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Zierfische, Familie Loricariidae

Nhamunda-Peckoltia (L477) Peckoltia sp. „Alto Rio Nhamunda“

Redaktion my-fish, aktualisiert am

Peckoltia sp. „Alto Rio Nhamunda“, im Handel als L477 bekannt, ist ein auffällig gezeichneter Harnischwels mit markantem Tigermuster. Der Körper zeigt dunkelbraune bis schwarze Streifen und Bänder auf goldgelbem Grund, wobei Individuen je nach Fundort in der Zeichnung variieren können. Typisch sind der flache Kopf, die saugnapfartige Mundpartie und der seitlich abgeflachte Körper.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Paarweise
  • Friedlich
  • Kupferempfindlich
  • bis 15 cmEndgröße

  • 5-8 JahreLebenserwartung

  • 25-29 °CTemperatur

  • 5,5-7,5pH-Wert

  • 2-6 °dGHGesamthärte

  • ab 160 lAquariengröße

Beschreibung

Das mittelgroße Maul weist in Ober- und Unterkiefer gleich verteilte Zähne auf. Männchen entwickeln ab der Geschlechtsreife deutliche Odontoden auf dem hinteren Körperabschnitt, den Brustflossenstacheln und den oberen Schwanzflossenstrahlen. Weibchen bleiben glatt und zeigen eine breitere Körperform, besonders hinter den Brustflossen.

Haltung und Pflege

Peckoltia sp. ‚Alto Rio Nhamunda‘ (L477) benötigt ein Aquarium ab 100 cm Kantenlänge (ab 160 Liter). Empfohlene Wasserwerte: 25-29 °C, pH 5,5-7,5, GH 2-6 °dGH. Strukturreiches Becken mit zahlreichen Höhlen, Spalten und Wurzeln. Feiner Sand oder abgerundeter Kies als Bodengrund. Mäßige bis kräftige Strömung und hohe Sauerstoffversorgung. Weiches Wurzelholz sollte vorhanden sein, da die Tiere den Biofilm darauf abraspeln (keine Holzfresser!). Regelmäßige Wasserwechsel wichtig. Kupferhaltige Medikamente und Dünger sind für Harnischwelse giftig und dürfen nicht eingesetzt werden.

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Verhalten und Vergesellschaftung

revierbildend, in Gruppen möglich, ruhig, nachtaktiv. Haltung: Einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen. Verträglichkeit mit Wirbellosen: bedingt verträglich. Peckoltia sp. „Alto Rio Nhamunda“ ist friedlich und lässt sich gut mit ruhigen, nicht-aggressiven Beifischen vergesellschaften. Geeignet sind südamerikanische Salmler, Zwergbuntbarsche und andere friedliche Bodenbewohner. Die Art ist robust genug, um auch mit mittelgroßen Cichliden gehalten zu werden, und friedlich gegenüber kleinen Fischen. Bei sehr kleinen Zwerggarnelen (Neocaridina) ist Vorsicht geboten; größere Garnelen und Schnecken werden in der Regel nicht behelligt.

Ernährung

Peckoltia sp. ‚Alto Rio Nhamunda‘ (L477) ist ein Allesfresser (omnivor) mit Proteinpräferenz. Hauptnahrung: sinkende Frostfutterangebote wie Artemia, rote und weiße Mückenlarven, gelegentlich Tubifex. Ergänzend Welstabletten, Granulat und pflanzliche Beikost (Gurke, Zucchini, Spirulina-Tabs). Die Art ist kein Holzfresser (im Gegensatz zu Panaqolus/Panaque). Weiches Wurzelholz sollte dennoch im Becken sein, da die Tiere den darauf siedelnden Biofilm abraspeln.

Zucht

Fortpflanzungstyp: Höhlenbrüter
Zuchtschwierigkeit: schwierig, nur wenige dokumentierte Nachzuchten
Die Zucht ist nur selten dokumentiert worden und erfordert geeignete Bruthöhlen sowie gute Konditionierung der Tiere. Zuchtwasser: pH um 7,0, Temperatur um 29 °C. Gelege umfassen ca. 30 Eier. Auslöser können Simulation der Regenzeit durch große, etwas kühlere Wasserwechsel und erhöhte Strömung sein. Aufzuchtfutter: Staubfutter, Artemia-Nauplien und zerriebene Welstabletten.

Natürlicher Lebensraum

Die Art stammt aus dem Rio Nhamunda im Amazonas-Einzugsgebiet Brasiliens (Bundesstaaten Pará und Amazonas). Sie bewohnt Klarwasserabschnitte mit mäßiger Strömung. Substrat besteht aus Kies, Geröll und Sand; umgestürzte Bäume, Wurzeln und Totholz bieten Verstecke. Die Region ist auch für ihre Diskus-Populationen bekannt. Saisonale Regenzeiten beeinflussen Wasserstand und Strömungsverhältnisse.

Geschlechtsunterschiede

Männchen entwickeln deutliche Odontoden auf dem hinteren Körperabschnitt, den Brustflossenstacheln und den oberen Schwanzflossenstrahlen. Weibchen bleiben glatt und zeigen eine breitere Körperform, besonders wenn man sie von oben hinter den Brustflossen betrachtet.

Gut zu wissen

  • Im Handel als L477 bekannt, auffälliges Tigermuster mit dunkelbraunen bis schwarzen Streifen auf goldgelbem Grund
  • Stammt aus dem Rio Nhamunda im Amazonas-Einzugsgebiet Brasiliens, einer Region bekannt für Diskus-Populationen
  • Höhlenbrüter mit wenigen dokumentierten Nachzuchten, Gelege umfassen ca. 30 Eier
  • Männchen entwickeln ab Geschlechtsreife Odontoden an Körper, Brustflossen und Schwanzflosse
  • Allesfresser mit Proteinpräferenz, kein Holzfresser, nutzt aber Biofilm von Wurzelholz

Galerie

Häufige Fragen

Wie groß wird Nhamunda-Peckoltia?

Peckoltia sp. „Alto Rio Nhamunda“ erreicht bis 13 cm (TL), evtl. bis 15 cm.

Welche Wasserwerte braucht Nhamunda-Peckoltia?

Die empfohlenen Wasserwerte sind Temperatur 25-29 °C, pH 5,5-7,5, GH 2-6 °dGH.

Kann man Nhamunda-Peckoltia vergesellschaften?

Peckoltia sp. „Alto Rio Nhamunda“ ist friedlich und lässt sich gut mit ruhigen, nicht-aggressiven Beifischen vergesellschaften. Geeignet sind südamerikanische Salmler, Zwergbuntbarsche und andere friedliche Bodenbewohner.

Wie groß muss das Aquarium für Nhamunda-Peckoltia sein?

Empfohlen wird ein Becken mit 100 cm Kantenlänge und 160 Liter.

Kann man Nhamunda-Peckoltia im Aquarium züchten?

Die Zucht ist nur selten dokumentiert worden und erfordert geeignete Bruthöhlen sowie gute Konditionierung der Tiere. Zuchtwasser: pH um 7,0, Temperatur um 29 °C.

Was frisst Nhamunda-Peckoltia?

Peckoltia sp. „Alto Rio Nhamunda“ ist omnivor und nimmt sowohl pflanzliche als auch tierische Kost an. Die Art ist kein Holzfresser (im Gegensatz zu Panaqolus/Panaque).

Hinweis zu den Daten

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