Rasbosoma spilocerca

Deutscher Name: Zwerg-Scherenschwanz

Quelle: Aquarium Glaser
Herkunft:
Indonesien
Farben:
gelb, silber
Schwierigkeit:
Einfach (Fortgeschrittene Anfänger)
Art: Rasbora spilocerca
Gattung: Rasbora
Familie: Cichlidae

Beschreibung

Der Zwerg-Scherenschwanz (Rasbosoma spilocerca) ist ein sehr kleiner Schwarmfisch aus der Familie Danionidae mit einer Endgröße von 2,6-3 cm SL. Die Gattung Rasbosoma ist monotypisch und wurde 2010 phylogenetisch von Rasbora abgetrennt. Laichbereite Männchen zeigen einen rötlich-rosa Körperton mit gelblich überzogenen Flossen.
Sozialverhalten: Schwarm
Temperament: friedlich
Verträglichkeit mit Wirbellosen: mittel

Besonderheiten

  • Sehr kleine Endgröße (2,6-3 cm SL), geeignet für Nanoaquarien
  • Monotypische Gattung Rasbosoma, 2010 phylogenetisch von Rasbora abgetrennt
  • Laichbereite Männchen mit rötlich-rosa Körperton
  • Geringes Sprungrisiko
  • Einfache Zucht bei guter Kondition

Vergesellschaftungshinweise

Rasbosoma spilocerca ist ein ausgeprägter Schwarmfisch, der in der Haltung unbedingt in einer Gruppe von mindestens 8–10 Tieren gehalten werden sollte, damit natürliche Schwarmdynamiken entstehen und Stress reduziert wird. In einer ausreichend großen Gruppe zeigen die Fische ein ruhiges, neugieriges Temperament und bilden kompakte bis lockere Schwärme in den mittleren Wasserschichten. Die Art ist sehr friedlich und timide gegenüber Mitbewohnern. Als Freilaicher ohne Brutpflege zeigt sie während der Fortpflanzung keine nennenswerte Aggression gegenüber Artgenossen. Aufgrund ihrer geringen Größe ist sie anfällig für Bedrängung durch größere oder räuberische Mitbewohner und sollte ausschließlich mit kleinwüchsigen, friedlichen Arten vergesellschaftet werden. Verträglichkeit mit Wirbellosen: Ausgewachsene Ziergarnelen (Neocaridina, Caridina) werden von dieser sehr kleinen Art in der Regel nicht erbeutet; frisch geschlüpfte Garnelennachwuchs kann jedoch gefressen werden. In reinen Garnelenbecken ist Vorsicht geboten. Schnecken sind unproblematisch. Geeignete Mitbewohner sind andere kleinwüchsige, friedliche Arten aus Südostasien: kleine Rasboras (z. B. Trigonostigma-Arten), Boraras-Arten, kleine Schmerlen (z. B. Yunnanilus, kleine Schistura) sowie ruhige Bodenfische wie kleine Corydoras-Verwandte aus der Region. Ausgewachsene Ziergarnelen (Neocaridina, Caridina) sind als Gesellschaft möglich, sofern kein Nachwuchs aufgezogen werden soll. Aggressive, große oder deutlich aktivere Arten sind zu vermeiden.

Geschlechtsdimorphismus

Männchen sind deutlich kleiner und schlanker als Weibchen. Laichbereite Männchen zeigen einen rötlich-rosa Körperton sowie gelblich überzogene Flossen. Weibchen sind fülliger und weniger intensiv gefärbt, insbesondere zur Laichzeit erkennbar am rundlicheren Bauch.
Größe: ca. 2,6–3 cm SL

Haltungstipps / Pflege

Im Aquarium bevorzugt die Art die mittlere Wasserschicht und zeigt als Schwarmfisch reges, soziales Verhalten. Die Haltung erfolgt in Gruppen von mindestens 8 bis 10 Tieren bei 22-26 °C, pH 6-7 und GH 2-10 °dGH in einem Becken ab 54 Litern mit 60 cm Kantenlänge.
Wasserhärte:
weich bis mittelhart
pH-Wert
6-7
Temperatur:
tropisch
Beckengröße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Rasbosoma spilocerca ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. Die Zucht ist gut dokumentiert und gilt als einfach. Bei guter Kondition laichen die Tiere häufig und regelmäßig. Zuchtbedingungen: pH 7, GH 4 °dGH, 23-24 °C. Inkubation ca. 24-36 Stunden. Larven nach 3 Tagen freischwimmend.

Ernährung/Futterbedarf

Rasbosoma spilocerca ist ein Mikropredator. Im Aquarium eignen sich kleine Lebend- und Frostfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops, Daphnien und kleine Mückenlarven. Hochwertige Flocken und Mikrogranulat als Ergänzung. Pflanzliche Anteile sind weniger relevant. Fütterungshinweis: Lieber mehrmals täglich kleine Portionen füttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
Ernährungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
ca. 3-5 Jahre

Natürlicher Lebensraum

Rasbosoma spilocerca stammt aus dem unteren Mekong-Becken in Südostasien (Laos, Thailand, Kambodscha). Die Art besiedelt seichte, vegetationsreiche Flachwasserbereiche wie Sümpfe, Überschwemmungsgebiete und ruhige Kanäle. Das Wasser ist mäßig weich bis mittelhart.

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