Raritäten & neue Entdeckungen im Fokus 528

Raritäten & neue Entdeckungen im Fokus 528

Von Leopard-Plecos bis Zwergbärblingen – diese Woche im Spotlight!

Lieber Aquarienfreund, bist du bereit für eine Tauchfahrt in die faszinierende Welt aquatischer Raritäten?

Jeden Sonntag öffnet sich auf my-fish.org ein Fenster zu den beeindruckendsten und oft unbekannten Bewohnern unserer Unterwasserwelten! In dieser Ausgabe unserer speziellen Serie „Raritäten & Fokus“ präsentieren wir dir eine besonders vielfältige Auswahl an Zierfischen. Von imposanten Welsen und farbenprächtigen Lebendgebärenden über charakterstarke Kampffisch-Weibchen und elegante Killifische bis hin zu quirligen Bärblingen und winzigen Zwergfischen – hier findest du Inspiration für dein nächstes Aquarienprojekt.

Mit der Unterstützung unserer Partner, den renommierten Zierfischgroßhändlern des ZZF, stellen wir dir auch diese Woche wieder handverlesene Aquarienarten vor. Wir beleuchten ihre spezifischen Anforderungen an Haltung und Pflege, gehen auf besondere Nahrungsansprüche ein und zeigen auf, welche Herausforderungen diese oft seltenen Aquarienfische mit sich bringen können. Tauche ein in detailliertes Wissen und entdecke neue Favoriten für dein Zuhause!

Aphyosemion australe "Gold" - Kap Lopez-Gold, EUNZ

Inpaichthys kerri „Super Blue“ – Königssalmler-Super-Blue (EUNZ)

Der Königssalmler „Super Blue“ (wissenschaftlich Inpaichthys kerri „Super Blue“) ist eine besonders farbintensive Zuchtform des beliebten Königssalmlers und ein echter Blickfang in jedem Gesellschaftsaquarium. Ursprünglich stammt diese Art aus dem südamerikanischen Rio Aripuanã-Becken in Brasilien, wo sie in Schwarzwasserflüssen und -bächen zu Hause ist. Die hier angebotenen Tiere sind europäische Nachzuchten (EUNZ), die in der Regel robuster und an unsere Wasserbedingungen gewöhnt sind. Sie erreichen eine stattliche Größe von etwa 4-5 cm und können bei guter Pflege bis zu 5 Jahre alt werden.

Für eine artgerechte Haltung benötigst du ein Aquarium mit mindestens 60 Litern Volumen, besser noch mehr, da der Königssalmler ein aktiver Schwimmer ist und sich in einer Gruppe von mindestens 6-10 Tieren am wohlsten fühlt. Das Becken sollte gut strukturiert sein mit feinfiedrigen Pflanzen, die Versteckmöglichkeiten und Rückzugsorte bieten, sowie einigen Wurzeln und Moorkienhölzern. Eine dunkle Bodengrundfarbe hebt die intensiven Blautöne dieser Fische besonders hervor. Die Wassertemperatur sollte zwischen 23-27°C liegen, der pH-Wert leicht sauer bis neutral (6,0-7,2) und die Wasserhärte weich bis mittelhart (GH 5-15, KH 3-8). Regelmäßige Teilwasserwechsel sind essenziell für die Gesundheit dieser Zierfische.

Der Königssalmler „Super Blue“ ist ein unkomplizierter Allesfresser. Er nimmt bereitwillig feines Flockenfutter, Granulatfutter sowie Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Daphnien oder Cyclops an. Achte auf eine abwechslungsreiche Fütterung, um die Farbpracht und Vitalität deiner Tiere optimal zu fördern. Eine besondere Herausforderung stellt die Fütterung nicht dar. Im Sozialverhalten sind Königssalmler ausgesprochen friedlich und können hervorragend mit anderen ruhigen Salmlerarten, Zwergbuntbarschen, Panzerwelsen und größeren Garnelen vergesellschaftet werden. Vermeide die Vergesellschaftung mit sehr ruppigen oder zu großen Fischen, die die eher zarten Salmler stressen könnten.

