Chitala chitala
Beschreibung
Der Tausenddollarfisch (Chitala chitala) ist ein langgestreckter Messerfisch mit seitlich stark abgeflachtem Körper und wellenförmigem Afterflossenrand, der über 100 cm SL erreicht. Die Grundfärbung reicht von silbrig-grau bis goldig mit goldenen bis silbernen Querstreifen am Rücken. Im hinteren Körperbereich finden sich kleine dunkle, nicht-ocellierte Flecken – das Unterscheidungsmerkmal zur verwandten C. ornata mit ocellierten Spots.
Chitala chitala ist nachtaktiv und zeigt als Lauerjäger typisches Ansitzverhalten am Bodengrund. Für normale Heimaquarien ist die Art vollkommen ungeeignet. Taxonomie-Hinweis: „Notopterus chitala“ ist veraltet.
Besonderheiten
- Nachtaktiv und Lauerjäger mit Ansitzverhalten am Bodengrund
- Über 100 cm SL – für normale Heimaquarien nicht geeignet
- Territorial und gegenüber Artgenossen sehr aggressiv
- Substrat-Laicher mit väterlicher Brutpflege (kein Schaumnestbauer!)
- Obligater Karnivor – Räuber auf Fische, Krebstiere und Wirbellose
Vergesellschaftungshinweise
Chitala chitala ist territorial und gegenüber Artgenossen sehr aggressiv. Einzelhaltung ist der Regelfall. Kleinere Fische werden als Beute gefressen. Während der Brutpflege verteidigt das Männchen das Gelege vehement.
Garnelen, Krebse und Schnecken werden je nach Größe gefressen. Vergesellschaftung nur mit sehr großen, robusten Fischen, die als Beute nicht infrage kommen.
Geschlechtsdimorphismus
Weibchen werden fülliger bei Geschlechtsreife. Männchen haben eine spitzere Genitalpapille. Geschlechtsreife erst ab ca. 75 cm SL.
Haltungstipps / Pflege
Temperatur 20–28 °C, pH 6,0–8,0, GH 5–15 dGH. Aufgrund der Körpergröße über einem Meter vorwiegend für Spezialanlagen oder öffentliche Aquarien geeignet. Zahlreiche stabile Verstecke in Bodennähe (massive Wurzeln, Baumstämme, Höhlen). Feiner Sand als Substrat. Gedämpfte Beleuchtung.
Moderate Strömung. Sehr leistungsfähige Filterung. Wöchentliche Wasserwechsel von 50–70 %. Kein Säugetierfleisch füttern.
Chitala chitala ist eine eindrucksvolle, aber für normale Heimaquarien vollkommen ungeeignete Art.
Zucht und Fortpflanzung
In Gefangenschaft nicht dokumentiert. In der Natur: Substrat-Laicher – Weibchen legen Eier an Baumstümpfen oder Pfählen ab. Männchen bewacht und pflegt das Gelege aktiv (väterliche Brutpflege). Laichen saisonal während der Monsunzeit (Mai bis August). Geschlechtsreife erst ab ca. 75 cm SL.
Ernährung/Futterbedarf
Obligater Karnivor. Natürliche Nahrung: Fische, Krebstiere, Weichtiere, Insekten. Im Aquarium: kleine Fische, Garnelen, Muschelfleisch, Regenwürmer, Insektenlarven. Kein Säugetierfleisch (Rinderherz, Hühnchen) – Lipide werden nicht richtig metabolisiert.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Chitala chitala stammt vom Indischen Subkontinent: Flusssysteme Indus, Ganges-Brahmaputra und Mahanadi in Indien, Pakistan, Nepal und Bangladesch. Stehende bis langsam fließende Gewässer, überflutete Auen, Seitenarme und Seen mit versunkenen Baumstämmen und dichter Ufervegetation.