Mastacembelus erythrotaenia

Deutscher Name: Feuerstachelaal

Herkunft:
Borneo, China, Indonesien, Malaysia, Mexiko
Farben:
braun
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Mastacembelus erythrotaenia
Gattung: Mastacembelus
Familie: Mastacembelidae

Beschreibung

Der Feuerstachelaal (Mastacembelus erythrotaenia) ist ein langgestreckter Stachelaal aus der Familie Mastacembelidae mit einer Größe von bis zu 100 cm. Die Färbung ist kontrastreich: Kopf und vorderer Körperbereich zeigen rote und schwarze Längsbänder, der hintere Körper rote Flecken auf schwarzem Grund, die Flossenränder sind weißlich abgesetzt. Im Aquarium zeigt die Art typisches Boden- und Versteckverhalten. Mastacembelus erythrotaenia ist nacht- und dämmerungsaktiv und bewegt sich bevorzugt nahe dem Substrat entlang von Wurzeln und Steinen. Die Art nutzt Höhlen und dichte Bepflanzung als Rückzugsorte.
Sozialverhalten: Einzelgänger
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Bekannter Springer, lückenlose Abdeckung ist unerlässlich
  • Nacht- und dämmerungsaktiv, tagsüber stark zurückgezogen
  • Räuberisch gegenüber kleinen Fischen und Wirbellosen
  • Rostralfortsätze an der Schnauzenspitze zur Nahrungssuche
  • Stachelige Rückenflossenstrahlen, können sich beim Handling verhaken
  • Sandsubstrat zum Eingraben, Filtereinläufe sichern

Vergesellschaftungshinweise

Mastacembelus erythrotaenia wird einzeln gehalten. Die Art zeigt Aggressionen gegenüber Artgenossen und territoriale Auseinandersetzungen. In sehr großen Becken mit vielen Verstecken können Gruppen ab fünf Tieren funktionieren. Garnelen sind ungeeignet. Kleine Fische werden als Beute betrachtet. Die Vergesellschaftung gelingt mit größeren, robusten Fischen aus Südostasien, die zu groß sind, um als Beute angesehen zu werden.

Geschlechtsdimorphismus

Weibchen wirken bei Laichbereitschaft deutlich fülliger im Bauchbereich. Männchen sind schlanker. Hinsichtlich der Körpergröße sind beide Geschlechter vergleichbar.
Größe: bis 100 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: 24-28 °C, pH 6,0-7,0, GH 5-12 °dGH. Mastacembelus erythrotaenia benötigt aufgrund seiner Größe ein sehr großes Aquarium mit mindestens 120 cm Kantenlänge und 500 Litern. Feinkörniger Sand als Substrat, große Wurzelstrukturen, Steintunnel und dichte Bepflanzung bieten Verstecke. Die Strömung sollte moderat bis schwach sein. Leistungsstarke Filtration bei stabiler Wasserqualität ist wichtig. Diese Art ist ein bekannter Springer! Eine lückenlose Abdeckung des Aquariums ist unerlässlich. Dämmerungsorientierte Beleuchtung unterstützt das natürliche Aktivitätsmuster.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0-7,0
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
ab 120cm, 240 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Mastacembelus erythrotaenia ist eierlegend. Dokumentierte Zuchterfolge im Aquarium sind selten und meist zufällig. Saisonale Veränderungen (Wasserstand, Temperatur) können als Laichauslöser wirken. Die Zucht gilt als schwer.

Ernährung/Futterbedarf

Mastacembelus erythrotaenia ist ein Allesfresser mit räuberischer Tendenz. In der Natur werden kleine Fische, Wirbellose, Pflanzenmaterial und Detritus aufgenommen. Im Aquarium werden Mysis, Artemia, Blutwürmer, Garnelenfleisch und sinkende Pellets für karnivore Bodenfische angenommen. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 8-10 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Mastacembelus erythrotaenia besiedelt träge fließende Niederungsgewässer, Überschwemmungsgebiete und langsam fließende Flussabschnitte in Südostasien (Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Malaysia, Indonesien). Die Habitate zeichnen sich durch dichte Pflanzenbestände, Wurzelwerk und schlammig-sandiges Substrat aus.

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Die Wasserhärte für Feuerstachelaale sollte mindestens 12° dGH betragen und der pH-Wert > 7 sein, da es sich bei den Tieren eigentlich um Brackwasserbewohner handelt.
Werte unterhalb dieser von mir angegebenen können zu Futterverweigerung und Hautschäden führen.

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