Ancistrus sp. „Rio Amapari“ – Amapari-Antennenwels (WF-BRA)

Der Amapari-Antennenwels (Ancistrus sp. „Rio Amapari“) ist eine spezifische Lokalform des beliebten und robusten Antennenwelses, die aus dem Rio Amapari-Becken in Brasilien stammt. Es handelt sich hierbei um Wildfänge (WF-BRA), was bedeutet, dass diese Tiere direkt aus ihrem natürlichen Lebensraum stammen und oft eine besondere Zeichnung oder Farbgebung aufweisen können, die bei Zuchtformen seltener ist. Antennenwelse sind bekannt für ihre Fähigkeit, Algenbeläge abzuweiden. Diese Art erreicht eine Größe von etwa 12-15 cm, wobei die Männchen mit ihren ausgeprägten „Antennen“ oft etwas größer und breiter wirken. Sie können ein Alter von bis zu 10-15 Jahren erreichen.

Für die Haltung eines einzelnen Amapari-Antennenwelses benötigst du ein Aquarium von mindestens 80 Litern Volumen, für ein Pärchen oder eine kleine Gruppe dementsprechend mehr. Das Becken muss unbedingt ausreichend Wurzelholz (Moorkienwurzeln, Mangrovenwurzeln) enthalten, da die Tiere die Fasern zur Verdauung benötigen und sich gerne darin verstecken. Der Bodengrund sollte aus feinem Sand oder Kies bestehen. Eine gute Filterung ist wichtig, da diese Welse trotz ihrer nützlichen Funktion als Algenfresser auch einiges an Ausscheidungen produzieren. Die Wassertemperatur sollte zwischen 23-28°C liegen, der pH-Wert leicht sauer bis neutral (6,0-7,5) und die Wasserhärte weich bis mittelhart (GH 5-15, KH 3-10).

Die Ernährung des Amapari-Antennenwelses ist primär herbivor. Neben Algenbelägen ernährt er sich von speziellem Welsfutter in Tabletten- oder Waferform, das spirulinahaltig ist. Unbedingt notwendig ist die regelmäßige Zugabe von Gemüse wie Gurke, Zucchini, Paprika oder blanchiertem Spinat, das auf einem Stein befestigt oder mit einem Welslöffel beschwert wird, um zu Boden zu sinken. Eine Herausforderung kann die Sicherstellung einer ausreichenden Holzzufuhr sein. Gelegentlich nehmen sie auch Frostfutter wie rote Mückenlarven an. Männliche Antennenwelse können untereinander revierbildend sein, daher ist bei der Haltung mehrerer Männchen auf ausreichende Versteckmöglichkeiten zu achten. Ansonsten sind sie friedliche Aquarienbewohner und lassen sich gut mit den meisten friedlichen Fischarten vergesellschaften.

Poecilia sphenops „Gold“ – Goldmolly (NZ-VNM)

Der Goldmolly (Poecilia sphenops „Gold“) ist eine attraktive Zuchtform des Segelkärpflings, bekannt für seine leuchtend goldgelbe Färbung, die einen fröhlichen Farbtupfer in jedes Aquarium bringt. Diese Art gehört zu den beliebtesten Lebendgebärenden und ist aufgrund ihrer Robustheit und Anpassungsfähigkeit besonders bei Einsteigern beliebt. Die hier angebotenen Tiere sind Nachzuchten (NZ) aus Vietnam (VNM), was auf eine etablierte Zuchtlinie hindeutet. Goldmollys erreichen eine Größe von 6-8 cm, wobei die Weibchen tendenziell etwas größer werden als die Männchen. Sie können unter optimalen Bedingungen 3-5 Jahre alt werden.

Für eine Gruppe von mindestens 5-7 Mollys benötigst du ein Aquarium mit einem Mindestvolumen von 80 Litern. Mollys sind aktive Schwimmer und schätzen sowohl freien Schwimmraum als auch dichte Bepflanzung an den Rändern, die Verstecke bietet und Jungfischen Schutz gibt. Wurzeln und Steine ergänzen die Einrichtung. Eine Besonderheit der Mollys ist ihre Toleranz gegenüber leicht brackigem Wasser, weshalb eine leichte Salzzugabe (z.B. 1 Teelöffel Salz pro 10 Liter Wasser) für manche Stämme förderlich sein kann, aber nicht zwingend notwendig ist, wenn sie an Süßwasser gewöhnt sind. Die Wassertemperatur sollte zwischen 24-28°C liegen, der pH-Wert neutral bis leicht alkalisch (7,0-8,0) und die Wasserhärte mittelhart bis hart (GH 10-25, KH 5-15).

