Bagarius yarrelli

Deutscher Name: Teufelswels

Bild: Enrico Richter
Herkunft:
Indien, Myanmar, Thailand
Farben:
braun, gelb
Schwierigkeit:
Schwierig (Sehr erfahrene Aquarianer)
Art: Bagarius yarelli
Gattung: Bagarius
Familie: Sisoridae

Beschreibung

Bagarius yarrelli, im Englischen als Goonch oder Giant Devil Catfish bekannt, ist einer der groessten Raubwelse der Welt. Ausgewachsene Tiere erreichen Koerperlaengen von 130 bis 200 cm. Die Koerperform ist abgeflacht und stark fuer das Leben in Stroemungen adaptiert. Charakteristisch sind der breite, abgeflachte Kopf, die kraeftig ausgebildeten Brustflossen sowie die markante Musterung aus hellen und dunklen Flecken auf gelblich-braunem Grundton. Das Maul ist weit und mit kleinen, rauen Zaehnen besetzt. Diese Art ist fuer normale Heimaquarien nicht geeignet. Die artgerechte Haltung ist ausschliesslich in oeffentlichen Schauaquarien oder sehr spezialisierten Grossanlagen moeglich.
Sozialverhalten: Einzelgänger
Temperament: territorial
Verträglichkeit mit Wirbellosen: schlecht

Besonderheiten

  • Einer der groessten Suesswasser-Raubwelse (130 bis 200 cm)
  • Nicht fuer Heimaquarien geeignet; nur oeffentliche Anlagen oder Spezialisten
  • Obligater Praedator; kein Allesfresser
  • Einzelhaltung empfohlen
  • Saisonale Laichwanderungen in der Natur
  • Zucht im Aquarium nicht dokumentiert
  • Stroemungsliebend: Lebt in turbulenten Stromschnellen

Vergesellschaftungshinweise

Bagarius yarrelli wird einzeln gehalten. Die Art ist gegenueber artfremden Fischen territorial; kleinere Fischarten werden als Beute angesehen. In der Natur sind Schwarmbewegungen waehrend saisonaler Laichwanderungen beschrieben. Garnelen und Schnecken sind ungeeignet (Beute). Kleine Beifische aller Art sind gefaehrdet. Eine Vergesellschaftung ist nur in extrem grossen Anlagen mit aehnlich grossen Raubfischen denkbar.

Geschlechtsdimorphismus

Aeusserlich kaum unterscheidbar. Keine gesicherten Angaben zur aeusseren Geschlechtsbestimmung verfuegbar.
Größe: 130-200 cm TL

Haltungstipps / Pflege

Bagarius yarrelli erreicht ueber 130 cm und ist fuer private Aquarien NICHT geeignet. Die Art benoetigt Becken in oeffentlichen Schauaquarien. Wasserwerte: Temperatur 16 bis 23 Grad Celsius, pH 6,0 bis 7,5, GH 2 bis 12 dGH. Mindestens 400 cm Kantenlaenge und 5000 Liter (oeffentliches Aquarium). Artgerechte Haltung nur in oeffentlichen Schauaquarien oder sehr spezialisierten Grossanlagen. Das Becken muss der enormen Koerperkraft standhalten. Grossflaechige, stabil gesicherte Steinpackungen und Boulder bilden die Grundeinrichtung. Starke Stroemungspumpe obligatorisch. Woechentliche Wasserwechsel von 50 bis 70 Prozent empfohlen.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6,0-7,5
Temperatur:
16-23 °C
Beckengröße:
ab 400 cm, 5000 Liter (oeffentliches Aquarium)

Zucht und Fortpflanzung

Nicht dokumentiert. In der Natur vollzieht die Art saisonale Laichwanderungen bei ansteigendem Wasserstand und erhoehter Truebung. Die Sexualreife tritt erst nach mehreren Jahren ein. Die Endgroesse und die extremen Raumanforderungen machen eine Aquarienzucht praktisch unrealisierbar.

Ernährung/Futterbedarf

Obligater Praedator. In der Natur: kleinere Fische, Amphibien, Krebstiere und andere Wirbellose. In Gefangenschaft: Fischstreifen, ganze Garnelen, Muscheln, Regenwuermer und grosse Chironomiden-Larven. Keine Futterfische aus unbekannter Herkunft (Parasitenrisiko). Kein Saeugetier- oder Vogelfleisch (ungeeignetes Fettsaeuremuster). Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Fleischfresser (Carnivore)
Alterserwartung
mindestens 12 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Bagarius yarrelli ist in grossen Flusssystemen Sued- und Suedostasiens verbreitet: Indus-System (Pakistan), Ganges und grosse Fluesse der indischen Halbinsel, Nepal, Bangladesch, Irrawaddy und Salween (Myanmar), Mekong-System (Laos, Kambodscha), Chao Phraya (Thailand), Malaiische Halbinsel sowie Borneo und Sumatra. Adulte Tiere bewohnen turbulente Stromschnellen und Wildwasserzonen, wo sie zwischen Felsbloecken auf Beute lauern. Klares, kaltes, stark sauerstoffgesaettigtes Wasser mit hoher Fliessgeschwindigkeit.

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