Hallo, habe bei den Bildern gesehen das es auch daffodil Albino gibt wären solche Tiere auch zu bekommen?
lg Rene
Zierfische, Familie Cichlidae
Kaiserin von Zambia Neolamprologus pulcher
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Neolamprologus pulcher, im Handel auch als Daffodil-Buntbarsch bekannt, ist ein kompakter Tanganjikasee-Cichlide und erreicht eine Gesamtlänge von 8-10 cm. Die hellbraune bis beigefarbene Grundfarbe ist mit gelben und bläulich-violetten Flecken übersät.
- Schwierigkeit: Mittel
- Gruppenhaltung
- Territorial

10 cmEndgröße
8-10 JahreLebenserwartung
24-27 °CTemperatur
8-8,6pH-Wert
10-20 °dGHGesamthärte
ab 240 lAquariengröße
Beschreibung
Leuchtend gelbe bis orangefarbene Flossenansätze, ein eisblauer Saum an der lyraförmigen Schwanzflosse und zwei sichelförmige dunkle Streifen auf dem Kiemendeckel prägen das Erscheinungsbild. Im Handel existieren mehrere Farbmorphen aus unterschiedlichen Lokalitäten. Im Aquarium zeigt die Art ein abwechslungsreiches Verhalten: Innerhalb der Kolonie herrscht kooperative Brutpflege mit komplexer Hierarchie. Einzelne Paare oder Familiengruppen verteidigen ihre Höhlenplätze energisch. Jungfische und subadulte Tiere beteiligen sich aktiv am Sozialleben. Die ausgeprägte Kooperationsbereitschaft in der Brutpflege mit Etagenzucht durch ältere Geschwister ist die herausragende Besonderheit dieser Art.
Haltung und Pflege
Wassertemperatur 24-27 °C, pH-Wert 8-8,6 und Gesamthärte 10-20 °dGH. Diese Werte sind für die stabile Haltung essenziell. Als Mindestbeckengröße empfehlen sich 120 cm Kantenlänge und 240 Liter für eine Kolonie. Das Aquarium sollte überwiegend felsig eingerichtet sein: stabile Gesteinsaufbauten, Spalten, Röhren und Höhlen schaffen Revier- und Brutplätze. Sandiger Bodengrund ist ideal. Pflanzen können sparsam eingesetzt werden, robuste Arten, die alkalische Bedingungen vertragen. Moderate Strömung und leistungsfähige Filterung sichern sauberes Wasser. Regelmäßige Wasserwechsel stabilisieren die Chemie. Bei guter Pflege liegt die Lebenserwartung bei ca. 8-10 Jahren.
Passt das Wasser bei dir?
Verhalten und Vergesellschaftung
Neolamprologus pulcher ist eine soziale Art, die in Gruppen oder Kolonien gehalten wird. In der Natur bildet sie große Familienverbände mit klarer Hierarchie, wobei ein dominantes Paar mit Hilfspersonen (ältere Geschwister) gemeinsam Brutpflege betreibt. Mehrere Tiere sollten zusammengesetzt werden, damit das natürliche Sozialverhalten möglich wird. Innerhalb der Kolonie sind die Tiere relativ friedlich und sozial. Während der Brutzeit werden Reviere und Bruthöhlen aggressiv verteidigt. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen können gefressen werden, adulte Garnelen sind meist sicher. Geeignete Mitbewohner: andere Tanganjikasee-Cichliden wie Cyprichromis (Freiwasser), Julidochromis oder kleinere Shell-Dweller. Synodontis-Arten passen ebenfalls. Nicht geeignet: Corydoras, Otocinclus, Ancistrus, Neocaridina, Paracheirodon, Apistogramma oder Hyphessobrycon.
