Melanotaenia parkinsoni

Deutscher Name: Parkinsons Regenbogenfisch

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Neuguinea
Farben:
gelb, lila, orange
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Melanotaenia parkinsoni
Gattung: Melanotaenia
Familie: Melanotaeniidae

Beschreibung

Melanotaenia parkinsoni, im Deutschen als Parkinsons Regenbogenfisch bekannt, ist ein kompakt gebauter Regenbogenfisch mit einer Gesamtlänge von bis zu 14 cm. Der Körper ist gestreckt und seitlich leicht abgeflacht, typisch für die Gattung. Weibchen bleiben mit rund 9–11 cm deutlich kleiner. Männchen zeigen während der Balz charakteristische orangefarbene bis violette Längsstreifen, die sich zu großflächigen Farbfeldern ausweiten können – ein artspezifisches Merkmal, das diese Art von verwandten Regenbogenfischen unterscheidet. Die Originalfärbung zeigt einfarbig orange oder gelbe Flossen mit dunklen Säumen sowie gelbe oder orangefarbene Horizontalstreifen auf der hinteren Körperhälfte. Im Aquarium präsentiert sich M. parkinsoni als aktiver Mittelschwimmer mit ausgeprägtem Bewegungsdrang. Die Art nutzt bevorzugt freie Schwimmzonen, ist ständig in Bewegung und zeigt in einer Gruppe ein dynamisches Sozialverhalten mit kurzen Rivalitätsphasen zwischen Männchen zur Balzzeit. Insgesamt gilt die Art als ruhig und wenig aggressiv gegenüber ähnlich großen, friedlichen Mitbewohnern. Besonders hervorzuheben sind die Balzverhaltensweisen der Männchen, die mit farblichem Aufleuchten und seitlichen Darstellungen um Weibchen werben. Dieses Verhalten ist für Aquarianer gut sichtbar und trägt zur Beliebtheit der Art bei Hobbyzüchtern bei. Aufgrund ihrer ausgeprägten Schwarmneigung wirkt die Haltung in passenden Gruppen besonders naturnah.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Typischer Schwarmfisch mit ausgeprägtem Bewegungsdrang im mittleren Schwimmbereich
  • Männchen entwickeln während der Balz charakteristische Längsstreifen, die sich zu großflächigen Farbfeldern ausweiten können
  • Weitgehend verträglich mit Schnecken
  • Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen meist unproblematisch
  • Anpassungsfähig an leicht alkalische Bedingungen im Aquarium
  • Im Handel vorwiegend Nachzuchten verfügbar
  • Regenbogenfische hybridisieren leicht – bei Zuchtabsicht nur eine Art pro Becken halten

Vergesellschaftungshinweise

Melanotaenia parkinsoni ist ein typischer Schwarmfisch. Die empfohlene Mindestgruppe beträgt sechs Tiere, sinnvoll sind Gruppen von acht bis zehn Individuen, um ein natürliches Sozialgefüge und Flossenspiele zu ermöglichen. In größeren Gruppen verteilt sich eventuelle Rangordnungskonkurrenz besser, wodurch aggressive Interaktionen selten und meist harmlos bleiben. Das Temperament ist überwiegend friedlich; normale Interaktionen bestehen aus kurzem Verjagen und Schaukämpfen zwischen Männchen während der Balz, die selten in ernsthafte Verletzungen ausarten. Gegenüber bodenbewohnenden und scheueren Arten verhält sich M. parkinsoni in der Regel unproblematisch, solange ausreichend Schwimmraum vorhanden ist. Schnecken werden weitgehend toleriert. Sehr kleine Junggarnelen können gefährdet sein, während adulte Garnelen in der Regel sicher bleiben. Für eine artgerechte Vergesellschaftung eignen sich andere Regenbogenfische, Pseudomugil-Arten und allgemein friedliche Schwarmfische aus der Bioregion Australien/Ozeanien. Nicht geeignet sind afrikanische Buntbarsche wie Malawi- oder Tanganjika-Arten, da diese ökologisch und verhaltensbiologisch inkompatibel sind und andere Ansprüche an Wasserchemie und Sozialsysteme haben.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen werden größer (bis 14 cm) und zeigen deutlich intensivere Färbung mit charakteristischen orangefarbenen bis violetten Längsstreifen. Weibchen bleiben mit rund 9–11 cm kleiner und sind farblich zurückhaltender. Männchen entwickeln zudem einen tieferen Körper und längere Rücken- sowie Afterflossen. Diese Unterschiede werden besonders während der Balzzeit deutlich.
Größe: M: ca. 14 cm, W: ca. 9–11 cm

