Elassoma evergladei

Deutscher Name: Schwarzer Zwergbarsch

Bild: Enrico Richter
Herkunft:
Nordamerika, USA
Farben:
blau, schwarz, weiß
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Elassoma evergladei
Gattung: Elassoma
Familie: Elassomatidae

Beschreibung

Elassoma evergladei ist ein sehr kleiner, gedrungener Fisch aus der Familie Elassomatidae (Zwergsonnenbarsche) mit einer Maximalgroesse von 3,4 cm TL. Weibchen zeigen ueberwiegend braeunliche bis beige Toenungen, waehrend dominante Maennchen zur Balzzeit eine fast schwarze Grundfaerbung mit intensiv irisierenden blauen Flecken entwickeln. Subdominante Maennchen koennen zeitweise die Faerbung von Weibchen annehmen, um Aggressionen zu vermeiden. Im Aquarium sind Elassoma evergladei eher zurueckhaltend und zeigen ein ruhiges, bodennahes Verhalten in dichter Vegetation. Trockenfutter wird in der Regel abgelehnt; Lebendfutter ist Pflicht. Die Art ist eine subtropisch-temperierte Kaltwasserart und benoetigt keine tropische Dauerwaerme. Geeignet fuer Nano- und Biotopbecken nordamerikanischer Praegung.
Sozialverhalten: Harem
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Maennchen entwickeln zur Balz fast schwarze Grundfaerbung mit intensiv irisierenden blauen Flecken
  • Subdominante Maennchen ahmen Weibchenfaerbung nach
  • Trockenfutter wird abgelehnt; Lebendfutter ist Pflicht
  • Kaltwasser-/Subtropikart: kein Heizer noetig, Temperaturen ueber 23 °C vermeiden
  • Geeignet fuer Nano- und Biotopbecken nordamerikanischer Praegung
  • Winterruhe bei 10 bis 15 °C foerdert Fortpflanzungsbereitschaft
  • Sprungneigung gering

Vergesellschaftungshinweise

Elassoma evergladei wird in Gruppen gepflegt (1 Maennchen mit 2 bis 3 Weibchen, oder bei groesseren Becken mehrere Maennchen mit mehr Weibchen). Maennchen besetzen kleine Reviere, Auseinandersetzungen bleiben meist auf Drohgesten und Flossenspreizen beschraenkt. Die Art ist friedlich und zart. Bei Haltung mit groesseren Fischen verblassen die Tiere oft komplett. Artenhaltung oder Vergesellschaftung nur mit sehr kleinen, ruhigen nordamerikanischen Arten. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen sind gefaehrdet, adulte Garnelen werden meist toleriert.

Geschlechtsdimorphismus

Dominante Maennchen werden zur Paarungszeit fast schwarz mit intensiv blau schimmernden Schuppen. Subdominante Maennchen zeigen gelegentlich Weibchenfaerbung. Weibchen bleiben stets braeunlich bis beige. Bei Laichbereitschaft entwickeln Weibchen einen erkennbar runderen Bauch.
Größe: 3,4 cm TL

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 10 bis 23 °C (Optimum 15 bis 22 °C), pH 6,0 bis 7,5, GH 5 bis 12 dGH. Mindestens 40 bis 54 Liter. Dichte Bepflanzung mit bodennahen Pflanzen (Ceratophyllum, Javamoos), Schwimmpflanzen zur Lichtdaempfung. Weiches, dunkles Substrat. Ruhige bis langsame Wasserbewegung. Schwammfilter empfohlen. Abdeckung empfohlen. Kaltwasserart: kein Heizer noetig.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0-7,5
Temperatur:
10-23 °C
Beckengröße:
ab 40-54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Dokumentiert, mittel bis anspruchsvoll. Zuchtwasserwerte: 18 bis 22 °C, pH 6,0 bis 7,0, GH maximal 10 dGH. Eierlegend (Freilaicher). 40 bis 60 Eier pro Laichgang in dicht bewachsenen Bereichen. Kein aktives Brutpflegeverhalten der Eltern. Im gut bepflanzten Becken laicht die Art fast kontinuierlich. Winterruhe bei 10 bis 15 °C als Zuchttrigger empfohlen. Erstfutter: Infusorien, danach Artemia-Nauplien und Mikrowuermer. Trockenfutter wird auch von Jungfischen selten akzeptiert.

Ernährung/Futterbedarf

Fleischfresser. Lebendfutter ist Pflicht: Daphnien, Cyclops, frisch geschluepfte Artemia, Mikrowuermer und Grindal-Wuermer. Gefrostete Alternativen (Baby-Artemia, Mini-Mueckenlarven, Cyclops) als Ergaenzung. Trockenfutter wird von fast allen Exemplaren abgelehnt. Mehrere kleine Portionen taeglich.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
1-3 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Elassoma evergladei besiedelt natuerliche Suesswasserhabitate in Nordamerika, von North Carolina bis Florida und Alabama. In der Natur in sehr flachen Uferbereichen, Sumpf- und Marschgebieten sowie vegetationsreichen Flachwasserzonen. Dichte Unterwasservegetation, Laubansammlungen und feine Strukturen praegen das Habitat.

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