Optimale Terrarienbeleuchtung: Warum UV-Licht und Spektrum für Reptilien überlebenswichtig sind

Optimale Terrarienbeleuchtung: Warum UV-Licht und Spektrum für Reptilien überlebenswichtig sind

Wer Reptilien hält, weiß: Licht ist nicht gleich Licht. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten, wenn das natürliche Sonnenlicht rar ist, reicht die Helligkeit durch das Fenster oft nicht aus. Hinzu kommt, dass Fensterscheiben wichtige Anteile der natürlichen Strahlung filtern. In Zusammenarbeit mit dem Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V. und dem Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e. V. (BNA) erklären wir Dir, warum technische Lichtquellen für die Gesundheit Deiner Terrarienbewohner essenziell sind.

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Warum herkömmliches Zimmerlicht nicht ausreicht

Für uns Menschen mag eine Lampe hell genug wirken, doch die Wahrnehmung Deiner Reptilien ist völlig anders. Sie besitzen oft ein Sehvermögen, das unseres übersteigt. Jonas Liebhauser vom BNA betont, dass diese Tiere Farben und Spektren wahrnehmen können, die für das menschliche Auge unsichtbar sind.

Das fehlende Lichtspektrum hat gravierende Folgen:

  • Wahrnehmung der Umwelt: Fehlt im Terrarium das natürliche UVA-Licht, können Reptilien ihre Umwelt nicht mehr richtig wahrnehmen, da ein Teil des für sie sichtbaren Lichtspektrums fehlt. Dies beeinträchtigt unter anderem die Partnerwahl und die Futtersuche.
  • Stoffwechsel und Knochenbau: Ohne ausreichende UVB-Strahlung kann der Körper vieler Reptilien kein Vitamin D3 produzieren. Ein Mangel führt häufig zu schweren Knochenstoffwechselstörungen, die Dein Tier dauerhaft schädigen können.

Checkliste: Worauf Du bei der Beleuchtung im Terrarium achten musst

Damit sich Deine Reptilien wohlfühlen und gesund bleiben, solltest Du bei der Installation von Lampen folgende technische Details beachten:

  1. Das volle Spektrum (UVA & UVB): Für die Haltung von Reptilien gibt es spezielle Beleuchtungsmittel, die Licht, Wärme sowie UVA- und UVB-Strahlung abgeben. Achte beim Kauf von Leuchtmitteln darauf, dass diese das volle für die Tiere relevante Spektrum abdecken.
  2. Der natürliche Rhythmus: Licht steuert wichtige Verhaltensweisen und Stoffwechselprozesse, wie Aktivitätsphasen und Fortpflanzung. Daher sollte die Tageslichtdauer maximal zwölf Stunden betragen. Simuliere idealerweise einen natürlichen Tag-Nacht-Wechsel mit Dämmerungsphasen (zum Beispiel durch Dimmer oder zeitversetztes Schalten mehrerer Lampen).
  3. Sicherheit und Wartung: UV-Strahler verlieren mit der Zeit ihre Wirkung, auch wenn sie noch leuchten. Ein jährlicher Wechsel der UV-Lampe ist als Faustregel empfehlenswert (ein Messgerät hilft Dir bei der Entscheidung). Zudem musst Du zwingend den vom Hersteller angegebenen Sicherheitsabstand einhalten, um Verbrennungen durch Hitze oder zu starke Strahlung zu vermeiden. Deine Tiere müssen sich dem Licht jederzeit entziehen können.

Den vollständigen Originalbeitrag findest Du hier.

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