Rasbora trilineata

Deutscher Name: Scherenschwanz-Bärbling

Herkunft:
Indonesien, Malaysia, Thailand
Farben:
rot, schwarz, silber
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Rasbora trilineata
Gattung: Rasbora
Familie: Cyprinidae

Beschreibung

Der Scherenschwanz-Bärbling (Rasbora trilineata) ist ein schlanker, stromlinienförmiger Bärbling aus der Familie Cyprinidae mit einer Endgröße von bis zu 15 cm SL. Das namensgebende Merkmal ist die Schwanzflosse mit charakteristischen schwarzen Spitzen an beiden Flossenlappen, jeweils von einem weißlichen Fleck unterlegt.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Charakteristisches Schwanzflossenmuster: schwarze Spitzen mit hellem Fleck (Scherenschwanz)
  • Drei dunkle Längslinien am Körper (namensgebend: trilineata)
  • Bekannter Springer, lückenlose Abdeckung ist Pflicht
  • Aktiver Oberflächenbewohner und schneller Schwimmer
  • Benötigt viel Längsraum (ab 120 cm Beckenlänge)

Vergesellschaftungshinweise

Rasbora trilineata ist ein ausgesprochener Schwarmfisch und sollte stets in einer Gruppe von mindestens 6 Tieren gehalten werden. Empfohlen werden 8–12 Individuen, damit das natürliche Schwarmverhalten und die volle Farbintensität der Tiere zum Ausdruck kommen. In ausreichend großer Gruppe zeigen die Tiere ruhiges, ausgeglichenes Sozialverhalten; Einzelhaltung führt zu Stress und blasserer Färbung. Das Temperament ist friedlich und problemlos. Die Art eignet sich gut für größere Gemeinschaftsbecken mit anderen ruhigen bis mittelaktiven Fischen vergleichbarer Größe. Verträglichkeit mit Wirbellosen Die Art gilt als weitgehend kompatibel mit Schnecken; adulte Garnelen werden in der Regel toleriert, sehr kleine Junggarnelen können jedoch gefressen werden. Für eine gelungene Vergesellschaftung empfehlen sich Arten aus der gleichen Bioregion Südostasien. In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet (z. B. Endau-Einzugsgebiet, Halbinsel Malaysia) kommt die Art gemeinsam mit Barbonymus schwanenfeldii, Crossocheilus-Arten, verschiedenen Puntius-Arten sowie Vertretern der Gattungen Rasbora, Pangio und Homaloptera vor. Im Aquarium passen gut andere ruhige Karpfenfische, friedliche Schmerlen, Regenbogenfische, Labyrinthfische sowie Welse. Nicht empfehlenswert sind aggressive oder deutlich größere Arten, die die Schwärme auseinandertreiben könnten.

Geschlechtsdimorphismus

Ausgewachsene Weibchen sind am deutlich runderen Bauch erkennbar und werden oft etwas größer als die schlankeren Männchen. Diese Unterschiede treten besonders während der Laichzeit deutlich hervor.
Größe: ca. bis 15 cm SL

Haltungstipps / Pflege

Im Aquarium ist die Art ein aktiver Oberflächenbewohner und Schwarmfisch. Rasbora trilineata ist ein bekannter Springer, eine lückenlose Abdeckung ist notwendig. Die Haltung erfolgt in Gruppen von mindestens 6 bis 12 Tieren bei 22-25 °C, pH 5-8 und GH 2-12 °dGH in einem Becken ab 260 Litern mit 120 cm Kantenlänge.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
5-8
Temperatur:
tropisch
Beckengröße:
ab 120 cm, 260 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rasbora trilineata ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als mittelschwer. Für gezielte Zucht wird ein flaches Aufzuchtbecken mit Maschenbodenrost empfohlen. Eier schlüpfen nach 18-48 Stunden. Elterntiere nach 2-3 Tagen entnehmen.

Ernährung/Futterbedarf

Rasbora trilineata ist ein Allesfresser, der sich in der Natur vorwiegend von Insekten und Insektenlarven ernährt. Im Aquarium eignen sich Flocken und Granulat als Basis, bessere Farbintensität wird mit Daphnien, Artemia, Mückenlarven und Cyclops erzielt. Mehrere kleine Mahlzeiten täglich. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rasbora trilineata stammt aus Südostasien und besiedelt eine Vielzahl unterschiedlicher Süßwasserhabitate: von schnellströmenden Waldhügelbächen mit Felsblockuntergrund bis zu langsam fließenden Schwarzwasserbereichen in Torfsumpfwäldern. Die Art kommt in Thailand, Malaysia, Sumatra und Borneo vor.

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