Die Aquaristik-Szene ist klein. Die Blogger kennen sich untereinander. Bei meinem normalen Rundgang durch das Internet stieß ich auf den Beitrag Krankheiten – „Frischwasserallergie von aquamax Bernd Kaufmann.
Ich lese Bernds Artikel gern, denn er setzt sich mit lockerer Zunge und zahlreichen Fakten fundiert mit Themen auseinander. Besonders heikle Themen, die zur Diskussion einladen, sind sein Steckenpferd. Er spricht, worüber viele nur den Mund halten.
Sicherlich hast du auch schon einmal von dem Schlagwort “Frischwasserallergie” gehört.
Er leitet den Beitrag mit den folgenden Worten ein:
Oder: Wer suchet, der findet.
Fast immer, wenn man sich mit einem Problem beschäftigt, lohnt es sich, den Begriff, der dieses Problem zu beschreiben versucht, einmal genauer zu betrachten. In diesem Fall: „Frischwasserallergie“. Ein höchst mysteriöses Krankheitsbild, das immer wieder Gegenstand zahlreicher Diskussionen ist. Diskus sollen davon recht häufig betroffen sein, seit Jahrzehnten immer wieder Seitenfüller im DISKUS BRIEF und zahlreichen anderen Publikationen.
Diese Symptomatik hat keinen Zusammenhang mit einer Krankheit (verursacht durch Bakterien und Viren) oder einer Allergie (Immunsystemreaktion auf einen Stoff) hat – wenn ich das Fazit vorwegnehmen darf.
In Foren wird als Lösung häufig die Behandlung mit Medikamenten empfohlen. Aber wofür, wenn es keine Krankheit ist? Sollten nach einem Wasserwechsel Probleme auftreten, solltest dich auf die Suche nach der Ursache machen.
Hierfür eigenen sich, zumindest als erster Anhaltspunkt, die Wasserwerte vor und nach dem Wasserwechsel. Hierdurch hast du einen ersten Vergleich. Aber auch das Dokumentieren des veränderten Verhaltens der Tiere und optische Veränderungen im Aquarium und an den Tieren. Notiert man es nicht, vergisst man es. Heutzutage können mit dem Handy Videos und Bilder gemacht werden, die später bei der Diagnostik helfen. Kommst du nicht weiter, sprich mit einem befreundeten Aquarianer drüber.
Wenn die “Frischwasserallergie” auftritt, geschieht es immer direkt nach dem Wasserwechsel. Somit steht es mit diesem im direkten Zusammenhang. Meist liegt die Ursache in einem Fehler beim Wasserwechsel. Eintrag von Giftstoffen? Bakterienflora verletzt? Starke Temperaturschwankungen oder Veränderung der Wasserwerte (osmotischer Schock)?
Den kompletten Beitrag, der den aktuellen Wissenstand in der Szene aufbereitet darstellt, findest du hier.
Es ist einfach so, dass Frischwasser auf Fische relativ aggressiv wirken kann. Das liegt an der Übersättigung mit Gasen. Zwei Möglichkeiten, falls so etwas auftritt: 1. Beim nächsten Mal das Wasser vorher abstehen lassen oder über ein Dusche einlassen, damit die Gase schon herausgehen und nicht erst im Aquarienwasser. 2. Schleimhautschutz vornehmen. Der ist in Wasseraufbereitungsmitteln oft enthalten, wer diese nicht benutzen möchte, findet ihn aber auch separat. Ansonsten mal danach googeln, es gibt da mehrere Möglichkeiten.