
Harnischwelse
Ringelsocken-Harnischwels
Panaqolus albivermis (L 204)
- Endgröße: 15 cm
- Aquarium: ab 160 l
- Temperatur: 26-30 °C
- pH-Wert: pH 6-8
- Wasserhärte: weich bis hart
- Schwierigkeit: Mittel
In der Gruppe halten, territorial
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Zierfische, Familie Loricariidae
Redaktion my-fish, aktualisiert am
Panaqolus albomaculatus (LDA 31) wird etwa 14 cm groß und ist ein optisch attraktiver Harnischwels mit dunkelbrauner bis schwarzer Grundfärbung, durchsetzt von zahlreichen Punkten in Weiß, Gelb bis Orangegelb. Diese kontrastreiche Punktierung kommt besonders auf dunklem Holz und bei schwacher Beleuchtung gut zur Geltung.

14 cmEndgröße
12 JahreLebenserwartung
25-29 °CTemperatur
6-7,2pH-Wert
2-12 °dGHGesamthärte
ab 160 lAquariengröße
Der Körperbau ist typisch für Holzwelse: abgeflacht, kräftig gepanzert, mit ausgeprägtem Saugmaul zum Abreiben von Holzoberflächen. Im Aquarium verbringen Panaqolus albomaculatus den Großteil des Tages damit, Holzflächen abzuweiden und sich in Höhlen und unter Wurzeln zu verbergen. Gegenüber anderen Arten verhalten sie sich friedlich, Männchen können jedoch gegenüber Artgenossen und anderen Loricariiden territorial reagieren, wenn Höhlen als Bruthöhlen begrenzt sind. Pflanzen mit zarten Blättern werden mitunter angenagt. Besonders charakteristisch ist die xylophage Lebensweise: Die Art ernährt sich zum großen Teil von weichem Totholz und nutzt dafür spezialisierte Kiefer- und Darmmechanismen. Populationen aus verschiedenen Einzugsgebieten können in der Punktfärbung variieren (weißlich bis orangegelb).
Panaqolus albomaculatus benötigt ein Becken ab 100 cm Kantenlänge (ca. 160 Liter) mit Temperaturen von 25–29 °C, einem pH-Wert von 6–7,2 und einer Gesamthärte bis ca. 12 °dGH (weicheres Wasser bevorzugt). Das Becken sollte bodenorientiert eingerichtet sein mit versunkenem Holz, dichten Wurzelstrukturen und mehreren engen Höhlen. Feiner Sand oder feiner Kies als Substrat. Mäßige bis starke Strömung und gute Sauerstoffversorgung. Robuste Pflanzen sind möglich, zarte Pflanzen werden angefressen. Kupferempfindlich: Auf kupferhaltige Medikamente und Dünger verzichten. Regelmäßiger Holznachschub ist erforderlich, da die Art Holz zur Verdauung benötigt. Das Sprungrisiko ist gering.
Panaqolus albomaculatus wird in kleinen Gruppen gehalten, wobei ausreichend Platz und mehrere Verstecke notwendig sind. Das Temperament ist friedlich gegenüber fremden Arten. Männchen verteidigen zur Brutzeit ihre Höhlen aggressiv durch Verfolgungen und Drohgebärden. Die Art ist nachtaktiv und tagsüber kaum zu beobachten. Schnecken werden toleriert. Bei Garnelen gilt Vorsicht: Junggarnelen können gefressen werden, adulte Tiere werden toleriert. Zur Vergesellschaftung eignen sich südamerikanische Salmler, Panzerwelse (Corydoras) und kleine Buntbarsche.
Panaqolus albomaculatus ist primär xylophag. Weiches Totholz wie Moorkienholz ist als Nahrungsquelle und zur Unterstützung der Darmflora Pflicht. Ergänzend eignen sich Zucchini, Gurke, Süßkartoffel sowie Algen- und Spirulina-Tabs. Fleischliche Nahrung wie Mückenlarven kann gelegentlich gegeben werden, sollte aber nicht überwiegen.
Panaqolus albomaculatus ist ein Höhlenbrüter. Die Zucht gilt als schwierig und ist sehr selten gelungen. Empfohlene Zuchtwerte: 27–29 °C, pH 6–6,5, GH max. 5 °dGH – deutlich weicher als die Haltungswerte. Osmosewasser ist für die Zucht oft erforderlich. Die Fortpflanzung wird durch Simulation der Regenzeit ausgelöst (kühle Wasserwechsel, erhöhte Strömung). Männchen bereiten und verteidigen Höhlen; das Weibchen legt darin 20 bis 50 Eier ab, die das Männchen anschließend allein bewacht. Inkubationszeit: etwa 6–8 Tage bei 27 °C. Geschlechtsreife wird nach ca. 24 Monaten erreicht. Jungfische werden mit Holzstaub, zerriebenen Pflanzentabs und Artemia-Nauplien aufgezogen.
Zuchtwasser: 27 bis 29 °C, pH 6 bis 6,5, bis 5 °dGH
Panaqolus albomaculatus kommt in Südamerika vor, dokumentiert für Ecuador (Rio Suno) und Peru in den Einzugsgebieten von Napo, Marañón und Ucayali. Die Art besiedelt Flussuferzonen mit versunkenen Holzstrukturen, dichten Wurzelgeflechten und Totholz. Die Strömung variiert von mäßig bis stark. Saisonale Regen- und Trockenzeiten beeinflussen das ökologische Geschehen stark.
Männchen entwickeln zur Geschlechtsreife ausgeprägte Odontoden am Schwanzstiel und stark verlängerte Kiemendeckelstacheln (Interoperkular-Odontoden). Weibchen erscheinen in der Aufsicht deutlich fülliger und breiter, besonders bei trächtigen Tieren zwischen Brust- und Bauchflossen.
Die Art benötigt Temperaturen von 25–29 °C, einen pH-Wert von 6–7,2 und eine Gesamthärte bis ca. 12 °dGH. Weicheres Wasser wird bevorzugt.
Ja, mit südamerikanischen Salmlern, Panzerwelsen und kleinen Buntbarschen. Schnecken werden toleriert, Junggarnelen können gefährdet sein.
Die Zucht ist als Höhlenbrüter möglich, gilt aber als schwierig. Deutlich weicheres Wasser (GH max. 5, pH 6–6,5) und Regenzeit-Simulation sind erforderlich. Gelegegrößen liegen bei 20–50 Eiern.
Die Art ist xylophag und benötigt weiches Totholz als Hauptnahrung. Ergänzend eignen sich Zucchini, Gurke, Süßkartoffel und Spirulina-Tabs. Fleischliche Kost nur in Maßen.
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