Megalamphodus sweglesi Albino
Beschreibung
Der Rote Phantomsalmler (Megalamphodus sweglesi) ist ein kleiner Schwarmfisch aus der Familie der Salmler (Characidae) und erreicht eine Körperlänge von etwa 3,5 bis 4,5 cm. Die hier gezeigte Albino-Form ist eine Zuchtvariante mit stark aufgehelltem Körper und rötlichen Augen; die typische Pigmentierung fehlt weitgehend. Die Wildform stammt aus dem Einzugsgebiet des Orinoco in Kolumbien und Venezuela, wo die Art weiche, leicht saure Gewässer mit dichter Ufervegetation bewohnt. Der Rote Phantomsalmler ist ein ausgeprägter Schwarmfisch und sollte in einer Gruppe von mindestens acht bis zehn Tieren gehalten werden. Im Aquarium bewegt er sich vorwiegend in der mittleren Wasserschicht und zeigt ein ruhiges, friedliches Wesen. Weiches, leicht saures Wasser und eine strukturreiche Einrichtung mit Wurzeln, feinfiedrigen Pflanzen und gedämpftem Licht kommen den Bedürfnissen der Art am nächsten.
Besonderheiten
- Albino-Zuchtform des Roten Phantomsalmlers mit reduzierter Pigmentierung und rötlichen Augen
- Ausgeprägter Schwarmfisch, Haltung ab acht bis zehn Tieren
- Friedlicher Salmler für weiches, leicht saures Wasser
- Hält sich vorwiegend in der mittleren Wasserschicht auf
- Neigt in zu kleiner Gruppe gelegentlich zum Flossenzupfen
Vergesellschaftungshinweise
Megalamphodus sweglesi, auch als Roter Phantomsalmler Albino im Handel bekannt, ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in der Natur in Gruppen lebt und sich nur in Gesellschaft von Artgenossen sicher fühlt; daher empfiehlt sich im Aquarium eine Haltung von mindestens 8–10 Tieren, um arttypisches Verhalten und Wohlbefinden zu gewährleisten. Als friedlicher Salmler eignet er sich gut für die Vergesellschaftung mit anderen ruhigen, nicht zu großen Schwarmfischen wie Neonsalmlern, Glühlichtsalmlern oder Keilfleckbärblingen sowie mit friedlichen Bodenbewohnern wie Panzerwelsen oder kleinen Harnischwelsen. Zu vermeiden sind aggressive oder sehr lebhafte Arten wie Buntbarsche, größere Barben oder Flossenzupfer wie Sumatrabarben, da diese den Phantomsalmler stressen oder verletzen können; ebenso sollten sehr kleine Beutefische nicht mitgeführt werden, da sie als Nahrung angesehen werden könnten, und langflossige Fische wie Guppys oder Kampffische sind ungeeignet, da Megalamphodus sweglesi gelegentlich zu Flossenzupfen neigt.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen besitzen eine höhere, spitzer ausgezogene Rückenflosse, während Weibchen fülliger im Körper bleiben und eine kürzere Rückenflosse tragen. Bei der Albino-Form sind die sonst farblichen Unterschiede stark reduziert, sodass die Flossenform das wichtigste Unterscheidungsmerkmal bleibt.
Haltungstipps / Pflege
Der Rote Phantomsalmler benötigt ein gut strukturiertes Aquarium mit weichem, leicht saurem Wasser, freien Schwimmzonen und ausreichend Versteckmöglichkeiten. Empfehlenswert sind Wurzelholz, feinfiedrige Pflanzen, eine dichte Randbepflanzung sowie eine gedämpfte Beleuchtung, etwa durch Schwimmpflanzen. Als Schwarmfisch sollte die Art in einer Gruppe ab acht bis zehn Tieren gehalten werden. Eine zuverlässige Filterung mit ruhiger bis mäßiger Strömung, regelmäßige Teilwasserwechsel und die Kontrolle der Wasserwerte sorgen für stabile Bedingungen. Futterreste sollten zeitnah entfernt werden, um die Wasserqualität zu erhalten.
Zucht und Fortpflanzung
Der Rote Phantomsalmler ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht gilt als anspruchsvoll und gelingt am besten in einem separaten, dicht mit feinfiedrigen Pflanzen oder einem Laichgitter eingerichteten Ansatzbecken. Weiches, leicht saures Wasser mit einem pH-Wert um 5,5 bis 6,5 und gedämpftes Licht regen das Ablaichen an. Die Eier werden frei zwischen den Pflanzen abgegeben und fallen zu Boden; die Elterntiere stellen ihnen nach und sollten nach dem Ablaichen entfernt werden. Die Eier reagieren empfindlich auf Licht. Die Jungfische schlüpfen nach ein bis zwei Tagen und werden mit feinstem Staubfutter und danach mit Artemia-Nauplien aufgezogen.
Ernährung/Futterbedarf
Diese Art ist ein typischer Omnivor, der sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung benötigt, da eine reine Pflanzenkost zu Mangelerscheinungen und eine ausschließliche Fleischkost zu Verdauungsproblemen führen würde; in der Natur werden unter anderem kleine Krebstiere und Insektenlarven gefressen. Im Aquarium sollte hochwertiges Flocken- oder Granulatfutter etwa 70–80 % der täglichen Ration ausmachen, ergänzt durch abwechslungsreiche Gaben von Lebend- oder Frostfutter wie Artemia und Mückenlarven sowie gelegentlich blanchiertes Gemüse wie Zucchini oder Spinat, wobei diese Ergänzungen idealerweise 2- bis 3-mal pro Woche angeboten werden. Die Fütterung erfolgt optimal 2- bis 3-mal täglich in Portionen, die innerhalb von 3 Minuten vollständig aufgenommen werden, wobei Futterreste stets zeitnah zu entfernen sind, da diese Art zu Überfressen neigt und daher kontrollierte Mengen besonders wichtig sind.
Natürlicher Lebensraum
Die Wildform des Roten Phantomsalmlers stammt aus dem Einzugsgebiet des Orinoco in Kolumbien und Venezuela. Dort bewohnt die Art weiche, leicht saure Gewässer wie langsam fließende Bäche und Nebenflüsse mit dichter Ufervegetation, Laubstreu und untergetauchtem Wurzelwerk. Die im Handel angebotene Albino-Form ist eine Zuchtvariante dieser Art.