Schistura savona

Deutscher Name: Halbband-Schmerle

Bild: EFS, Partner des Zoofachhandels
Herkunft:
Indien
Farben:
braun, gelb
Schwierigkeit:
Mittel
Art: Schistura savona
Gattung: Schistura
Familie: Balitoridae

Beschreibung

Die Halbband-Schmerle (Schistura savona) ist eine kleine, schlanke Schmerlenart aus der Familie der Nemacheilidae und erreicht eine GesamtlÀnge von etwa 5 bis 6 cm. Ihr diagnostisches Merkmal sind 9 bis 10 schmale, gelbliche Querstreifen auf dunkel gefÀrbtem Grund im oberen Kârperbereich, wÀhrend der Bauch klar weißlich gefÀrbt bleibt. Die Kârperform ist lÀnglich und leicht seitlich abgeflacht, typisch für bodenlebende Arten aus schnellfließenden GebirgsgewÀssern. Im Aquarium zeigt Schistura savona das typische Verhalten bodenorientierter Schmerlen: substratnahe AktivitÀt entlang des Bodengrunds, in Strâmungszonen sowie an Steinen und in Spalten. Die Tiere nutzen Verstecke als RuheplÀtze und sind gegenüber offenem, unstrukturiertem Raum eher scheu. Gegenüber Artgenossen kann die Art mÀßig territorial sein, insbesondere wenn Verstecke knapp sind. Sie gilt jedoch als eine der weniger aggressiven Schistura-Arten. Bei ausreichend Struktur und Rückzugsmâglichkeiten sind Konflikte selten.
Sozialverhalten: Gruppenhaltung
Temperament: friedlich
VertrΓ€glichkeit mit Wirbellosen: gut

Besonderheiten

  • Bodenbewohner mit dauerhaft substratnaher AktivitΓ€t
  • Diagnostisches Merkmal: 9 bis 10 gelbliche HalbbΓ€nder auf dunklem Grund, weißer Bauch
  • Anpassung an kΓΌhle, sauerstoffreiche, schnellfließende GebirgsgewΓ€sser
  • Empfindlich gegenΓΌber schlechter WasserqualitΓ€t, hohe WassergΓΌte nΓΆtig
  • Keine plΓΆtzlichen TemperatursprΓΌnge, VerΓ€nderungen mΓΌssen graduell erfolgen
  • Geringes Sprungrisiko
  • Zucht im Aquarium bislang nicht dokumentiert

Vergesellschaftungshinweise

Schistura savona sollte in Gruppen von mindestens 5 bis 10 Tieren gehalten werden, da Einzelhaltung Stress verursacht. In grâßeren Gruppen wird das Sozialverhalten natürlicher ausgeprÀgt und die Tiere sind aktiver und weniger scheu. Ausreichend Strukturierung mit Steinen, Hâhlen und Spalten ist entscheidend, da intraartliche Konkurrenz bei Mangel an Verstecken zunehmen kann. Das Temperament ist friedlich gegenüber Àhnlich großen, nicht aggressiven Mitbewohnern. Leichte RevierkÀmpfe unter Artgenossen um SchlafplÀtze kânnen auftreten, führen aber selten zu Verletzungen. Für die Vergesellschaftung eignen sich kleine, friedliche Schwarmfische aus derselben Bioregion Südasien, die das Strâmungs- und Temperaturprofil des Beckens teilen, etwa Danio-, Devario- oder Rasbora-Arten sowie rheophile Schmerlen. Starke RÀuber oder sehr dominante Arten sind zu vermeiden. Schnecken werden weitgehend toleriert. Adulte Garnelen sind in gut strukturierten Becken sicher, sehr kleine Jungtiere kânnen gelegentlich gefressen werden.

Geschlechtsdimorphismus

Ausgewachsene Weibchen sind tendenziell etwas grâßer und massiger gebaut als MÀnnchen. Bei reifen Weibchen ist der Bauchbereich deutlich gerundeter. Eindeutige sekundÀre Geschlechtsmerkmale wurden bislang nicht beschrieben, die Bestimmung erfolgt daher über den Kârperbau.
Grâße: ca. 5 bis 6 cm

Haltungstipps / Pflege

Die Halbband-Schmerle bevorzugt Wassertemperaturen von 15 bis 24 °C, einen pH-Wert von 6,5 bis 8,5 und eine GesamthÀrte bis etwa 15 °dGH. Für eine Gruppe empfiehlt sich ein Becken ab 60 cm KantenlÀnge mit mindestens 54 Litern Volumen. Die GrundflÀche ist wichtiger als das Volumen, da die Art bodenorientiert lebt. Das Aquarium sollte reichlich Versteckmâglichkeiten in Form von glatten bis kantigen Steinen, KiesbÀnken und Gerâllfeldern bieten. Feiner Sand an Teilen des Bodens schützt die empfindlichen Barteln. Offene Strâmungszonen kombiniert mit beschatteten Ruhebereichen entsprechen dem natürlichen Habitat. Die Art ist an sauerstoffreiche, schnellfließende GewÀsser angepasst. Ein Strâmungsprofil mit 4- bis 5-facher FilterumwÀlzung des Beckenvolumens wird empfohlen. Wâchentliche Teilwasserwechsel von 30 bis 50 % sind ratsam, da die Art organische Belastung schlecht toleriert. MÀßige bis helle Beleuchtung und robuste, strâmungstolerante Pflanzen wie Microsorum oder Anubias sind geeignet. Die Halbband-Schmerle ist für Aquarianer interessant, die ein kühles, gut durchstrâmtes und strukturiertes Becken betreiben. Für eine artgerechte Haltung sind Gruppenbildung (mindestens 5 bis 10 Tiere), hohe WasserqualitÀt und eine naturnahe Einrichtung mit kiesigem bis steinigem Substrat entscheidend.
WasserhΓ€rte:
weich bis hart
pH-Wert
6,5-8,5
Temperatur:
15-24 Β°C
Beckengrâße:
ab 60 cm, 54 Liter

