Ctenopoma weeksii

Deutscher Name: Pfauenaugen-Buschfisch

Herkunft:
Kongo
Farben:
beige, braun, gelb, grau, schwarz
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Ctenopoma weeksii
Gattung: Ctenopoma
Familie: Anabantidae

Beschreibung

Der Pfauenaugen-Buschfisch (Ctenopoma weeksii) wird 10–12 cm groß und zeigt eine gedrungene, zur Schwanzwurzel hin etwas abgeflachte Silhouette. Die Grundfärbung reicht von gelblich-braun bis bräunlich, wobei auf jeder Körperseite ein großer dunkler Fleck sitzt. Die Flossen sind überwiegend bräunlich mit dunklem bis schwarzem Rand; bei Erregung oder Erschrecken kann das Muster sehr rasch wechseln und ein marmoriertes Erscheinungsbild annehmen.

Im Aquarium bewegt sich Ctenopoma weeksii überwiegend in den mittleren bis oberen Wasserschichten und zeigt ein lauerndes, ruhiges Auftreten. Als Anabantidae besitzt die Art ein Labyrinthorgan und ist ein obligater Luftatmer, der regelmäßigen Zugang zur Wasseroberfläche benötigt. Die Art nimmt bevorzugt Lebend- und Frostfutter an; Trockenfutter wird oft nur nach längerer Gewöhnungsphase akzeptiert.

Besonderheiten sind die Fähigkeit zu schnellen Farbwechseln bei Erregung und die Tendenz, dichte Schwimmpflanzen und Wurzelbereiche als bevorzugte Aufenthaltsorte zu nutzen.

Sozialverhalten: Einzelgänger
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Ei-Streuer (kein Schaumnestbauer)
  • Labyrinthorgan vorhanden (obligater Luftatmer)
  • Lauernder Räuber, bevorzugt obere bis mittlere Wasserschichten
  • Schneller Farbwechsel bei Erschrecken möglich
  • Bevorzugt dichte Schwimmpflanzen und Wurzelzonen als Deckung
  • Junggarnelen gefährdet, adulte Garnelen meist toleriert
  • Sprungneigung gering, dennoch Abdeckung empfehlenswert
  • Saisonales Laichverhalten in der Natur
  • Sehr lange Lebenserwartung: über 15 Jahre möglich

Vergesellschaftungshinweise

Ctenopoma weeksii kann in Gruppen gehalten werden; werden mehrere Tiere gleichzeitig eingesetzt, verteilen sich Aggressionen auf mehrere Individuen. Das Temperament ist überwiegend ruhig und lauernd; die Tiere agieren eher als Einzelgänger mit gelegentlichen sozialen Interaktionen. Während der Brutzeit können Männchen etwas territorialer werden.

Gegenüber kleineren Fischen besteht Raubfischverhalten: sehr kleine Fische und Jungfische können gefressen werden. Bodenbewohner wie Corydoras werden häufig als kompatibel angesehen. Sehr kleine Junggarnelen sind gefährdet, adulte Garnelen werden in der Regel toleriert; Schnecken sind unproblematisch.

Ctenopoma weeksii eignet sich am besten in Aquarien mit anderen westafrikanischen Arten. Geeignete Beifische sind Pelvicachromis-Arten, friedliche afrikanische Salmler und robuste Synodontis-Arten. Ostafrikanische Hartwasser-Cichliden sind nicht kompatibel.

Geschlechtsdimorphismus

Das Geschlecht ist schwer zu unterscheiden. Männchen weisen mehr Dornen an den Kiemendeckeln auf und besitzen ein raues Schuppenfeld an der Basis des Schwanzstiels, das bei Weibchen fehlt. Männchen haben tendenziell spitzere Rücken- und Afterflossen, während Weibchen eher abgerundete Flossenränder zeigen.

Größe: ca. 10–12 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 6,2–7,2, GH 5–15 °dGH.

Beckengröße: Mindestens 100 cm Kantenlänge (ca. 200 L). Das Becken sollte eine großzügige Grundfläche bieten. Eine dichte Schwimmpflanzendecke ist sehr wichtig, da die Art die Übergangszone zwischen Wurzeln, Pflanzendickicht und offener Wassersäule bevorzugt. Zugang zur Wasseroberfläche ist für die Luftatmung erforderlich.

Strömung: Ruhig bis langsam, keine starke Strömung. Da die Art obligat Luft atmet, muss ein direkter Zugang zur Wasseroberfläche gewährleistet sein.

Beleuchtung: Gedämpft bis moderat. Schwimmpflanzen als Deckung sind essenziell. Dunkles Substrat, Wurzeln und Totholz schaffen natürliche Strukturen.

Das Sprungrisiko ist gering, trotzdem empfiehlt sich ein gut sitzender Aquariendeckel.

Ctenopoma weeksii ist ein reizvoller Buschfisch für Aquarianer, die ein naturnah eingerichtetes Becken mit dichter Schwimmpflanzenbedeckung und ruhigen Mitbewohnern bevorzugen. Halter sollten auf geeignete Beifische aus der gleichen Bioregion achten und sehr kleine Fische sowie Junggarnelen als mögliche Beute vermeiden.

Wasserhärte:
weich bis hart
pH-Wert
6,2–7,2
Temperatur:
24–28 °C
Beckengröße:
ab 100 cm, 200 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Zuchtstatus: selten dokumentiert. Fortpflanzungstyp: Ei-Streuer (kein Schaumnestbauer). Zuchtschwierigkeit: Schwierig.

Das Paar umschlingt sich bei der Paarung in der für Anabantidae typischen Weise, wobei Eier und Sperma gemeinsam freigesetzt werden. Die Eier steigen an die Wasseroberfläche und lagern sich im Bereich der Schwimmpflanzen ab. Die Eltern zeigen keine Brutpflege und können Eier fressen, weshalb sie nach dem Laichen entfernt werden sollten.

Inkubationszeit: Die Eier schlüpfen nach etwa 24 Stunden; die Jungfische schwimmen nach weiteren 2–3 Tagen frei. Erstfutter: Infusorien, nach etwa einer Woche Artemia-Nauplien.

Nachzuchterfolge im Aquarium sind sehr selten dokumentiert.

Ernährung/Futterbedarf

Ctenopoma weeksii ist ein primär karnivor ausgerichteter Räuber. Die Art akzeptiert bevorzugt hochwertiges Lebend- und Frostfutter: Mückenlarven, Artemia, Muschelfleisch, kleine Garnelen, Regenwürmer und Mehlwürmer. Trockenfutter wird meist nicht oder nur nach langer Eingewöhnungsphase angenommen. Lebendfutter dient sowohl der Ernährung als auch der Beschäftigung und fördert natürliches Jagdverhalten.

Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.

Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
ca. 8-10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Ctenopoma weeksii stammt aus dem mittleren Kongobecken in der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo. Die Art besiedelt bevorzugt Uferzonen mit sehr dichter Vegetation, zahlreichen Schwimmpflanzen, Wurzeln und Totholz. Das Substrat ist meist dunkel und schlammig. Die Gewässer weisen geringe bis langsame Strömung auf und sind oft sauerstoffärmer als freie Flussbereiche.

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