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Aquarium-Bodengrund und Nährboden – Das solltest du wissen

Bodengrund und Nährboden sind die Grundlage für dein Aquarium. Bodengründe gibt es in vielen verschiedenen Farben und unterschiedlichsten Körnungen. Wenn du viele schöne Pflanzen in deinem Becken haben möchtest, solltest du unter den eigentlichen Bodengrund einen sogenannten „Nährboden“ (das ist mit Nährstoffen angereicherte Erde) als Schicht auftragen. Der Nährboden dient als Bodendünger und versorgt deine Pflanzen für längere Zeit mit wichtigen Nährstoffen. Pflanzen sind schließlich auch Lebewesen, die wachsen. Dafür brauchen sie – wie auch du – Nahrung. Um sicherzugehen, dass deine Pflanzen gut versorgt sind, solltest du trotzdem zusätzlich einen Flüssigdünger ins Wasser geben.

Der richtige Aquarium-Bodengrund ist mehr als nur Dekoration – hier siedeln sich nützliche Bakterien an, die das Wasser filtern und das Überleben der Aquariumbewohner wie Fische, Garnelen und Schnecken unterstützen. Aquarium-Bodengrund spielt eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden und die Gesundheit deiner Tiere und Pflanzen. Im Folgenden erhältst du alle wichtigen Informationen zu den verschiedenen Bodengrundarten und deren Pflege.

Begriffe

  1. Sand/Kies
    Bildet die oberste Schicht. Hat keinen Nährwert für die Pflanzen
  2. Nährboden
    Spezielle Mischung für Wasserpflanzen, die unter einer Schicht aus Sand/Kies Nährstoffe bereit hält. Über die Wurzeln können die Pflanzen die Nährstoffe aufnehmen.
  3. Soil
    Gebrannte Ton-/Erdgranulate, die mit Dünger versetzt sind. Soil gibt Nährstoffe ab, beeinflusst den pH-Wert des Wassers, bietet Lebensraum für nützliche Bakterien und kann als alleiniger Bodengrund verwendet werden.
  4. Lavabruch
    Kleine Lavasteine, die man als unterste Schicht verwenden kann. Hier können sich vielen nützliche Bakterien ansiedeln.
  5. Bodengrund
    Sammelbezeichnung für alles sandig, erdige, steinige unten im Aquarium.

Welche Arten von Aquarium-Bodengrund gibt es?

1. Nährboden plus Sand oder Kies:

Die gängigste Kombination für Einsteiger. Der Nährboden dient als langfristiger Dünger für Pflanzen und wird mit Sand oder Kies abgedeckt, um die Nährstoffe zu bewahren. Es gibt unterschiedlichen Nährboden zu kaufen. Manche Aquarianer nehmen auch Teicherde.

2. Soil (aktiver Bodengrund):

Diese Art von Bodengrund beeinflusst die Wasserwerte, macht das Wasser weicher und ist ideal für tropische Fische und Garnelen. Für Fortgeschrittene gibt es noch spezielle Mischungen, doch für Einsteiger und Kinder sind diese beiden Hauptvarianten am besten geeignet.

Nährboden im Aquarium – Was ist das?

Nährboden ist ein nährstoffreiches Material, das Aquarienpflanzen über einen längeren Zeitraum versorgt. Er wird mit einer Deckschicht aus Sand oder Kies abgedeckt und sollte nicht vorgewaschen werden, um die Nährstoffe zu bewahren. Nährboden ist besonders für stark bepflanzte Aquarien ideal, da er das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen fördert.

Ist Nährboden im Aquarium wirklich notwendig?

Nährboden ist besonders hilfreich für das Pflanzenwachstum, da er eine langanhaltende Nährstoffquelle bietet. Falls du ein dicht bepflanztes Aquarium planst, ist Nährboden eine sinnvolle Investition. Wenn du keine Pflanzen verwendest, die im Bodengrund wurzeln, brauchst du auch keinen Nährboden.

Ergänzt Nährboden den Flüssigdünger?

Nährboden ersetzt den Flüssigdünger nicht vollständig. Pflanzen benötigen zusätzliche Nährstoffe, die über die Blätter aufgenommen werden. Ein ergänzender Flüssigdünger ist also weiterhin notwendig – beachte hier unbedingt die Dosierungsanweisungen des Herstellers.

Kann ich verschiedene Bodengründe im Aquarium mischen?

