Pseudomugil furcatus, der Gabelschwanz-Regenbogenfisch, wird bis zu 6 cm groß und ist ein schlanker, zierlicher Schwarmfisch aus der Familie Pseudomugilidae. Männchen zeigen kräftigere Färbung und entwickeln mit zunehmendem Alter verlängerte Schwanz- und Rückenflossen, die dem Fisch ein gabelähnliches Schwanzbild verleihen. Weibchen sind gedrungener und farblich dezenter.
Schwierigkeit: Einfach
Schwarm
Friedlich
bis 6 cmEndgröße
3-5 JahreLebenserwartung
24-28 °CTemperatur
7-8pH-Wert
5-12 °dGHGesamthärte
ab 112 lAquariengröße
Beschreibung
Im Aquarium ist die Art ein aktiver, tagaktiver Schwarmfisch in den mittleren bis oberen Wasserschichten. Männchen führen harmlose Balzgesten vor, wobei das Schwenken der gelbspitzigen Brustflossen typisch ist. Wichtiger Hinweis zur Aquarienpopulation: Nahezu alle in Aquarien gehaltenen Tiere stammen von einer einzigen Wildfangsammlung aus 1981. Dieser genetische Engpass führt häufig zu reduzierter Fruchtbarkeit (oft unter 50 %), verkürzter Lebensspanne und erhöhten Missbildungsraten bei Jungfischen.
Haltung und Pflege
Wasserwerte für die Aquarienhaltung: Temperatur 24–28 °C, pH 7,0–8,0, GH 5–12 dGH. Beckengröße: Mindestens 80 cm Kantenlänge (ca. 112 Liter) für einen Schwarm von 8–10 Tieren. Einrichtung: Dicht bepflanzte Bereiche mit feinblättrigen Pflanzen, Javamoos und Schwimmpflanzen als Laichsubstrat und Schutz. Offene Schwimmzonen in der Beckenmitte. Feiner Sand oder feines Kies. Schwaches, gut gestreutes Licht. Strömung: Langsam bis mäßig fließend. Ruhige, aber effiziente Filterung. Pseudomugil furcatus ist eine attraktive, relativ pflegeleichte Schwarmart für naturnah eingerichtete Gesellschaftsbecken. Die kurzlebige Natur und der genetische Engpass der Aquarienpopulation sollten bei der Zuchtplanung berücksichtigt werden.
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Verhalten und Vergesellschaftung
Pseudomugil furcatus ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8 Tieren gehalten werden, idealerweise 8–10. Die Tiere sind friedlich, Aggression beschränkt sich auf harmloses Balz- und Imponierverhalten der Männchen. Ein höherer Anteil Weibchen beruhigt das Balzverhalten. Schnecken werden toleriert. Junggarnelen sind gefährdet, da sie zur natürlichen Beute gehören. Adulte Garnelen werden häufiger toleriert. Geeignete Beifische: Friedliche, kleinbleibende Schwarmfische aus Australien/Ozeanien. Andere Regenbogenfische und Pseudomugil-Arten passen gut. Keine großen oder aggressiven Arten.
Ernährung
Pseudomugil furcatus ist ein Allesfresser mit Tendenz zu fleischbetonter Kost. In der Natur: Zooplankton, Phytoplankton und kleine Wirbellose. Im Aquarium: Lebendfutter (Artemia, Daphnien, Cyclops), Frostfutter (Artemia, Mückenlarven) und hochwertige Fein- oder Mikroflocken als Basisration. Spirulina-Tabletten und gelegentlich blanchiertes Gemüse ergänzen die Ernährung.
Zucht
Fortpflanzungstyp: Freilaicher ohne Elternpflege. Die Eier haften an Pflanzen und Laichsubstraten. Die Zucht ist gut dokumentiert und als leicht bis moderat einzustufen. Adulte Tiere fressen Eier und Larven, daher Laichsubstrat entfernen oder separaten Aufzuchtbereich nutzen. Laichsubstrate: Javamoos, feine Wasserpflanzen oder Laichmopps. Befruchtungsrate aufgrund des genetischen Engpasses oft unter 50 %. Weibchen werden ab 12–18 Monaten weniger fruchtbar. Erstfutter: frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien. Konkrete Zuchtwasserwerte sind nicht spezifisch dokumentiert; Haltungswerte werden in der Praxis übernommen.
Natürlicher Lebensraum
Pseudomugil furcatus ist endemisch im östlichen Papua-Neuguinea, im Raum zwischen Dyke-Ackland-Bucht und Collingwood-Bucht sowie in den Flusssystemen Musa und Kwagila. Die Art bewohnt klare, langsam bis mäßig fließende Regenwaldbäche mit dichter Vegetation, Treibholz und Wurzelwerk.
Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter unterscheiden sich deutlich. Männchen sind farbenprächtiger mit verlängerten unpaaren Flossen und erreichen bis zu 5 cm SL. Weibchen werden bis zu 4 cm SL, sind gedrungener und besitzen einen runderen Bauch, besonders während der Eiablage.
Gut zu wissen
Männchen mit verlängerten unpaaren Flossen und gabelförmigem Schwanz
Balzverhalten: Schwenken der gelbspitzigen Brustflossen
Freilaicher: Eier haften an Pflanzen und Laichsubstraten, keine Elternpflege
Adulte Tiere fressen Eier und Jungfische
Genetischer Engpass: alle Aquarientiere von einer Wildfanggruppe 1981
Kurzlebige Art: Fruchtbarkeit der Weibchen nimmt ab 12–18 Monaten ab
Ausgeprägte Sprungneigung, eine Abdeckung ist erforderlich
Galerie
Häufige Fragen
Welche Wasserwerte braucht der Gabelschwanz-Regenbogenfisch?
Pseudomugil furcatus benötigt Temperaturen von 24–28 °C, pH 7,0–8,0 und GH 5–12 dGH. Stabile Wasserwerte sind wichtig, die Art reagiert empfindlich auf rasche Änderungen.
Kann man den Gabelschwanz-Regenbogenfisch vergesellschaften?
Geeignet sind friedliche, kleinbleibende Schwarmfische aus Australien/Ozeanien. Andere Regenbogenfische und Pseudomugil-Arten passen gut. Junggarnelen sind gefährdet.
Kann man den Gabelschwanz-Regenbogenfisch im Aquarium züchten?
Die Zucht ist gut dokumentiert. Die Art ist ein Freilaicher, dessen Eier an Pflanzen haften. Aufgrund des genetischen Engpasses liegt die Befruchtungsrate oft unter 50 %. Weibchen werden ab 12–18 Monaten weniger fruchtbar.
Was frisst der Gabelschwanz-Regenbogenfisch?
Allesfresser mit fleischbetonter Kost: Lebendfutter (Artemia, Daphnien, Cyclops), Frostfutter und hochwertige Feinflocken. Abwechslungsreiche Fütterung unterstützt Färbung und Fortpflanzungsbereitschaft.
Hinweis zu den Daten
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Fragen und Erfahrungen
2 Kommentare, der letzte vom 24. Oktober 2013Lesen und mitredenZuklappen
Dirk Godlinski
Moin,
Pseudomugil furcatus gehört (wie P. gertrudae) zur Familie der Blauaugen – die Regenbogenfische sind eine eigene Fischfamilie. Warum dieser Fisch (wie auch P. gertrudae und Marosatherina ladigesi) Höhlen und robuste Pflanzen als Besonderheit benötigen sollen, erschließt sich mir nicht. Alle Blauaugen lassen Pflanzen links liegen und gehen auch nie in Höhlen…