Haltungstipps / Pflege

Wasserwerte: Temperatur 24–28 °C, pH 7,5–7,8, GH 6–8 °dGH. Für eine artgerechte Haltung sind lange Becken mit großem Schwimmraum nötig. Angesichts einer möglichen Gesamtlänge von bis zu 14 cm wird ein Aquarium mit mindestens 120 cm Kantenlänge und ca. 170 Liter empfohlen. Im Aquarium sollten weitgehend offene Schwimmzonen zur Verfügung stehen, ergänzt durch einzelne Pflanzengruppen und vereinzelte Strukturen aus Wurzeln oder Steinen als Ruhe- und Rückzugsplätze. Fein- bis mittelblättrige Pflanzen sind gut geeignet und bieten zudem Unterlagen für Ablaichzwecke. Als Bodengrund empfiehlt sich dunkler, feiner Kies, der die Farben der Fische vorteilhaft zur Geltung bringt. Eine effiziente Sauerstoffversorgung durch gute Filterung und leicht bis mäßig bewegtes Wasser ist wichtig. Obwohl die Art keine starke Strömung benötigt, profitieren die Tiere von einer gut durchlüfteten Wasserführung, die das natürliche Habitat mit leichter Strömung widerspiegelt. Eine mittlere bis kräftige Beleuchtung unterstützt pflanzliches Wachstum und bringt die Farbigkeit der Männchen zur Geltung. Eine Abdeckung des Aquariums wird empfohlen, da aktive Schwarmfische bei Schreck oder Unruhe springen können. Melanotaenia parkinsoni ist eine pflegeleichte Art für Aquarianer, die Wert auf aktive, farbige Schwarmfische legen. Entscheidend für eine erfolgreiche Haltung sind ausreichend lange Becken mit offenem Schwimmraum, stabile Wasserqualität im angegebenen Bereich und eine artgerechte Gruppengröße.
Wasserhärte:
weich
pH-Wert
7,5-7,8
Temperatur:
24-28 °C
Beckengröße:
ab 120cm, 240 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp: Haftlaicher Zuchtschwierigkeit: einfach Die Fortpflanzung von Melanotaenia parkinsoni ist gut dokumentiert und gilt im Hobby als unkompliziert. Die Art ist ein Haftlaicher, der seine Eier vorzugsweise an feinfiedrigen Pflanzen oder speziellen Laichmatten absetzt. Die Männchen stimulieren durch Balzverhalten die Weibchen zur Ablage; eine aktive Brutpflege durch die Elterntiere findet nicht statt. Für erfolgreiche Nachzuchten bieten sich dichte Pflanzenbereiche oder spezielle Laichmatten an, an denen die Eier sicher haften können. Regenbogenfische hybridisieren in Aquarien leicht – wer die Art reinerbig erhalten möchte, sollte nur eine Melanotaenia-Art pro Becken halten.

Ernährung/Futterbedarf

Melanotaenia parkinsoni ist ein Allesfresser mit tendenziell fleischbetonter Präferenz. Im Aquarium akzeptiert die Art eine breite Palette an Futterangeboten. Empfohlen werden abwechslungsreiche Futtermischungen aus hochwertigem Trockenfutter sowie lebenden oder gefrorenen Futtermitteln. Geeignete Futtersorten: Qualitatives Flocken- und Granulatfutter mit hohem Proteinanteil, gefrorene oder frische Insektenlarven und kleine wirbellose Kost wie Artemia oder Cyclops. Gelegentlich pflanzliche Komponenten wie Spirulina-Flocken zur Ausgewogenheit. Jungtiere profitieren von proteinreicher, feiner Nahrung wie Artemia-Nauplien. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 5–8 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Melanotaenia parkinsoni ist endemisch im Südosten von Papua-Neuguinea und besiedelt dort langsam fließende Tieflandbäche, Küstenbäche und Tümpel, häufig in bewaldeten Gebieten. Die Fundorte erstrecken sich von der Region um den Kemp Welsh River bis nach Alotau. Die bevorzugten Habitate sind flache, lichte Gewässer mit reichlich Wasserpflanzen und strukturgebenden Elementen. In der Natur findet man die Art in Zonen mit guter Sauerstoffversorgung und neutral bis leicht alkalischem Wasser bei moderater bis erhöhter Härte.

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