Raritäten & Neuimporte im Fokus 120

Lerne neue Arten kennen oder entdecke alte Arten neu: In der Aquaristik gibt es immer wieder Tierarten zu erkunden. Viele sind wunderschön, unbekannt und nur selten im Handel zu finden. Mit Unterstützung der Zierfischgroßhändler aus der Fachgruppe des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) stellen wir dir jede Woche vier Arten vor. Darunter findest du auch viele Nachzuchten und ihre verschiedene Zuchtformen.

Quelle: Aquarium Glaser GmbH
Quelle: Aquarium Glaser GmbH

oben links: Apistogramma baenschi

Apistogramma baenschi aus Peru ist sicherlich einer der schönsten Zwergbuntbarsche. Das Männchen vereinigt in sich schöne Farben, besonders die herrlich gefärbte Schwanzflosse, mit der fantastisch hohen Rückenflosse und das Weibchen ist mit seiner Tigerzeichnung ebenfalls eine echte Schau.

oben rechts: Labeo coubie

Die große Vielfalt der Labeo-Arten in Afrika ist aquaristisch kaum bekannt. Auch wissenschaftlich macht die Bestimmung Schwierigkeiten, erst 1990 wurde eine neue Art aus dem Niger beschrieben. Damit erhöht sich die Zahl der aus dem Niger bekannten Labeo-Arten auf 4: Labeo parvus, L. roseopunctatus, L. senegalensis und L. coubie.

Wir konnten nun herrliche L. coubie aus Nigeria importieren. Diese Art erreicht eine Maximallänge 75 cm und 5 kg Gewicht; selbstverständlich treten aber solche Rekordmaße nur alle Jubeljahre einmal auf, für gewöhnlich erreichen die Fische auch in der Natur nur Längen von 25-30 cm. Dennoch eignet sich L. coubie aber nur für große Aquarien. Unsere Exemplare sind bereits 10-15 cm lang.

Die Allerkleinsten zeigen Andeutungen eines Schwanzwurzelflecks, der aber bei den etwas größeren Artgenossen nicht mehr sichtbar ist. Mit zunehmender Größe haben die Fische wunderbare, segelförmige Rückenflossen. Untereinander kabbeln sich die Tiere ständig, wie man das ganz allgemein ja von Labeo und Epalzeorhynchus-Arten gewohnt ist, ohne dass es allerdings zu Beschädigungen käme. Es empfiehlt sich aber daher, diese Fische entweder einzeln oder in einer größeren Gruppe zu pflegen. Zwei oder drei Exemplare werden sich langfristig wohl kaum vertragen.

Auf den ersten Blick wirken die Fisch grau gefärbt, dabei aber durchaus attraktiv. Das kommt daher, dass auf jeder Schuppe ein purpurroter Fleck ist. Auch die Membranen der Flossen haben den purpurfarbenen Schein.

Lexikon: Labeo: bezieht sich auf die ausgeprägten Lippen der Angehörigen dieser Gattung. coubie: nach dem lokalen Namen der Art in Kairo (Ägypten), woher die Exemplare der wissenschaftlichen Erstbeschreibung stammen. Deutscher Gebrauchsnamen: Afrikanischer Karpfen

unten links: Corydoras cf. brevirostris (CW 27 Highfin)

Es besteht große allgemeine Ähnlichkeit mit Corydoras brevirostris (früher: Corydoras melanistius brevirostris), doch unterscheidet sich CW 27 durch die sehr hohe Rückenflosse und den stark ausgeprägten Leuchtfleck im Nacken. In der Natur sind die Welse im Raum Venezuela anzutreffen.

unten rechts: Neocaridina davidi Black Choco

Die beliebteste und pflegeleichteste Garnele für das Süßwasseraquarium, Neocaridina davidi (früher: N. heteropoda) kommt schon wieder in einem neuen Kleidchen daher: pechschwarz! Es gibt natürlich längst schwarze Zuchtformen anderer Garnelenarten, jedoch hat N. davidi den unbestreitbaren Vorteil, wirklich extrem temperaturtolerant zu sein. Andere Zwerggarnelen haben sich zwar über die vielen Generationen der Nachzucht schon als ziemlich an die vergleichsweise hohen Aquarientemperaturen angepasst, doch steckt es noch in ihnen, dass sie ursprünglich aus ziemlich kühlen Lebensräumen kommen. Neocaridina davidi kann völlig problemlos ganzjährig bei Temperaturen von 26-28°C gepflegt werden. Andererseits kann man sie aber auch ohne Heizung pflegen, wenn das gewünscht wird. Sie ist einfach Überlebenskünstler und die Black Choco unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht von ihren roten, gelben, blauen oder gebänderten Artgenossen.

Quelle: Aquarium Glaser GmbH

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