Kleiner, farbprächtiger Prachtkärpfling: Männchen mit intensiv orangefarbenem Körper, blau schimmernden Reflexen an den Seiten, unregelmäßigen dunklen Zeichnungen und kräftig roten Saumlinien an Rücken- und Afterflosse. Weibchen deutlich zurückhaltender gefärbt in goldbraun mit schwachen Flecken und klaren Flossen. Beide Geschlechter besitzen eine schlanke Silhouette und sind lebhaft schwimmend.
Am besten mit ähnlich großen, ruhigen Arten vergesellschaften; aufgrund Brutterritorialität Männchen nicht mit vielen gleichgroßen Männchen zusammensetzen. Sicherer Deckel wegen Sprunggefahr notwendig.
Männchen werden größer (bis ca. 6 cm) und zeigen intensive orange Färbung, verlängerte Flossen, auffällige rote Flossensäume und schwarze Flecken. Weibchen bleiben kleiner (ca. 4–5 cm), sind goldbraun bis bräunlich, haben kürzere abgerundete Flossen und fehlen die intensive Männchenzeichnung.
Chromaphyosemion poliaki benötigt ein gut bepflanztes Becken mit schwachem bis moderatem Fließverhalten, reichlich Verstecken (Pflanzen, Wurzeln) und Laub. Aufgrund Sprungfreudigkeit ist ein dichter Deckel Pflicht. Haremshaltung (1 Männchen : 2–3 Weibchen) vermindert Fortpflanzungsstress. Regelmäßige, kleine Fütterungen mit abwechslungsreichem Futter (Lebendfutter, Frostfutter, hochwertige Flocken) verbessern Färbung und Vitalität. Wöchentliche Teilwasserwechsel (ca. 20–25%) sind essentiell.
Plant spawner – Laicht auf Moppen oder in dichter Wasserpflanzenbepflanzung ab. Männchen werden während der Fortpflanzung territorial und verteidigen Reviere. Zwei Zuchtmethoden sind erfolgreich:
Methode 1 – Mopp-Spawning: Paar/Trio in 40–50L Zuchtbecken mit Spawning-Moppen; Eier wöchentlich sammeln und separat inkubieren.
Methode 2 – Peat-Methode: Feuchtes Torfsubstrat am Beckenboden; Eier nach 1–2 Wochen ernten und trocken lagern (optional) oder direkt in Wasser inkubieren.
Inkubation: Feucht: 14–21 Tage bei 22–24°C. Larven sehr klein – Erstfutter Infusoria oder grünes Wasser, ab Tag 3 Artemia nauplii.
Hochwertige Flocken, gefrorene Artemia (Salinen-Garnelen), Blutwürmer, Daphnien, Mückenlarven und lebende Mikro-Krebstiere. Proteinreiche Ernährung wird bevorzugt.
Bewohnt schnell fließende bis reißende Bergbäche und kleine Bergflüsse in Höhenlagen von 250–900 m über Meereshöhe. Der Lebensraum ist geprägt durch felsiges vulkanisches Substrat mit Steinen, Kies und dunkler vulkanischer Erde. Die Gewässer weisen natürlicherweise härteres und leicht alkalisches Wasser auf (pH 7,2–7,6, GH ca. 5°dGH / 89 ppm) – deutlich unterschiedlich von typischen westafrikanischen Killifischen. Dichte Wasserpflanzenbestände und Randvegetation bieten Schutz und Laichplätze. Permanente Gewässer ohne saisonale Austrocknung; nicht-annual.
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Liebes Aqua-global und My.fish-Team, hier auf my-fish-fishothek befindet sich schon eine Beschreibung von Chromaphyosemion poliaki https://my-fish.org/fishothek/zierfische/a/aphyosemion-chromaphyosemion-poliaki-poliaki-zweistreifen-prachtkaerpfling/ Den Deutsche Namen des Chromaphyosemion poliaki, Mount – Kamerun – Prachtkärpfling zu nennen ist nicht vorteilhaft und kann zu Verunsicherung führen. Unterhalb des Kamerunberges befinden sich drei verschiedene Chromaphyosemion – Arten (poliaki, volcanum und splendopleure). Der Deutsche Name für Chromaphyosemion ist Zweistreifen Prachtkärpfling. Früher gehörten fast alle Westafrikanische Killifische zu Aphyosemion (Prachtkärpfling) und seit kurzem wurden einige in neuen Gattungen eingeteilt (Fundulopanchax, Scriptaphyosemion….) Durch die im Dezember 2013 veröffentlichte Arbeit durch J.H. Huber, (Killi-Data) wurde die Aphyosemion Gattung von ihm nach phänotypischen und genetischen… Weiterlesen »
Hallo Herr Pohlmann,
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