Geophagus altifrons

Deutscher Name: Hochstirn-Erdfresser

Herkunft:
Südamerika
Farben:
braun, gelb, silber
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Geophagus altifrons
Gattung: Geophagus
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Geophagus altifrons, der Hochstirn-Erdfresser, ist ein großwerdender Erdfresser-Buntbarsch aus der Familie Cichlidae mit einer Körperlänge von bis zu 30 cm im Aquarium. Der gedrungene, seitlich leicht abgeflachte Körper mit deutlicher Stirnpartie verleiht der Art ihren Trivialnamen. Das leicht endständige Maul dient der typischen Substrat-Siebung: Sand wird aufgenommen, durchs Maul gepresst und wieder ausgespuckt. Im Aquarium präsentiert sich G. altifrons als ruhige, sozial orientierte Art, die überwiegend in mittleren bis unteren Wasserschichten schwimmt. Außerhalb der Fortpflanzungszeit sind die Tiere vergleichsweise friedlich. Geophagus altifrons ist ein ovophiler biparentaler Maulbrüter, bei dem die Eier unmittelbar nach der Ablage ins Maul genommen werden.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Gründelndes, substrate-siftendes Verhalten (Erdfresser)
  • Ovophiler, biparentaler Maulbrüter
  • Hohe Stirnpartie als morphologisches Merkmal
  • Gruppensozialität mit natürlicher Paarbildung
  • Empfindlichkeit gegenüber Haltungsschwankungen; stabile Wasserbedingungen wichtig

Vergesellschaftungshinweise

Geophagus altifrons ist eine gesellige Art und wird in Gruppen von mindestens 5, besser 6–8 Tieren gehalten. Revierverhalten ist im Normalzustand moderat ausgprägt; ausgeprägte Aggressionen gegen gleichgroße Fische sind nicht typisch. Während der Fortpflanzungsphase: Paarbildung und territoriale Verteidigung der Brutbereiche. Vergesellschaftung: Südamerika-typische Arten. Geeignet: Salmler, Panzerwelse (Corydoras), kleine Buntbarsche gleicher Region. Garnelen ungeeignet. Schnecken riskant (kleine/weichschalige gefährdet). Malawi-/Tanganjika-Arten strikt ausschließen.

Geschlechtsdimorphismus

Äußere Geschlechtsunterschiede sind kaum erkennbar; beide Geschlechter ähneln sich in Körperform und Größe. Während der Fortpflanzungsphase wird der Ovipositor des Weibchens sichtbar. Gemeinschaftshaltung zur natürlichen Paarbildung empfohlen.
Größe: ca. 30 cm (TL im Aquarium)

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 26–32 °C, pH 5,0–6,6, GH 0–5 dGH. Weiches, leicht saures Wasser. Beckengröße: Mindestens 180 cm Kantenlänge, ca. 650 L für eine Gruppe von 5–8 Tieren. Einrichtung: Feiner Sand als Substrat (grobes Kies ungeeignet!). Offene Schwimmflächen mit vereinzelten Wurzeln, größeren Steinen und Laubschicht. Torf, Seemandelbaum-Blätter oder Erlenfrüchte zur pH-Absenkung. Filterung: Gute mechanische und biologische Filterung (4–5-faches Beckenvolumen/Stunde). Regelmäßige, substanzielle Wasserwechsel.
Wasserhärte:
weich
pH-Wert
5,0–6,6
Temperatur:
26–32 °C
Beckengröße:
ab 180 cm, ca. 650 L

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Ovophiler biparentaler Maulbrüter. Die Eier werden unmittelbar nach der Ablage auf dem Substrat ins Maul aufgenommen. Beide Elternteile können die Brut tragen und übergeben sie sich gegenseitig. Zuchtschwierigkeit: Mittel. Mehrfach in Aquarien erfolgreich nachgezogen. Einstieg mit einer Gruppe junger Fische, natürliche Paarbildung abwarten. Hochwertige Ernährung und große wöchentliche Wasserwechsel als wichtigste Voraussetzungen.

Ernährung/Futterbedarf

Allesfresser mit starker Komponente der Substrat-Suche. Hochwertige sinkende Pellets oder Granulate als Grundfutter. Ergänzend: Artemia, Cyclops, Mysis (gefriergetrocknet oder tiefgekühlt), Spirulina-Flocken, fein gehacktes Blattgemüse. Sinkende Futtersorten bevorzugen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 8–12 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Geophagus altifrons stammt aus Südamerika und bewohnt Klar- und Schwarzwasserbiotope. Die Art tritt vor allem in unteren Flussabschnitten und überfluteten Várzea-Bereichen auf. Habitate mit feinem Substrat (Sand, weicher Schlamm) und reichlich Laub- und Holzmaterial.

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