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Zierfische, Familie Loricariidae

Blauaugen-Rotflossen-Pleco

Hypostomus soniae (L137)

Der Blauaugen-Rotflossen-Pleco (Hypostomus soniae, L137) ist ein mittelgroßer bis großer Harnischwels der Familie Loricariidae aus der Hypostomus cochliodon-Artengruppe. Die Art erreicht 19–21 cm TL und ist im Handel unter dem Namen ‚Blue Eyed Red Fin Pleco‘ und der L-Nummer L137 bekannt. Der Körperbau ist gedrungen, dorsal erhöht und mit knöchernen Platten gepanzert.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Kupferempfindlich
Blauaugen-Rotflossen-Pleco (Hypostomus soniae (L137))
Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
  • 19–21 cmEndgröße

  • 10-15 JahreLebenserwartung

  • 24-28 °CTemperatur

  • 6,5-7,2pH-Wert

  • 2-12 dGHGesamthärte

  • ab 240 lBeckengröße

Beschreibung

Ein markantes Erkennungsmerkmal sind die leuchtend blauen Augen, die Hypostomus soniae von den meisten anderen Pleco-Arten unterscheiden. Die Flossenfärbung variiert von braun-gefleckt bis hin zu leuchtendem Orange-Rot. Im Aquarium zeigt Hypostomus soniae ein überwiegend ruhiges und bodenorientiertes Verhalten. Die Art ist vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiv und verbringt viel Zeit angeheftet an Scheiben, Steinen oder Holz, wo sie Aufwuchs abweidet und an Holz nagt. Besonders wichtig ist die Anpassung an xylophage Nahrungsaufnahme: Hypostomus soniae nimmt regelmäßig Holzbestandteile auf, die zur Verdauung beitragen. Treibholz ist in der Haltung unverzichtbar.

Haltung und Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 6,5–7,2, GH 2–12 °dGH. Mindestens 120 cm Kantenlänge und ca. 240 Liter, empfohlen 300–400 L. Reich strukturierte Einrichtung mit großen Hohlräumen aus Treibholz, Wurzelholz und stabilen Höhlen. Weiches Holz wie Moorkienholz oder Mangrovenholz muss dauerhaft angeboten werden; hartes Mopani lässt sich nicht abraspeln und ist für Holzfresser ungeeignet, da sie sowohl als Nahrungsquelle als auch zur Beschäftigung dienen. Feiner Sand als Bodengrund. Leistungsfähige Filterung ist wegen der hohen Stoffwechselrate und des erheblichen Abfallaufkommens unerlässlich. Moderate Strömung und gute Sauerstoffversorgung. Regelmäßige Teilwasserwechsel sind obligatorisch. Gedämpfte bis moderate Lichtverhältnisse. Kupferhaltige Medikamente sind zu vermeiden. H. soniae (L137) ist ein charakterstarker Saugwels für erfahrene Aquarianer. Die wichtigsten Voraussetzungen sind ein warmes Becken (24–28 °C), dauerhaftes Holzangebot, leistungsfähige Filterung und Einzelhaltung ohne andere Loricariiden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

Hypostomus soniae ist territorial und gegenüber anderen Loricariiden und Artgenossen intolerant. Einzelhaltung ist die Standardempfehlung. In sehr großen Becken ab 400 Litern mit zahlreichen Höhlen und visuellen Barrieren können erfahrene Halter ein zweites Tier einsetzen, sofern jedes Tier eigene Rückzugsräume erhält. Die Art ist kein Schwarmfisch. Gegenüber nicht konkurrierenden Mitbewohnern verhält sich Hypostomus soniae friedlich. Geeignete Beifische sind mittelgroße, friedliche Salmler, Panzerwelse (Corydoras) und ruhige Buntbarsche aus dem Tapajós-Einzugsgebiet. Andere Loricariiden oder Saugwelse sind zu vermeiden. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen sind gefährdet.

Ernährung

Ernährungstyp: xylophag-detritiv mit omnivorer Ergänzung. Hypostomus soniae weidet Algenbelag, Biofilm, Detritus und Holz ab. Im Aquarium eignen sich sinkende Wafers oder Tabletten für Algenfresser mit Spirulina-Anteil, frisches Gemüse (blanchierte Zucchini, Gurke, Karotte, Kürbis, Süßkartoffel), weiches Holz als Pflichtbestandteil (Moorkienholz, Mangrovenholz – kein hartes Mopani) und gelegentlich gefrorene Mückenlarven oder Artemia als Proteinergänzung.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter. Über die Zucht von Hypostomus soniae im Aquarium liegen bisher keine dokumentierten Berichte vor. Bei verwandten Hypostomus-Arten werden natürliche Brutanlagen in Uferböschungen beschrieben. Die Anforderungen sind im Standardaquarium kaum reproduzierbar. Detaillierte Zuchtdaten (Gelegegröße, Inkubationszeit) sind nicht verfügbar.

Natürlicher Lebensraum

Hypostomus soniae stammt aus dem Tapajós-Flussbecken im brasilianischen Bundesstaat Pará. Die Art bewohnt tropische Flussumgebungen mit klarerem Wasser, holzreichen Strukturen und Unterspülungen. Substrate variieren von sandig bis schlammig mit eingelagertem organischem Material und Treibholz.