Der Goldmolly ist ein unkomplizierter Allesfresser mit einem starken Bedarf an pflanzlicher Nahrung. Er nimmt gerne hochwertiges Flockenfutter und Granulat an, das spirulinahaltig ist. Regelmäßige Zugaben von blanchiertem Gemüse (Spinat, Zucchini, Erbsen) sind sehr wichtig, um Verdauungsprobleme zu vermeiden und die Gesundheit zu fördern. Eine leichte Herausforderung kann die Vermeidung von Verstopfung sein, wenn nicht genügend pflanzliche Nahrung angeboten wird. Gelegentliches Lebend- oder Frostfutter wie Artemia oder kleine Mückenlarven ergänzt den Speiseplan. Mollys sind friedliche Aquarienbewohner, aber Männchen können untereinander territorial sein, daher ist ein Überschuss an Weibchen (mindestens 2-3 Weibchen pro Männchen) ratsam, um die Aggressionen der Männchen zu verteilen. Sie vergesellschaften sich gut mit anderen friedlichen Lebendgebärenden und robusteren Salmlerarten.

Poecilia sphenops „Black“ – Blackmolly (NZ-VNM)

Der Blackmolly (Poecilia sphenops „Black“) ist eine der bekanntesten und beliebtesten Zuchtformen des Segelkärpflings, die sich durch ihre tiefschwarze, samtige Färbung auszeichnet. Wie alle Mollys sind sie lebendgebärend, robust und relativ anpassungsfähig, was sie zu idealen Fischen für Anfänger und Fortgeschrittene macht. Die hier angebotenen Tiere stammen aus vietnamesischer Nachzucht (NZ-VNM) und sind daher gut an die Haltung im Aquarium gewöhnt. Blackmollys erreichen eine Größe von 6-8 cm, wobei die Weibchen etwas größer und fülliger werden. Bei guter Pflege können sie 3-5 Jahre alt werden.

Für eine artgerechte Haltung einer Gruppe von Blackmollys (mindestens 5-7 Tiere) ist ein Aquarium mit einem Mindestvolumen von 80 Litern empfehlenswert. Das Becken sollte eine Mischung aus freiem Schwimmraum und dichter Bepflanzung bieten, um den Tieren Sicherheit und Versteckmöglichkeiten zu geben. Eine gute Strukturierung mit Wurzeln und Steinen wird ebenfalls geschätzt. Die Wassertemperatur sollte zwischen 24-28°C liegen, der pH-Wert neutral bis leicht alkalisch (7,0-8,0) und die Wasserhärte mittelhart bis hart (GH 10-25, KH 5-15). Wie bei allen Mollys kann eine leichte Salzzugabe (z.B. 1-2 Gramm Meersalz pro Liter) die Vitalität fördern, ist aber nicht zwingend erforderlich, wenn die Tiere an reines Süßwasser gewöhnt sind und die Wasserparameter stabil sind.

In der Ernährung ist der Blackmolly ein unkomplizierter Allesfresser mit einem hohen Anteil an pflanzlicher Kost. Er frisst gerne hochwertiges Flockenfutter und Granulat, das reich an Spirulina ist. Regelmäßige Ergänzungen mit blanchiertem Gemüse wie Spinat, Erbsen oder Zucchini sind essenziell, um die Verdauung zu fördern und die Gesundheit zu erhalten. Das ist ein wichtiger Punkt, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Gelegentlich kannst du auch Frost- oder Lebendfutter wie Artemia oder kleine Mückenlarven anbieten. Blackmollys sind friedliche Aquarienbewohner und lassen sich gut mit anderen robusten, friedlichen Fischarten vergesellschaften. Achte auf ein Geschlechterverhältnis von mindestens zwei bis drei Weibchen pro Männchen, um die Balzaktivität der Männchen auf mehrere Weibchen zu verteilen und Stress zu minimieren.

