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Einzug ins Aquarium: Fische richtig einsetzen

Kids Fische einsetzenWenn du dein Aquarium eingerichtet hast und es gute 2-3 Wochen eingelaufen ist,  können deine Fische einziehen. Beim Einsetzen und der Auswahl der Fische kann man viele Fehler machen – aber keine Sorge, wenn du alles behutsam und Schritt für Schritt machst, kann nichts schief gehen. Ganz wichtig daher: Der Besatz des Aquariums will gut geplant sein. Für die Planung kannst du dich an einen Aquarienverein in deiner Nähe wenden oder dich von deinem Zoofachhändler beraten lassen. Hier kann man dir auch helfen, die richtigen Wasserparameter im Aquarium für deine Wunschfische zu finden. Wenn du die Vorbereitungen getroffen hast und die Wasserwerte in deinem Aquarium mit denen beim Zoofachhändler oder  Fischzüchter übereinstimmen, kann es losgehen:

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Für das Einsetzen / Umsetzen von Fischen haben sich zwei Methoden bewährt. Die einfachere Methode ist der Weg direkt von der Tüte ins Aquarium. Stopp! – natürlich nicht direkt, sondern langsam.

Wenn du die Fische bei deinem Händler des Vertrauens gekauft hast, gibt er dir die  Tiere in einer großen Fischtüte mit einem Drittel Wasser und zwei Drittel Luft. Idealerweise ist sie in eine Thermotüte oder in Zeitungspapier gewickelt. So haben es die Fische dunkel und die Temperatur schwankt nicht so stark.

Zu Hause angekommen, legst du den Beutel mit den Fischen geschlossen auf die Wasseroberfläche. Schalte ruhig das Licht aus, so stehen die Tiere nicht im „Scheinwerferlicht“ und sind ruhiger.

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Nach circa 10 – 15 Minuten hat sich die Temperatur ausgeglichen und du kannst den Beutel öffnen. Krempel  hierzu den Rand herunter – so schwimmt die Tüte fast von alleine auf der Wasseroberfläche. Zur Sicherheit kannst du den Beutel mit einer Wäscheklammer am Aquarienrand befestigen.

Mit einem leeren Becher (ohne Seifenreste oder Schmutz) kannst du nun 150 – 200 ml Wasser in den Beutel kippen. Nun wartest du wieder 10 Minuten und wiederholst den Schritt solange, bis mindestens doppelt so viel Wasser im Beutel ist, gerne auch dreimal so viel.

Du könntest jetzt den Beutel seitlich auf die Wasseroberfläche legen und die Fische selbstständig herausschwimmen lassen. Das ist für die Fische am wenigsten stressig, hat allerdings auch Nachteile: Das Wasser in ihrem Beutel enthält möglicherweise Krankheitserreger. Außerdem haben sich wahrscheinlich, dadurch dass die gestressten Fische sehr schnell atmen und CO2 produzieren, die Wasserwerte im Beutel geändert, es könnte giftiges Ammoniak entstanden sein. Besser ist es daher, die Fische behutsam mit einem Kescher aus dem Beutel zu fangen (wenn du ganz vorsichtig bist und es nicht zu viele Fische sind, kannst du sie auch über einem Eimer in den Kescher schütten) und ins Aquarium zu setzten – das Wasser aus dem Beutel schüttest du weg. Gehe beim Umsetzen behutsam vor und vermeide jeglichen unnötigen Stress, denn Stress macht die Fische krankheitsanfälliger.

 

Aber es gibt noch eine weitere Methode, die darauf verzichtet das Wasser eines anderen Aquariums bei dir im Aquarium auszukippen:

Besorge dir einen Eimer. Der Eimer sollte nur für das Aquarium benutzt werden und keine Rückstände von Putzmitteln enthalten. Spüle ihn trotzdem noch einmal gut mit ganz heißem Wasser aus. Fülle ein wenig Wasser aus deinem Aquarium in einen kleinen Eimer (5 Liter), so dass c a. 5 cm Wasserhöhe im Eimer ist und setze deine  gekauften Fische vorsichtig mit dem Transportwasser in den Eimer.  Wichtig ist, dass die Tiere nicht zu hell stehen. Das ist dann stressiger für die Tiere. Sie fühlen sich ruhiger wenn nur Dämmerlicht in der Umgebung ist.

Auch hier gilt: Je langsamer die Umstellung passiert, desto besser für die Fische
Jetzt musst du das Transportwasser an das Aquarienwasser angleichen. Dazu gießt du alle 5 Minuten vorsichtig eine kleine Menge, vielleicht die Menge eines kleinen Trinkbechers, von deinem Aquarienwasser ganz vorsichtig in den Eimer. Das solltest du über einen Zeitraum von einer Stunde immer wieder machen. Je langsamer die Umstellung für die Fische passiert, umso besser vertragen diese die Wasserumstellung. In dieser Zeit sollten die Fische in Ruhe gelassen werden, eine Pflanze aus dem Aquarium hilft ein wenig Deckung zu finden und die Tiere sind im Eimer ganz ruhig. Achte darauf, dass die Temperatur des Wassers im Eimer nicht zu stark absinkt.
Nachdem sich die Tiere an das neue Wasser gewöhnt haben, kannst du sie vorsichtig mit zwei Keschern aus dem Eimer heraus fangen. Platziere dazu den Eimer dicht an deinem  Aquarium, damit die Tiere nicht so lange im Kescher sind. Nun bringst du sie mit einem Kescher in den zweiten Kescher – führe sie dabei vorsichtig von dem einen in den anderen Kescher. Beim Herausnehmen des Keschers nimm die zweite  Hand zur Hilfe und decke die offene Seite des Keschers ab. Einige Fische springen sehr geschickt und könnten dann auf dem Boden landen.

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So fällt das Umsetzen deinen Fischen leichter

Das Licht im Aquarium solltest du noch einige Zeit aus lassen und die Tiere am Tag des Umzugs noch nicht füttern, denn meistens müssen sie sich erst ein wenig an die neue Umgebung gewöhnen und sich ihre Versteckplätze suchen. Wenn sie erst einmal eine Nacht in Ruhe im neuen Aquarium verbracht haben, werden sie sicher gut fressen und sich schnell eingewöhnen.

Das Wasser aus dem Eimer  wird nicht mit in das Aquarium geschüttet. Durch den Transport haben sich hier einige Schadstoffe angesammelt, die im Aquarium keinen Vorteil bringen. Beobachte deine neuen Fische noch ein paar Tage sehr genau und achte darauf, dass alle Fische gut fressen und sich nicht absondern. Solltest du entdecken, dass einige Tiere Probleme haben, lass dich von einem Fachhändler beraten was du tun kannst.

Tipp: Wenn du schon Fische im Aquarium hast und neue Fische einsetzen möchtest, solltest du die neuen Fische wie oben beschrieben umsetzen. Nach Möglichkeit aber in ein zweites Aquarium setzen. Hier kannst du die Fische besser beobachten und falls Krankheiten auftreten, können die neuen Tiere erst einmal behandelt werden, ohne dass deine anderen Fische auch krank werden.