Corydoras agassizii

Deutscher Name: Silberstreifen-Panzerwels

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Brasilien, Peru
Farben:
braun, grau, silber
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Corydoras agassizii
Gattung: Corydoras
Familie: Callichthyidae

Beschreibung

Corydoras agassizii, der Silberstreifen-Panzerwels, wird etwa 6-7 cm groß und gehört zur Familie der Callichthyidae. Der kompakt gebaute Panzerwels zeigt eine silbrig-graue bis gelbliche Grundfärbung mit unregelmäßigen dunklen Punkten auf den Flanken, die sich teilweise zu einem Längsband formen. Charakteristisch sind eine dunkle Augenbinde sowie ein schwarzer Fleck auf der Rückenflosse. Die feinen Barteln sind empfindlich, weshalb ein weicher Sandboden wichtig ist. Im Aquarium zeigt C. agassizii ein ausgeglichenes, ruhiges Schwarmverhalten. Die Tiere durchsuchen in Gruppen beständig den Boden nach Fressbarem und nutzen Laub, Wurzeln und Halbschattenzonen als Rückzugsbereiche. Wie alle Corydoras-Arten besitzt C. agassizii eine modifizierte Darmschleimhaut für fakultative Darmatmung. Das Becken muss daher einen kleinen Spalt zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung aufweisen, damit die Tiere Luft schnappen können.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Empfindliche Barteln, feiner Sand oder sehr feiner Kies erforderlich
  • Bodenbewohner, sehr sozial, Gruppen ab 6 Tieren
  • Fakultative Darmatmung, Spalt zwischen Wasseroberfläche und Abdeckung nötig
  • Geringe Sprungneigung, Abdeckung dennoch sinnvoll
  • Nutzt Laub und Totholz als Rückzugs- und Laichsubstrat
  • Verträglich mit Schnecken, Junggarnelen gefährdet

Vergesellschaftungshinweise

C. agassizii ist ein geselliger Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 6, besser 8-10 Tieren gepflegt werden. In der Gruppe zeigen die Tiere synchronisierte Such- und Ruhephasen, Aggressionen untereinander sind kaum zu beobachten. Das Temperament ist sehr friedlich. Während der Brutzeit treiben Männchen die Weibchen zur Ablaichbereitschaft, ohne aggressive Revierverteidigung.

Verträglichkeit mit Wirbellosen: Schnecken werden toleriert, adulte Garnelen meist ebenfalls. Junggarnelen sind gefährdet, da kleine Garnelenlarven gelegentlich aufgenommen werden können. C. agassizii verträgt sich am besten mit anderen südamerikanischen Arten wie Salmlern, Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen. Ostafrikanische Hartwasserarten sind aufgrund unterschiedlicher Wasserparameter ungeeignet.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen werden größer und kompakter, in der Rückenansicht breiter. Besonders während der Laichzeit erscheinen sie deutlich fülliger. Männchen bleiben schlanker und kleiner. Die Körpergröße beträgt etwa 6-7 cm (TL).

Größe: ca. 6-7 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: 22-26 °C, pH 6,0-7,8, GH 2-15 dGH. Für eine Mindestgruppe ab 6 Tieren wird ein Aquarium mit mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) benötigt. Weicher, fein gekörnter Sandboden oder sehr feiner abgerundeter Kies schont die empfindlichen Barteln. Laub, Totholz und dichter Pflanzenbewuchs schaffen strukturierte Ruheflächen. Moderate Filterung ohne starke Strömung ist empfehlenswert. Fütterung: Sinkendes Granulat oder Tabletten, ergänzt durch Frost- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia und Daphnien. Regelmäßige, kleine Portionen sind besser als seltene große Fütterungen. C. agassizii ist ein pflegeleichter Panzerwels für Aquarianer, die ein naturnahes Südamerika-Becken mit weichem Sand, Laub und gedämpftem Licht einrichten.
Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,0-7,8
Temperatur:
22-26 °C
Beckengröße:
ab 80 cm, 112 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Haftlaicher. Die Zucht gilt als mittelschwierig, dokumentierte Nachzuchterfolge sind vorhanden. Zuchtwerte: 24-26 °C, pH 6,0-7,0, GH max. 10 dGH. Zur Konditionierung werden hochwertige Lebend- und Frostfutter wie Mückenlarven, Tubifex und Enchyträen eingesetzt. Ein signifikanter Wasserwechsel kombiniert mit Temperaturabsenkung und erhöhter Strömung kann das Ablaichen auslösen. Gelegegröße ca. 100 Eier, Inkubation 5-6 Tage. Erstfutter: Infusorien, später Mikrowürmchen und Artemia-Nauplien.

Ernährung/Futterbedarf

Allesfresser mit fleischbetonter Kost. Sinkendes Flocken- oder Granulatfutter, ergänzt durch Futtertabletten für Welse. Frost- und Lebendfutter wie rote und schwarze Mückenlarven, Tubifex, Artemia und Daphnien sind besonders wertvoll. Futter in kleinen Portionen, sinkend reichen. Pflanzenkost spielt nur eine geringe Rolle. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 8-15 Jahre (bei optimaler Pflege)

Natürlicher Lebensraum

Corydoras agassizii stammt aus dem Amazonasbecken in Brasilien und Peru. Die Art bewohnt Gewässer mit sandigen Substraten, Laubablagerungen und Totholzbereichen. Das Wasser ist häufig durch Tannine gefärbt mit leicht saurer, weicher Wasserchemie. Strömungsverhältnisse reichen von langsam bis mäßig.

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