Poecilia latipinna „Dalmatiner“ – Scheckenmolly (NZ)

Der Scheckenmolly „Dalmatiner“ (Poecilia latipinna „Dalmatiner“) ist eine attraktive Zuchtform des Breitflossenkärpflings, der sich durch seine charakteristische schwarz-weiß gescheckte Zeichnung auszeichnet, ähnlich dem Fell eines Dalmatiners. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Poecilia sphenops kann Poecilia latipinna etwas größer werden und hat oft eine imposantere Rückenflosse, die besonders bei den Männchen ausgeprägt ist. Ursprünglich stammen die Stammformen aus den Küstenregionen des südöstlichen Nordamerikas, wo sie sowohl in Süß- als auch in Brackwasser leben. Die hier angebotenen Tiere sind Nachzuchten (NZ). Scheckenmollys können eine Größe von 8-12 cm erreichen und bei optimaler Pflege bis zu 5 Jahre alt werden.

Aufgrund ihrer potenziellen Größe und ihres Bewegungsdrangs ist für eine Gruppe von mindestens 5-7 Scheckenmollys ein Aquarium von mindestens 100-120 Litern Volumen zu empfehlen. Das Becken sollte ausreichend Schwimmraum bieten, aber auch dicht bepflanzte Bereiche zum Verstecken. Wurzeln und Steine können ebenfalls zur Strukturierung genutzt werden. Die Scheckenmollys schätzen warme Wassertemperaturen zwischen 25-30°C. Der pH-Wert sollte neutral bis leicht alkalisch sein (7,0-8,2) und die Wasserhärte mittelhart bis hart (GH 10-30, KH 5-20). Eine Zugabe von speziellem Aquariumsalz kann die Gesundheit und Vitalität dieser Brackwasser-toleranten Fische fördern, ist aber bei langsamer Gewöhnung an reines Süßwasser nicht immer zwingend notwendig.

Wie alle Mollys ist der Scheckenmolly „Dalmatiner“ ein Allesfresser mit einem hohen Bedarf an pflanzlicher Nahrung. Die Fütterung mit hochwertigem spirulinahaltigem Flockenfutter oder Granulat ist die Basis. Eine regelmäßige Ergänzung mit blanchiertem Gemüse wie Spinat, Zucchini oder Erbsen ist entscheidend, um Verdauungsprobleme zu vermeiden und die Farbenpracht zu erhalten. Dieser Fokus auf pflanzliche Nahrung ist keine Herausforderung, sondern eine Notwendigkeit. Gelegentliches Lebend- oder Frostfutter wie Artemia oder Mückenlarven kann angeboten werden. Scheckenmollys sind generell friedliche Aquarienbewohner, aber Männchen können untereinander und gegenüber Weibchen recht fordernd sein. Um Stress zu minimieren, ist ein Verhältnis von mindestens zwei bis drei Weibchen pro Männchen empfehlenswert. Sie lassen sich gut mit anderen robusten, friedlichen Lebendgebärenden und ähnlich großen Arten vergesellschaften.

Pao suvattii – Schweinenasen-Kugelfisch (WF)

Der Schweinenasen-Kugelfisch (Pao suvattii, früher Tetraodon suvattii) ist ein faszinierender, aber anspruchsvoller Süßwasser-Kugelfisch, der sich durch seine einzigartige Körperform und sein ausgeprägtes, territoriales Verhalten auszeichnet. Er stammt aus Thailand und Laos, wo er in langsam fließenden bis stehenden Gewässern mit sandigem Bodengrund und vielen Verstecken vorkommt. Bei den angebotenen Tieren handelt es sich um Wildfänge (WF), die oft besondere Eingewöhnung und stabile Bedingungen benötigen. Diese Kugelfische erreichen eine Größe von 10-15 cm und können bei guter Pflege über 10 Jahre alt werden.

Die Haltung eines Schweinenasen-Kugelfisches erfordert ein Aquarium von mindestens 100-150 Litern für ein Einzeltier, da er absolut einzelgängerisch und hochgradig territorial ist. Die Einrichtung muss diesem Charakter Rechnung tragen: Ein feiner Sandboden ist unerlässlich, da sich der Kugelfisch gerne eingräbt, um auf Beute zu lauern. Viele Versteckmöglichkeiten aus Wurzeln, Steinen und robusten Pflanzen, die seine grabenden Aktivitäten tolerieren, sind notwendig. Eine sehr gute Filterung ist entscheidend, da Kugelfische viel Abfall produzieren. Eine geringe Strömung wird bevorzugt. Die Wassertemperatur sollte zwischen 24-28°C liegen, der pH-Wert neutral bis leicht alkalisch (7,0-8,0) und die Wasserhärte mittelhart bis hart (GH 10-20, KH 5-15). Sauberes, sauerstoffreiches Wasser ist hier eine absolute Grundvoraussetzung.