Geschlechtsunterschiede

Weibchen zeigen bei Geschlechtsreife von oben betrachtet eine breitere, rundlichere Bauchsilhouette. Männchen sind schlanker, besitzen häufig längere und verdickte Brustflossenstrahlen sowie vermehrt Odontoden an Brustflossen und Schwanzstiel. Die Genitalpapille der Männchen ist spitzer, bei Weibchen eher stumpf oder röhrenförmig.

Gut zu wissen

  • Leuchtend blaue Augen – markantes Erkennungsmerkmal (L137, ‚Blue Eyed Red Fin Pleco‘)
  • Xylophagie: regelmäßiges Aufnehmen und Verarbeiten von Holz als Nahrungsbestandteil
  • Gut ausgeprägte Knochenplatten am Körper
  • Intolerant gegenüber anderen Loricariiden – Einzelhaltung empfohlen
  • Nacht- und dämmerungsaktiv
  • Hohe Stoffwechselrate – regelmäßige Wasserwechsel obligatorisch
  • Kupferempfindlich – kupferhaltige Medikamente vermeiden

Häufige Fragen

Welche Wasserwerte braucht der Blauaugen-Rotflossen-Pleco (L137)?

Hypostomus soniae benötigt eine Temperatur von 24–28 °C, einen pH-Wert von 6,5–7,2 und eine Gesamthärte von 2–12 °dGH. Weiches bis mittelhartes, leicht saures Wasser ist optimal.

Kann man den Blauaugen-Rotflossen-Pleco vergesellschaften?

Hypostomus soniae ist gegenüber anderen Loricariiden intolerant und wird am besten einzeln gehalten. Geeignete Beifische sind friedliche Salmler, Corydoras und ruhige Buntbarsche aus Südamerika.

Kann man den Blauaugen-Rotflossen-Pleco im Aquarium züchten?

Über die Zucht liegen bisher keine dokumentierten Berichte vor. H. soniae ist ein Höhlenbrüter, aber die Reproduktionsbedingungen sind im Standardaquarium kaum herstellbar.

Was frisst der Blauaugen-Rotflossen-Pleco?

Hypostomus soniae ist ein xylophager Aufwuchsfresser. Weiches Holz (Moorkienholz, Mangrovenholz) ist ein Pflichtbestandteil der Ernährung. Ergänzt wird durch Algentabletten, blanchiertes Gemüse und gelegentlich Frostfutter.

Hinweis zu den Daten

Disclaimer

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Fragen und Erfahrungen

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Passt ins Becken dazu

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Großpunkt-Erdfresser

Buntbarsche

Großpunkt-Erdfresser

Geophagus megasema

  • Endgröße: bis 20 cm
  • Becken: ab 400 l
  • Temperatur: 22-30 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Prachtkopfsteher

Salmler

Prachtkopfsteher

Anostomus anostomus

  • Endgröße: 16 cm (TL)
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 22-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,5-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Liniendornwels (Platydoras costatus) mit hellen Längsstreifen auf Sand

Dornwelse

Liniendornwels

Platydoras costatus

  • Endgröße: bis 25 cm
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 5,8-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittel

Aus Südamerika, Wasserwerte passen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Rhizompflanzen

Große Amazonas-Schwertpflanze

Echinodorus bleheri

  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Licht: mittel bis viel
  • Temperatur: 22-26 °C
  • pH-Wert: pH 6,5-7,5
  • Platz im Becken: Hintergrundpflanze
  • Wasserhärte: weich bis hart

Passende Pflanze: Echinodorus

Ähnliche Arten

Aus der Gruppe Harnischwelse, ähnlich groß.

Alle Zierfische
Blauaugen-Harnischwels (L137)

Harnischwelse

Blauaugen-Harnischwels (L137)

Hypostomus soniae

  • Endgröße: bis 21 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7,5
  • Wasserhärte: weich bis hart
  • Schwierigkeit: Mittelschwer

Schwarmfisch, friedlich

Störwels

Harnischwelse

Störwels

Sturisomatichthys festivum

  • Endgröße: bis 20 cm
  • Becken: ab 300 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6,4-7,5
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

In der Gruppe halten, friedlich

Blauer Phantomwels L128

Harnischwelse

Blauer Phantomwels L128

Hemiancistrus sp.

  • Endgröße: bis 20 cm
  • Becken: ab 450 l
  • Temperatur: 25-30 °C
  • pH-Wert: pH 6-7
  • Wasserhärte: weich bis mittelhart
  • Schwierigkeit: Mittel

Einzelgänger, territorial

Weinender Peitschenwels

Harnischwelse

Weinender Peitschenwels

Loricaria sp. Rio Atabapo

  • Endgröße: 20 cm
  • Becken: ab 240 l
  • Temperatur: 24-28 °C
  • pH-Wert: pH 6-7
  • Wasserhärte: weich
  • Schwierigkeit: Mittel

Schwarmfisch, friedlich

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