Fundulopanchax spoorenbergi
Beschreibung
Fundulopanchax spoorenbergi ist ein bis zu 8 cm großer Killifisch aus Westafrika, der zur Familie der Nothobranchiidae gehört. Männchen entwickeln eine intensive Färbung mit blauen und roten Akzenten, die besonders in den Flossen zur Geltung kommt. Die Körperform ist schlank und seitlich leicht abgeflacht, typisch für die Gattung.
Im Aquarium zeigt sich F. spoorenbergi als relativ scheuer, aber territorial agierender Killifisch. Männchen können gegenüber Artgenossen und ähnlich gefärbten Arten sehr aggressiv werden. Die Art bevorzugt ruhige, dicht bepflanzte Bereiche und hält sich vorwiegend in der mittleren Wasserschicht auf.
Die Art stammt aus Nigeria und ist an saisonale Gewässer angepasst. Die Eier durchlaufen eine obligate Diapause von etwa 5 Monaten im feuchten Torf, bevor sie zum Schlupf gebracht werden können. Diese lange Inkubationszeit macht die Art zu einer der anspruchsvolleren Killifisch-Arten in der Zucht.
Besonderheiten
- Killifisch mit intensiver Blau-Rot-Färbung der Männchen
- Obligate Diapause der Eier von ca. 5 Monaten
- Männchen untereinander sehr aggressiv
- Hohe Springneigung, Abdeckung unbedingt nötig
- Karnivor: bevorzugt Lebend- und Frostfutter
- Anspruchsvollere Killifisch-Art, für erfahrene Halter
Vergesellschaftungshinweise
Fundulopanchax spoorenbergi ist ein territorial agierender Killifisch, der am besten paarweise oder als Trio (ein Männchen, zwei Weibchen) gehalten wird. Männchen sind untereinander sehr aggressiv und sollten nicht gemeinsam in kleinen Becken gepflegt werden.
Die Vergesellschaftung mit ruhigen, kleinen westafrikanischen Arten ist mit Vorsicht möglich. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen sind gefährdet. Aggressive oder hektische Beifische sind ungeeignet.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen sind deutlich farbenprächtiger mit Blau-, Rot- und Gelbtönen, vor allem in den Flossen. Weibchen bleiben schlichter in Braun- bis Beigetönen und sind etwas kleiner. Die Unterscheidung ist bei adulten Tieren problemlos möglich.
Haltungstipps / Pflege
Wasserwerte: Temperatur 20-24 °C, pH 6,0-7,0, GH 2-10 °dGH. Die Art bevorzugt weiches, leicht saures Wasser und kühlere Temperaturen als viele andere Killifische.
Beckengröße: Ab 112 Liter (80 cm Kantenlänge) für ein Paar oder Trio. Ein dicht bepflanztes Becken mit Schwimmpflanzen, Wurzelholz und dunklem Bodengrund ist ideal. Gedämpftes Licht wird geschätzt.
Filterung und Strömung: Sanfte Filterung mit geringer Strömung. Regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig für das Wohlbefinden.
Sprungrisiko: Hoch! Eine lückenlose Abdeckung ist unbedingt nötig.
Spoorenbergs Prachtkärpfling eignet sich für erfahrene Killifisch-Halter, die bereit sind, ein ruhiges Artbecken mit den spezifischen Anforderungen dieser Art zu pflegen.
Zucht und Fortpflanzung
Fundulopanchax spoorenbergi ist ein Substratlaicher. Die Eier werden in Torfmoos oder feinfaserigem Material abgelegt und durchlaufen eine obligate Diapause von ca. 5 Monaten. Während dieser Zeit werden die Eier in feuchtem Torf bei Zimmertemperatur gelagert. Nach der Ruhephase schlüpfen die Jungfische bei Wasserzugabe.
Die Zucht gilt als schwierig, vor allem wegen der langen Inkubationszeit und der Aggressivität der Männchen. Zuchttemperatur um 22-24 °C, pH leicht sauer. Jungfische nehmen frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien als Erstfutter an.
Ernährung/Futterbedarf
Fundulopanchax spoorenbergi ist ein Fleischfresser (Karnivor). Die natürliche Nahrung besteht aus Insektenlarven, kleinen Krebstieren und Zooplankton. Im Aquarium werden bevorzugt Lebend- und Frostfutter angenommen: Artemia, Mückenlarven, Daphnien, Cyclops und Tubifex. Hochwertiges Granulatfutter wird nach Eingewöhnung teilweise akzeptiert. Pflanzliche Anteile spielen keine Rolle.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Fundulopanchax spoorenbergi stammt aus Nigeria in Westafrika. Die Art besiedelt saisonale Gewässer, kleine Tümpel und langsam fließende Bäche in bewaldeten Gebieten. Diese Habitate trocknen periodisch aus, wobei die Eier im Substrat die Trockenzeit überdauern.
Wilde Wasserwerte können lokal stark variieren und weichen von optimalen Aquariumwerten ab.