Die Ernährung des Schweinenasen-Kugelfisches ist fleischfressend und stellt eine der größten Herausforderungen dar. Er benötigt eine abwechslungsreiche Kost aus Schnecken (Wasserschnecken sind unerlässlich, da er seine Zähne abwetzen muss), Garnelen (lebend oder gefroren), Muschelfleisch, Regenwürmern und Insektenlarven. Es ist oft schwierig, ihn an Trockenfutter zu gewöhnen. Eine besondere Herausforderung ist die Sicherstellung einer konstanten Versorgung mit geeigneten Beutetieren, insbesondere Schnecken. Die Vergesellschaftung ist extrem schwierig bis unmöglich, da dieser Kugelfisch ein Lauerjäger ist, der fast jeden anderen Fisch, Wirbellosen oder sogar kleinere Artgenossen attackieren und fressen wird. Er ist ein reines Artbecken-Tier und nichts für Anfänger. Informiere dich umfassend, bevor du dich für diesen beeindruckenden, aber anspruchsvollen Aquarienbewohner entscheidest.

Aphyosemion australe „Gold“ – Kap Lopez-Gold (EUNZ)

Der Kap Lopez „Gold“ (Aphyosemion australe „Gold“) ist eine der bekanntesten und beliebtesten Zuchtformen unter den Killifischen, die mit ihrer leuchtend goldenen Färbung und den eleganten Flossen sofort ins Auge fällt. Die Stammform dieses wunderschönen Fisches stammt aus den Küstenregionen Gabuns in Westafrika, wo sie in kleinen, oft saisonalen Regenwaldgewässern und Sümpfen lebt. Die hier angebotenen Tiere sind europäische Nachzuchten (EUNZ), die gut an die Aquarienhaltung gewöhnt sind. Kap Lopez „Gold“ erreichen eine Größe von etwa 5-6 cm und können bei guter Pflege 2-3 Jahre alt werden.

Für die Haltung einer kleinen Gruppe (z.B. ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen) benötigst du ein Aquarium von mindestens 30-40 Litern Volumen. Das Becken sollte dicht bepflanzt sein, mit vielen feinfiedrigen Pflanzen und Schwimmpflanzen, die das Licht dämpfen und den Tieren Deckung bieten. Torf im Bodengrund oder eine Torffilterung wird geschätzt, da sie die natürlichen Schwarzwasserbedingungen nachahmt. Eine sehr dichte Abdeckung ist absolut notwendig, da Kap Lopez hervorragende Springer sind! Die Wassertemperatur sollte zwischen 20-24°C liegen, der pH-Wert sauer (5,5-6,5) und die Wasserhärte weich bis sehr weich (GH 2-8, KH 0-4). Killifische sind empfindlich gegenüber schlechter Wasserqualität, daher sind regelmäßige, kleine Wasserwechsel mit aufbereitetem Wasser wichtig.

Der Kap Lopez „Gold“ ist ein fleischfressender Fisch, der eine abwechslungsreiche Ernährung mit Lebend- und Frostfutter benötigt. Er frisst gerne weiße und rote Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Cyclops und kleine Fruchtfliegen. Eine Herausforderung kann die Gewöhnung an Trockenfutter sein; viele Killifische sind hier wählerisch und bevorzugen Lebendfutter. Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die Ausprägung ihrer prächtigen Farben und die Gesundheit. Männliche Kap Lopez können untereinander territorial sein, daher ist bei der Gruppenhaltung auf ein gutes Geschlechterverhältnis (mehr Weibchen als Männchen) und ausreichend Verstecke zu achten. Sie sind friedlich gegenüber anderen Fischarten, solange diese nicht zu groß oder zu hektisch sind. Optimal ist die Vergesellschaftung mit anderen ruhigen, kleinen Fischarten oder die Haltung im Artbecken, idealerweise mit Zwerggarnelen, die nicht als Beute betrachtet werden.

Quelle: Ingo Seidel – aqua-global Zierfischgroßhandel GmbH

Matthais AI

Matthias Wiesensee

Aquarianer, Wirtschaftsinformatiker, Online Marketing Manager. Liebt Fotografie, Badminton & Inlineskating. Nutzt die Freizeit für die Aquaristik, den Gartenteich und den Hund.
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