Rasbora kalochroma
Beschreibung
Der Schönflossenbärbling (Rasbora kalochroma), auch als Clown-Bärbling bekannt, ist ein mittelgroßer Bärbling aus der Familie Cyprinidae mit einer Endgröße von etwa 10 cm. Die Grundfärbung ist ein warmes Rosa-Rot bis Lachsfarben. Zwei dunkle Flecken an den Körperflanken sind das markanteste Erkennungsmerkmal.
Im Aquarium zeigt die Art ein ruhiges, friedliches Temperament in der mittleren Wasserschicht. Die Art gilt als empfindlich und ist nicht für Einsteiger geeignet.
Besonderheiten
- Zwei (oder drei) charakteristische dunkle Flecken an den Körperflanken
- Intensiv rosa-rote Körperfärbung, die sich in Schwarzwasseraquarien voll entfaltet
- Empfindlich gegenüber Wasserverschlechterung und unreifen Becken
- Färbung verblasst bei Stress deutlich
- Geringes Sprungrisiko
Vergesellschaftungshinweise
Rasbora kalochroma ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in der Natur in größeren Gruppen lebt und daher im Aquarium unbedingt in einer Gruppe von mindestens 8–10 Exemplaren, besser mehr, gehalten werden sollte, um sein natürliches Sozialverhalten und Wohlbefinden zu gewährleisten; der Schönflossen-Rasbora zeigt sich in der Gruppe deutlich aktiver, farbenprächtiger und weniger scheu. Als Beckenpartner eignen sich ruhige, friedliche Schwarmfische ähnlicher Größe wie andere Rasboras, kleinere Bärblinge oder Keilfleckbarben sowie sanfte Bodenbewohner wie Panzerwelse (Corydoras) oder kleine Schmerlenarten, die das ruhige Wesen des Schönflossen-Rasboras nicht stören. Ungeeignet sind sehr kleine Beutefische wie junge Garnelen oder winzige Rasboras, da sie als Nahrung angesehen werden könnten, ebenso wie aggressive oder sehr lebhafte Arten wie größere Buntbarsche, Barben oder lebhafte Salmler, die den Schwarm stressen und dominieren könnten; auch langflossige Fische wie Guppys oder Kampffische sollten vermieden werden, da Rasbora kalochroma gelegentlich zu Flossenzupfen neigt und Konkurrenzsituationen entstehen können.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen der Schönflossen‐Rasbora wirken im Vergleich zu den Weibchen schlanker und besitzen oft etwas länger ausgebildete, spitzere Rücken‐ und Afterflossen sowie intensivere Farbakzente. Weibchen hingegen treten mit einem runderen, stämmigeren Körperbau auf, was besonders während der Laichperiode durch einen aufgeblähten Bauch deutlich wird.
Haltungstipps / Pflege
Im Aquarium zeigt die Art ein ruhiges, friedliches Temperament in der mittleren Wasserschicht. Bei gedämpfter Beleuchtung und dunklem Substrat entfaltet sie ihre schönste Färbung. Die Art gilt als empfindlich, besonders in der Eingewöhnungsphase, und ist nicht für Einsteiger geeignet. Die Haltung erfolgt in Gruppen von mindestens 8 Tieren bei 23-28 °C, pH 5-7 und GH 2-10 °dGH in einem Becken ab 260 Litern.
Zucht und Fortpflanzung
Rasbora kalochroma ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht gilt als schwierig. Eier werden frei unter Feinblattpflanzen abgelegt. Zuchtbedingungen: weiches, leicht saures Wasser, dichte Bepflanzung, dunkles Substrat. Inkubationszeit ca. 18-48 Stunden. Elterntiere nach dem Laichen entfernen.
Ernährung/Futterbedarf
Rasbora kalochroma ist ein Allesfresser mit Neigung zu tierischer Kost (Mikropredator). In der Natur werden vorwiegend kleine Wirbellose, Insektenlarven und Zooplankton aufgenommen. Im Aquarium eignen sich hochwertiges Kleingranulat und Flockenfutter als Basis, ergänzt durch Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und Mückenlarven.
Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Natürlicher Lebensraum
Rasbora kalochroma stammt aus Borneo (Malaysia und Indonesien). Die Art bewohnt Schwarzwassergewässer mit sehr weichem, saurem Wasser, dichter Ufervegetation und Laubansammlungen am Boden. Das Wasser ist typischerweise stark torfhaltig und durch Tannine braun gefärbt.