Es ist möglich, verschiedene Bodengründe zu kombinieren, doch Sand und Kies sollten stets getrennt bleiben, um Verdichtungen zu vermeiden. Verdichtungen können den Boden hart und unflexibel machen. Terrassenbausteine aus dem Fachhandel helfen dabei, unterschiedliche Bodengründe zu trennen und optisch ansprechende Terrassen oder Bereiche zu gestalten.

Was ist die richtige Höhe des Bodengrunds?

Damit Pflanzen sich gut im Boden verwurzeln können, sollte der Bodengrund vorne etwa 3 cm und hinten 5 bis 6 cm hoch sein. Diese Schichtung bietet deinen Pflanzen im Aquarium Halt und lässt genügend Raum für Bewegung. Die Höhe hängt zusätzlich von der Größe deines Aquariums und der Art deiner Einrichtung ab.

Wie richte ich den Nährboden im Aquarium ein?

Der Nährboden wird als unterste Schicht ins leere Aquarium gegeben, geglättet und dann mit Aquariensand oder -kies abgedeckt. Helle Bodengründe sind weniger geeignet für lichtscheue Aquarienbewohner und sollten daher gut überlegt ausgewählt werden.

Muss ich den Bodengrund vor dem Einsetzen waschen?

Ja, Sand und Kies solltest du vor dem Einsetzen gründlich waschen, um feinen Abrieb und Staub zu entfernen. Nährboden und aktiver Bodengrund (Soil) sollten nicht gewaschen werden, da das Wasser sonst wertvolle Nährstoffe herausspülen würde.

Welche Besonderheiten gibt es für den Bodengrund für Garnelen?

Garnelen fühlen sich besonders wohl auf feinkörnigem Sand oder Kies, da dieser es ihnen ermöglicht, nach Futter zu suchen. Ein aktiver Bodengrund ist ebenfalls vorteilhaft, da er das Wasser weicher macht, was Garnelen zugutekommt. Eine kleine Futterschale hilft, das Wasser sauber zu halten, indem Futterreste nicht in den Bodengrund eindringen.

Aquarium-Soil

Aktiver Bodengrund (Soil) – Was ist das und wie wirkt er?

Soil (auch aktiver Bodengrund genannt) ist ein besonderes Substrat, das Wasser weicher macht und eine ideale Umgebung für viele tropische Fische und Garnelen schafft. Soil besteht aus gebrannten Erdkügelchen, die mit Nährstoffen angereichert sind und das Pflanzenwachstum fördern.

Muss ich Soil regelmäßig wechseln?

Ja, da die Nährstoffe im Soil nach einiger Zeit aufgebraucht sind. Soil hält etwa ein Jahr, während der Nährboden bis zu drei Jahre lang Nährstoffe liefern kann.

Allgemeine Tipps

Wie kann ich Faulstellen im Bodengrund vermeiden?

Faulstellen entstehen, wenn organisches Material im Bodengrund nicht vollständig abgebaut wird. Regelmäßiges Absaugen des Bodens und der Einsatz bodenbewohnender Tiere wie Turmdeckelschnecken können helfen, Faulstellen zu vermeiden.

Was sind wichtige Tipps für den Bodengrundwechsel?

Da die Nährstoffe in den meisten Bodengründen nach einiger Zeit erschöpft sind, sollte der Bodengrund etwa alle 3 bis 5 Jahre gewechselt werden. Bei aktivem Bodengrund (Soil) kann es notwendig sein, diesen jährlich auszutauschen, um optimale Wasserbedingungen für die Aquarienbewohner zu gewährleisten. Diese Zeitangaben sind aber nur Richtwerte und können je nach Bepflanzung und sonstigen Düngung abweichen.

Zusammenfassung und wichtige Tipps

Ein gut gewählter Bodengrund trägt wesentlich zum Wohlbefinden deiner Aquarienbewohner bei. Für Anfänger bieten Nährboden in Kombination mit Sand oder Kies und aktiver Bodengrund (Soil) die besten Möglichkeiten, ein gesundes Aquarium zu schaffen. Achte darauf, die Bodenschichten sorgfältig einzurichten und pflege den Bodengrund regelmäßig, um ein stabiles und sauberes Umfeld zu erhalten.

Wir wünschen dir viel Freude und Erfolg beim Einrichten deines Aquariums, egal ob mit Nährboden und Soil!

Lesezeit: etwa 5 Minuten

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