Microrasbora rubescens
Beschreibung
DUPLIKAT: Dieser Steckbrief ist ein Duplikat von Microrasbora rubescens. Bitte den artspezifischen Steckbrief verwenden.
Der Rote Zwergbärbling (Microrasbora rubescens) wird etwa 3 cm groß und gehört zur Familie der Danionidae. Der zierliche, stromlinienförmige Körper zeigt bei Männchen einen leuchtend orangeroten bis scharlachroten Längsstreifen entlang der Flanke, der sich in die Flossen fortsetzt. Weibchen sind zurückhaltender in gold-gelblichen bis silbrigen Tönen gefärbt.
Im Aquarium zeigt M. rubescens typisches Schwarmverhalten in den unteren bis mittleren Wasserschichten. Bei ausreichender Gruppenstärke schwimmen die Tiere aktiv und synchron. In gut bepflanzten Becken sind sie tagsüber präsent und nutzen dichte Vegetationsbereiche als Rückzug. Die Art ist scheu gegenüber größeren, rücksichtslos schwimmenden Beifischen.
Microrasbora rubescens ist endemisch im Inle-See in Myanmar und gilt auf der IUCN-Roten Liste als gefährdet (EN). Nachzuchten sollten daher gegenüber Wildfängen bevorzugt werden.
Besonderheiten
- Endemisch im Inle-See, Myanmar, IUCN-Status: Gefährdet (EN)
- Stark ausgeprägtes Schwarmverhalten
- Feines Maul, auf kleine Futterpartikel spezialisiert
- Freilaicher ohne Elternpflege, Laichräuber
- Schüchtern bei heller Beleuchtung oder spärlicher Bepflanzung
- Junggarnelen gefährdet, Schnecken toleriert
- Geringes Sprungrisiko, Abdeckung dennoch empfohlen
Vergesellschaftungshinweise
Microrasbora rubescens ist ein Schwarmfisch und sollte in Gruppen von mindestens 8–10 Tieren gehalten werden. In größeren Gruppen zeigt die Art besonders harmonisches, synchrones Schwimmverhalten und reduzierte Scheu.
Das Temperament ist sehr friedlich. Männchen zeigen während der Fortpflanzungszeit verstärktes Imponierverhalten, bleiben aber nicht aggressiv. Gegenüber ruhigen Beifischen ist die Art gut verträglich. Bei Anwesenheit lebhafter oder deutlich größerer Fische zieht sie sich in Deckung zurück.
Schnecken werden toleriert. Adulte Zwerggarnelen sind meist sicher, Junggarnelen können gefährdet sein. Geeignete Beifische sind kleine, friedliche südostasiatische Arten wie Boraras, Pangio oder andere Microrasbora.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen sind schlanker und kompakter (ca. 2,5–3 cm SL) mit intensiver orangeroter bis scharlachroter Färbung an Flanken und Flossen. Weibchen sind fülliger und größer mit blasserer gold-gelblicher bis silbriger Färbung. Die Unterschiede sind sowohl in Ruhe als auch während der Balz deutlich erkennbar.
Haltungstipps / Pflege
Die empfohlenen Aquariumwerte sind: Temperatur 20–24 °C, pH 6–8, GH 3–15 °dGH. Als Beckengröße wird ein Aquarium mit mindestens 60 cm Kantenlänge (ab 54 Liter) empfohlen.
Das Becken sollte dicht bepflanzt sein mit feinfiedrigen Pflanzen, Javamoos und Schwimmpflanzen. Dunkler, feiner Sand als Substrat entspricht dem natürlichen Habitat. Die Strömung sollte moderat bis schwach sein. Gedämpfte bis moderate Beleuchtung betont die Farben und reduziert Scheuverhalten.
Regelmäßige Wasserwechsel und saubere Wasserqualität sind wichtig. Das Sprungrisiko ist gering, eine Abdeckung aber ratsam.
Der Rote Zwergbärbling ist eine lohnende Wahl für dicht bepflanzte Aquarien. Angesichts des Gefährdungsstatus sollten Nachzuchten bevorzugt werden. Bei stabilen Wasserwerten und dichter Bepflanzung entfaltet die Art ihre leuchtende Färbung und ihr harmonisches Schwarmverhalten.
Zucht und Fortpflanzung
Microrasbora rubescens ist ein Freilaicher (Eierstreuer) ohne Elternpflege. Die Zuchtschwierigkeit ist mittel. Zucht-Temperatur: 24–25 °C, Zucht-GH: maximal 12 °dGH.
Die Art laicht in feinfiedrigen Pflanzen, Javamoos oder Laichmops. Die Gelegegröße beträgt etwa 30 Eier, die Inkubationszeit 72–96 Stunden. Elterntiere sind Laichräuber und müssen nach dem Ablaichen entfernt werden. Zur Konditionierung eignet sich reichliches feines Lebendfutter.
Als Erstfutter dienen Infusorien und Rädertierchen, später Artemia-Nauplien und Mikrowürmchen.
Ernährung/Futterbedarf
Microrasbora rubescens ist ein Allesfresser, der in der Natur kleine Wirbellose und Zooplankton frisst. Im Aquarium werden feine Flocken und Mikrogranulate angenommen, ergänzt durch Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und Mikrowürmer. Aufgrund des feinen Mauls sind größere Futterpartikel ungeeignet. Mehrere kleine Fütterungen täglich sind besser als eine einzelne große.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Microrasbora rubescens ist endemisch im Inle-See und dessen Einzugsgebiet im Shan-Staat von Myanmar. Der Hochlandsee liegt auf etwa 880 m Höhe, was die kühlere Temperaturpräferenz der Art erklärt. Das Habitat sind klare, flache Gewässer mit dichter Unterwasservegetation und schwimmenden Pflanzeninseln. Der Bodengrund ist lehmig bis schlammig, die Strömung gering bis still.