mittelgroßen Vertretern der Gattung. Die Grundfärbung ist dunkel olivbraun bis schwarz, je nach Stimmung und Herkunft mit feinen hellen Punkten. Die Art wird gelegentlich mit der goldenen Farbform verwechselt, die im Handel separat geführt wird.
Synodontis nigrita ist in Westafrika weit verbreitet und kommt in den Flusssystemen des Niger, Senegal, Gambia, Volta und Tschadsees vor. Im Aquarium zeigt sich die Art als ruhiger, dämmerungs- und nachtaktiver Bodenbewohner, der tagsüber in Höhlen und unter Wurzeln ruht.
Wie alle Synodontis-Arten besitzt auch S. nigrita Stridulationsorgane an den Brustflossenstacheln, mit denen er bei Stress knurrende Geräusche erzeugen kann.
Besonderheiten
- Dunkle, fast schwarze Grundfärbung – namensgebend
- Nicht mit der goldenen Farbform verwechseln (separat im Handel)
- Stridulationsgeräusche bei Stress
- Nachtaktiv – erst in der Dämmerung aktiv
- Weit verbreitet in Westafrika
- Langlebig – bis zu 20 Jahre bei guter Pflege
Vergesellschaftungshinweise
Synodontis nigrita ist ein friedlicher, überwiegend nachtaktiver Wels. Die Art kann einzeln oder in kleinen Gruppen gehalten werden. In der Gruppe zeigen sich die Tiere natürlicher und nutzen das Becken aktiver.
Geeignete Mitbewohner sind andere westafrikanische Fische ähnlicher Größe: größere Salmler, westafrikanische Cichliden, Barben und andere Synodontis-Arten. Kleine Fische unter 5 cm können als Beute betrachtet werden. Garnelen sind ebenfalls gefährdet.
Ungeeignet sind Rift-See-Cichliden (andere Wasserchemie) und sehr aggressive oder zu kleine Arten.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen sind im geschlechtsreifen Zustand am Bauch deutlich fülliger als Männchen. Die Bestimmung über die Genitalpapille ist möglich, erfordert aber Erfahrung.
Haltungstipps / Pflege
Synodontis nigrita benötigt ein Becken ab 300 Litern mit mindestens 120 cm Kantenlänge. Der Bodengrund sollte aus Sand bestehen, um die empfindlichen Barteln zu schonen. Große Wurzeln, Höhlen und Steinaufbauten bieten die notwendigen Tagesverstecke.
Die Wassertemperatur liegt bei 21–28 °C, der pH-Wert bei 6,0–7,5 und die Gesamthärte bei 4–15 °dGH. Die Strömung sollte mäßig sein. Regelmäßige Wasserwechsel (25 % wöchentlich) halten die Wasserqualität stabil.
Die Beleuchtung darf gedämpft sein; Schwimmpflanzen sorgen für natürliches Halbdunkel. Die Haltung ist mittelschwer und für Aquarianer mit Grundkenntnissen geeignet.
Zucht und Fortpflanzung
Über die Zucht von Synodontis nigrita im Aquarium liegen nur wenige Berichte vor. In der Natur ist die Art ein Freilaicher, der während der Regenzeit in überfluteten Bereichen ablaicht. Brutpflege findet nicht statt.
Im Aquarium gilt die Zucht als schwierig. Vereinzelt wird von Erfolgen mit Regenzeitensimulation (Temperaturabsenkung, große Wasserwechsel mit weichem Wasser) berichtet.
Ernährung/Futterbedarf
Synodontis nigrita ist ein Allesfresser. Hauptfutter sind sinkende Welstabletten und Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Krill). Lebendfutter wie Regenwürmer und Wasserflöhe werden gern angenommen. Pflanzliche Ergänzung (Spirulina, Gurke, Zucchini) rundet den Speiseplan ab.
Die Fütterung sollte abends erfolgen, kurz bevor die Beleuchtung ausgeschaltet wird.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Synodontis nigrita ist in Westafrika weit verbreitet und kommt in den Flusssystemen des Niger, Senegal, Gambia, Volta und im Tschadseebecken vor. Die Art bewohnt verschiedene Gewässertypen – von langsam fließenden Flüssen über Seen bis zu saisonal überfluteten Bereichen. Das Wasser ist typischerweise weich bis mittlerer Härte und leicht sauer bis neutral. Der Untergrund besteht meist aus Sand, Schlamm oder Kies mit Strukturen aus Wurzeln und Steinen.