Zucht und Fortpflanzung

Schistura savona wurde in Gefangenschaft bislang nicht erfolgreich gezüchtet. Die Art ist ein Substratlaicher wie die meisten Vertreter der Gattung. In der Natur werden Eier vermutlich in kiesigen oder steinigen Bereichen schnellfließender BÀche abgelegt. Mâgliche Auslâser für Laichbereitschaft kânnten saisonale Faktoren wie verstÀrkte Strâmung und verbessertes Nahrungsangebot nach Monsunphasen sein. Diese Annahmen basieren auf Analogieschlüssen aus verwandten Arten und sind nicht als bestÀtigte Zuchtprotokolle zu interpretieren.

ErnΓ€hrung/Futterbedarf

Schistura savona ist omnivor mit deutlichem Schwerpunkt auf tierischer Kost. In der Natur ernΓ€hrt sie sich von kleinen Insekten, WΓΌrmern, Krebstierchen und anderem Zooplankton. Im Aquarium eignen sich Lebend- und Frostfutter wie Daphnien, MΓΌckenlarven und Artemia-Nauplien. Sinkende Pellets und Tabletten fΓΌr Bodenfresser werden ebenfalls akzeptiert. Mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag sind sinnvoll, abwechslungsreiche, proteinreiche Kost verbessert Kondition und FarbintensitΓ€t. FΓΌtterungshinweis: Lieber mehrmals tΓ€glich kleine Portionen fΓΌttern als eine große Mahlzeit. Was innerhalb von 2–3 Minuten nicht gefressen wird, ist zu viel.
ErnΓ€hrungstyp: Allesfresser (Omnivore)
Alterserwartung
keine gesicherten Angaben

NatΓΌrlicher Lebensraum

Schistura savona stammt aus den âstlichen Himalaya-Zuflüssen des Ganges-Systems in Südasien. Das Verbreitungsgebiet umfasst Nordindien (Uttar Pradesh, Westbengalen, Assam), Nepal und Bangladesch. Die TyplokalitÀt ist der Kosi-Fluss bei Nathpur, Uttar Pradesh. Die Art bewohnt klare, schnellfließende BÀche mit kiesigem bis steinigem Untergrund und sauerstoffreichen, relativ kühlen Bedingungen.

Obwohl wir von my-fish.org uns bemühen, die bereitgestellten Informationen sorgfÀltig zu sammeln und aktuell zu halten, kânnen wir keine Garantie für deren VollstÀndigkeit oder Richtigkeit geben. Unsere Daten stammen von Experten, Züchtern und Partnern aus dem Zierfischgroßhandel und basieren auf deren BeitrÀgen. Bei Abweichungen oder fehlenden Informationen bitten wir um VerstÀndnis. Wir freuen uns über ErgÀnzungen und VerbesserungsvorschlÀge von der Community, um die QualitÀt unseres Angebots kontinuierlich zu steigern. Bitte nutzen Sie unser für Ihre Rückmeldungen und Anregungen.

In unserer kollaborativen Arbeit nutzen wir die Quellen my‑fish Content Commons. Wir fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen – unter anderem aus der Datenbank unserer Partner im Zierfischgroßhandel und aus ΓΆffentlichen Datenbanken anderer Projekte – um die Richtigkeit unserer Texte zu validieren. Bitte beachten Sie, dass die Genauigkeit von den bereitgestellten Informationen abhΓ€ngt und lesen Sie dazu unseren Disclaimer. Alle Links finden Sie hier.

Salmler
Rotflossen-Glanzsalmler
Harnischwelse
Lippenstift-Leporinus
BΓ€rblinge
Großschuppiger BÀrbling
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Oldest
Newest Most Voted

Newsletter

Was beschΓ€ftigt die Aquaristik-Community? Der my-fish-Newsletter informiert dich ΓΌber spannende Inhalte aus der Unterwasserwelt.

my-fish Podcast

Wir haben bei ZierfischgroßhÀndlern, Aquascapern, Züchtern und Liebhabern nachgefragt:

my-fish TV

Wir haben Ende 2018 dieses neue Format gestartet und werden in Zukunft auf diesem Kanal alles abdecken…

Auf my-fish.org Anmelden
Sicherheitsabfrage: Bitte geben Sie die korrekte Nummer fΓΌr die Anmeldung ein.
Beweisen Sie, das Sie ein Mensch sind: 1   +   6   =  
my-fish logo 2021
0
Lass uns doch ein Kommentar da!x