Ernährung
Neolamprologus pulcher ist ein Allesfresser mit Tendenz zu proteinreicher Kost. Hochwertige Flocken oder Granulate bilden das Grundfutter. Ergänzend sind Artemia, Mysis, Krill und Cyclops als Lebend- oder Frostfutter empfehlenswert. Pflanzliche Bestandteile wie Spirulina tragen zur Farbintensität und Verdauung bei. Jungfische benötigen feines Futter wie Artemia-Nauplien.
Zucht
Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter (Substratlaicher) mit kooperativer Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als einfach. Paare legen Eier in Höhlen ab, ältere Geschwister und Gruppenhelfer unterstützen bei Bewachung und Nahrungsversorgung. Empfohlene Zuchtwerte: Temperatur 26-27 °C, pH 8-9, GH bis 25 °dGH. Reichliche Gabe von Lebend- und Frostfutter zur Konditionierung. Gelegegrößen 40-200 Eier. Inkubation bei 26 °C in ca. 48-72 Stunden, Jungfische nach etwa 7 Tagen freischwimmend. Erstfutter: Artemia-Nauplien, Mikrowürmer und feines Staubfutter. Ältere Geschwister helfen aktiv bei der Aufzucht.
Zuchtwasser: 26 bis 27 °C, pH 8 bis 9, bis 25 °dGH
Natürlicher Lebensraum
Neolamprologus pulcher ist endemisch im Tanganjikasee in Ostafrika und besiedelt felsige Küstenzonen. Das Habitat besteht aus klaren, alkalischen Gewässern mit Felsformationen, Spalten und Höhlen. Sandige Bodengründe zwischen den Felsblöcken dienen als Nahrungs- und Aufwuchsflächen. Die Strömung ist mäßig. Die Art lebt in engen sozialen Verbänden, die sich um Höhlen und Reviere gruppieren.
Geschlechtsunterschiede
Der Geschlechtsdimorphismus ist schwach ausgeprägt. Männchen können im Durchschnitt etwas größer werden, doch diese Unterschiede sind individuell stark variabel. Eine sichere Geschlechtsbestimmung gelingt in der Regel nur anhand der Laichpapille oder durch Beobachten des Ablaichvorgangs.
Gut zu wissen
- Kooperative Brutpflege und Etagenzucht: ältere Geschwister helfen bei der Aufzucht
- Lyraförmige Schwanzflosse mit eisblauem Saum als Erkennungsmerkmal
- Mehrere Lokalfarbmorphen im Handel, darunter die Daffodil-Form
- Substrat- und Höhlenlaicher mit intensiver Elternpflege
- Starke Höhlenbindung: benötigt zahlreiche Verstecke und Brutplätze
- Geringes Sprungrisiko, Abdeckung dennoch empfehlenswert
- Schnecken werden toleriert, Junggarnelen gefährdet
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht die Kaiserin von Zambia?
Temperatur 24-27 °C, pH 8-8,6 und GH 10-20 °dGH. Stabiles, hartes und alkalisches Wasser nach Tanganjikasee-Vorbild ist Voraussetzung.
Kann man die Kaiserin von Zambia vergesellschaften?
Ja, mit anderen Tanganjikasee-Cichliden wie Cyprichromis, Julidochromis oder Shell-Dwellern. Synodontis-Arten passen ebenfalls. Weichwasserarten aus Südamerika oder Südostasien sind nicht geeignet.
Wie züchtet man die Kaiserin von Zambia?
Die Zucht gilt als einfach. N. pulcher ist ein Höhlenbrüter mit kooperativer Brutpflege. Ältere Geschwister helfen bei der Aufzucht. Gelegegrößen: 40-200 Eier, Freischwimmen nach ca. 7 Tagen.
Wie groß muss das Aquarium für die Kaiserin von Zambia sein?
Mindestens 120 cm Kantenlänge und 240 Liter für eine Kolonie. Felsige Einrichtung mit vielen Höhlen und Spalten ist essenziell für das kooperative Sozialverhalten.
Hinweis zu den Daten
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 22. Oktober 2018
Rene
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